Herbert Grönemeyer: Das wirft er Kanzlerin Merkel vor

Herbert Grönemeyer hat etwas zu sagen. Als Gast-Chefredakteur tut er unter anderem seine Meinung zur politischen Lage in Deutschland kund.

Herbert Grönemeyer (62, "Männer") ist einer von Deutschlands bekanntesten Musikern. Doch nun hat er für kurze Zeit einen neuen Job angenommen. Als Gast-Chefredakteur des "ZEITmagazins", das am Donnerstag erscheint, fordert er von der Politik mehr Engagement den Bürgern gegenüber. Insbesondere wendet er sich dabei an Bundeskanzlerin Angela Merkel (64). "Ich fühle zum ersten Mal eine Verantwortung für die Gesellschaft", so Grönemeyer.

Angela Merkel "kommuniziert einfach nicht"

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Taynara Wolf
Taynara Wolf läuft mit einem breiten Grinsen durch die Welt. Seit gut einem Jahr ist die ehemalige GNTM-Teilnehmerin in einer glücklichen Beziehung.
©Gala

Weiter führt er aus: "Wenn wir wollen, dass sich das Land gut weiterentwickelt, dürfen wir das nicht den Politikern alleine überlassen. Viele ärgern sich, weil sie das Gefühl haben, dass sie nicht mit einbezogen werden." Es sei wie in einer Familie, ist der Sänger überzeugt: Wenn es Fragen und Ängste gebe, müssten die alle auf den Tisch. "Das werfe ich Angela Merkel vor, sie kommuniziert einfach nicht. Willy Brandt konnte einen mitreißen, der konnte dem Volk signalisieren: Wir haben eine gemeinsame Idee, lasst uns etwas bewegen."

Der Musiker als Chefredakteur

Für das Magazin der Wochenzeitung "Die Zeit", das am 18. Oktober erscheint, hat Grönemeyer alle Themen, Fotos, Texte und Überschriften ausgewählt, die gesamte Konzeption der Ausgabe lag in seiner Hand. Herausgekommen ist ein Magazin über Identität, Leichtsinn und Menschlichkeit.

Die Suche nach seiner eigenen Identität führte Grönemeyer dabei in seine Heimat Bochum. Außerdem verrät er seine Lieblingskochrezepte. Zudem hat der 62-Jährige seine Freunde und Bekannten gefragt, was für sie der Begriff "Leichtsinn" bedeutet. Es antworten unter anderem Günther Jauch (62), Anke Engelke (52), Toni Kroos (28), Harald Schmidt (61), Judith Holofernes (41), Anne Will (52), Robert Wilson (77) und Anton Corbjin (63) mit persönlichen Geschichten und Bildern. Außerdem kommen in der Ausgabe junge Geflüchtete zu Wort, die Grönemeyer nach ihrem Bild von Menschlichkeit gefragt hat.

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