VG-Wort Pixel

Helmut Dietl An Lungenkrebs erkrankt


Kult-Regisseur Helmut Dietl hat in einem Interview erzählt, dass er an Lungenkrebs leidet. Seine Heilungschancen liegen bei nur zehn Prozent

Im Oktober hat Helmut Dietl erfahren, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist. Das erzählte der Regisseur im Interview mit der "Zeit". Seine Ärzte sagten ihm offen, er habe "im günstigsten Fall" eine Heilungschance von zehn Prozent - "eher drunter".

Ob er sich einer Chemotherapie unterzieht, weiß der 69-Jährige noch nicht. Er erkundige sich zwar nach möglichen Behandlungsmethoden, ist aber skeptisch: "Man kann diesen Kampf führen - aber geht man gerne in einen Kampf mit einer zehnprozentigen Chance?" so Dietl.

Überrascht sei er von der Diagnose nicht. "Wenn man bedenkt, wie viel ich geraucht habe, dann ist es geradezu ein Wunder, dass es so lange gut gegangen ist", sagte er. Erst vor sechs Jahren hatte Dietl mit dem Rauchen aufgehört.

Helmut Dietl wurde mit Serien wie den "Münchner Geschichten" und Filmen wie "Rossini" berühmt, erlebte aber auch Flops - zuletzt 2012 mit "Zettl", in dem Michael Bully Herbig die Hauptrolle gespielt hatte. 2007 erlitt der Filmemacher einen Schlaganfall, den er zunächst geheim hielt. Momentan arbeitet er an einem Filmprojekt mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader. Ob er den Film allerdings wirklich umsetzt, ist aufgrund der Krebsdiagnose ungewiss.

Helmut Dietl hat bereits angekündigt, dass er nicht weiter über seine Krankheit sprechen wird, das "Zeit"-Interview soll das einzige dieser Art sein: "Ich möchte möglichst in Ruhe gelassen werden", sagte er dazu.

aze CoverMedia


Mehr zum Thema


Gala entdecken