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Helene Fischer So entkam die Schlagersängerin einem Burnout

Helene Fischer
© dpa / Federico Gambarini / Picture Alliance
Wenn sich Helene Fischer 2019 keine Auszeit genommen hätte, wäre sie womöglich an einem Burnout erkrankt. Das hat die Schlagerqueen nun im Schweizer Fernsehen enthüllt.

Achtes Studioalbum "Rausch", Live-CD, legendäres Open-Air-Konzert in München und große Tournee 2023 mit 70 Konzerten: Wenn Helene Fischer, 38, sich zurückmeldet, dann aber richtig. 2019 legte die Schlager-Queen jedoch eine bewusste Pause ein, die durch die Coronapandemie verlängert wurde. Sie merkte, dass ihr der Job zu viel wurde. Ohne Auszeit hätte die Sängerin womöglich ein Burnout erlitten. Das verrät sie nun in der Sendung "Gredig direkt" des Schweizer Fernsehens SRF.

Helene Fischer: "Wenn man als Künstler keine Emotionen mehr so richtig empfindet, …"

"Ich habe immer schon sehr, sehr gerne gearbeitet und habe viel gearbeitet", erklärt Helene Fischer. Irgendwann habe die Mutter einer kleinen Tochter aber nicht mehr gemerkt, dass sie im Tunnel gewesen sei. "Wenn man als Künstler keine Emotionen mehr so richtig empfindet, wenn man alles nur noch als anstrengend empfindet, muss man ehrlich zu sich sein und auf die Bremse treten", so Fischer weiter.

Moderator Urs Gredig, 52, wird hellhörig, meint: "Das klingt fast ein bisschen wie Burnout". Darauf entgegnet Helene ehrlich: "Ich war wahrscheinlich kurz davor." Glücklicherweise hätte sie "noch die Kurve gekriegt".

Helene wollte die Tür aufmachen und mehr Persönlichkeit zeigen

So schlimm die Pandemie für alle auch gewesen sei, Helene Fischer habe durch die lange Pause und Ruhe wieder zu sich selbst gefunden. Sie hätte "so viel Zeit wie noch nie mit Musikmachen verbracht", habe intensiv an ihrem neuen Album gearbeitet und sich "als Künstlerin hinterfragt". Die Hit-Musikerin habe gemerkt, dass sie ihre persönlichen Erfahrungen in ihren Songs verarbeiten möchte. "Ich wollte die Tür aufmachen und so ein bisschen mehr Persönlichkeit hineinbringen", erklärt Fischer.

Bereits 2019 hatte die Schlagersängerin in einer Talkshow zugegeben, müde und krank gewesen zu sein. Über diese Zeit sagte Helene Fischer im aktuellen "Gredig direkt"-Interview: "Irgendwann muss man aufpassen, dass man sich selber nicht verliert."

Es gibt keine einheitliche Burnout-Definition. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein Burnout keine eigenständige Krankheit, sondern ein Problem "mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensführung". Das Syndrom wird als dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand emotionaler Erschöpfung beschrieben, der unterschiedliche Symptome zur Folge haben kann.

Hilfen bei Depressionen

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalen Krisentelefon unter 0800 1110111 wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Verwendete Quellen: SRF1-Sendung "Gredig direkt", abgerufen unter: youtube.com, who.int

jse Gala

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