Heidi Klum: Lass rollen, Heidi

Dem, der nicht immer Bauch zeigt, dem glaubt man nicht: Nicht einmal Heidi Klums schwarzer enger Spitzenfummel bei den "AMAs" kann die lawinenartigen Gerüchte über ihre Schwangerschaft noch stoppen, wenn die "BamS" und Twitter es nicht wollen. Ein Kommentar

Manchmal ist auch ein Medienprofi wie Heidi Klum offenbar ein bisschen überfordert mit der Entscheidung, wann er am geschicktesten gegen eine Lawine von Gerüchten vorgeht - und ob überhaupt. Und wer aus dem Umfeld einen Maulkorb bekommen sollte. Im aktuellen Fall wirkt es so, als ob Heidi Klum ihre angebliche fünfte Schwangerschaft - es wäre das erste Kind mit Neu-Mann Martin Kirsten - nicht mehr aus den Medien bekommt. Nicht einmal ihr Auftritt bei den "American Music Awards" am Sonntagabend (24. November) in einem hautengen schwarzen "Marchesa"-Spitzenkleid mit vielen seitlichen Posen und Blick auf den straffen Bauch kann helfen.

Nicht, wenn gleichzeitig Twitter heiß läuft, weil die "Bild am Sonntag" wissen will, dass Heidis Personal Trainer David Kirsch etwas über die angebliche Schwangerschaft seiner Kundin ausgeplaudert haben soll. Auch nicht, wenn er das hinterher schnell wieder bestreitet, die Worte twittert: "Absolut und grundsätzlich falsch. Ich habe das niemals gesagt und es ist nicht wahr!!!" Helfen kann auch die Tatsache nicht, dass Klum im Mai erst wieder in Interviews wiederholt hat - wiederholt, nicht erstmals verkündet - ihre Familienplanung sei soweit abgeschlossen. Und schon gar nicht die Tatsache, dass einige Magazine schon seit knapp zwei Monaten behaupten, der Bauch der Klum wachse so schnell, dass man zugucken könne und ihre neue Lust am Wollpullover nur darauf und nicht auf den nahenden Winter zurückführen.

Ein Wollpullover des Anstoßes: Heid Klum trägt Pulli und alle sehen einen Bauch.

Klum ist schwanger, ob sie will oder nicht, ob sie es sagen will oder nicht. Und der deutsche Twitterer zerriss sich Sonntag pflichtschuldigst das Maul darüber. Man hätte ja auch schreiben können, was für eine verrückte Welt das ist, in der das dreimalige Tragen von Wollpullovern offenbar den HCG-Wert (hCG ist ein in der Schwangerschaft produziertes Hormon, anhand dessen man eine solche mittels Blut- oder Urintest nachweisen kann) wildfremder, wenn auch prominenter Frauen so sicher bestimmt, als wäre alle Welt eine Frauenarztpraxis.

Oder mal kurz darüber nachdenken, was für Blüten der Schlankheits- und der Entblößungswahn in der Modewelt wohl noch treiben könnte, wenn sich die Damen jetzt nicht mal mehr richtig anziehen dürfen, sondern nur noch in dünnen Seidenhängerchen auf die Straße gehen können.

Fashion-Looks

Der Style von Heidi Klum

Das diesjährige "Germany's Next Topmodel"-Ende naht! Bei den Proben für das große Finale, bei dem Heidi Klum aus ihrer Wahlheimat Los Angeles live zugeschaltet wird, trägt sie einen lässigen Look. In einer coolen Boyfriend-Jeans, einem cremefarbenen Strick-Top mit passendem Cardigan und stylischen Sneakern, bereitet Heidi sich darauf vor, das nächste Topmodel zu küren. 
Heidi Klum beweist, dass man selbst mit 46 Jahren noch Fan-Girl-Momente haben kann. In einem schwarzen "Tokio Hotel"-Pullover spaziert sie durch die Straßen Los Angeles. Alles andere als süß sind Heidis ultrasexy Overknee-Stiefel mit Reißverschluss-Details. 
Ob Heidi Klum so sexy auf Safari geht bezweifeln wir zwar, ein Hingucker ist der Look von Alexander Wang aber natürlich trotzdem.
In einem weißen Satin-Zweiteiler posiert Heidi lässig für die Fotografen. Die Kombination stammt aus der Feder des amerikanischen Designer Christian Siriano. 

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Stattdessen folgten Tweets mit Formulierungen wie "Legebatterie auf High Heels" (@TimLichtenberg1) oder Sätzen wie "Ziemlich enges Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Heidi Klum und Ursula von der Leyen."(@StechAir), "Fünf Kinder von drei Männern - das kennt man sonst nur aus Doku-Soaps am Nachmittag" (@bingfrau) sowie "5 Kinder von 3 verschiedenen Männern. Vorteil ist, sie haben für jedes Outfit die passende Farbe" (@pappklappe).

Da kann man Heidi Klum - so omnipräsent nervig, wie sie sonst selbst zu sein entscheidet - an dieser Stelle statt des dicken Bauches nur ein dickes Fell wünschen.

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