Heidi + Günther Klum: Gibt es ein Zerwürfnis?

Heidi und Günther Klum waren ein unschlagbares Team. Jetzt aber nabelt sie sich beruflich von ihrem Vater ab. Was ist da los? GALA sprach exklusiv mit Günther Klum. 

Heidi + Günther Klum

Das Tablet in der Hand, das Handy griffbereit in der Brusttasche der Jacke. Ganz der Geschäftsmann, hat sich Günther Klum, 74, auf den Termin mit GALA in einem Kölner Hotel vorbereitet. Schon vor knapp zwei Jahren fragten wir ihn, ob er sich mit uns zu einem Interview treffen möchte. Denn Günther Klum ist nicht nur der Vater von Heidi Klum, 46, und seit Jahrzehnten Modelmanager, er ist auch Hobby-Winzer.

Günther Klum

Der kantige Kopf des Heidi-Klum-Imperiums

Günther Klum

Geht Heidi Klum ihrem Vater geschäftlich aus dem Weg?

In den vergangenen Wochen riss das Gerücht nicht ab, dass er und seine Tochter sich zerstritten hätten. Erst erschien er nicht auf Heidis Hochzeit mit Tom Kaulitz, 30. Dann ließ Heidi sich das alleinige Vermarktungsrecht an ihrer Person sichern und ging somit ihrem Vater geschäftlich aus dem Weg. Bislang war es nämlich so, dass Günther Klum seine Tochter mit der "Heidi Klum GmbH" als Geschäftsführer managte. In den USA kümmert sie sich seit 1999 mit der Firma "Heidi Klum Company LLC" selbst um ihr Business als Model, Moderatorin und Unternehmerin. Nun ließ Heidi alles auf ihre US-Firma umschreiben und gründete zudem in Berlin die Firma "HK Germany GmbH", deren Geschäftsführerin sie selbst ist. Was hat das zu bedeuten?

Günther Klum: "Es gibt kein Zerwürfnis."

Günther Klum weiß genau, was er sagt und was nicht. Die Familie steht über allem. Und er hält fest: "Es gibt kein Zerwürfnis." Als Heidi 1992 in einer TV-Show entdeckt wurde, änderte sich auch sein Leben schlagartig. Gelernt hat er den Beruf des Chemiemeisters, weshalb er heute in Wasserstoff-Aktien investiert und uns den Kurs auf seinem Tablet präsentiert. Drei Euro Gewinn hat er pro Aktie gemacht: "Super!" Bevor er Heidis Manager wurde, war er 25 Jahre lang Produktionsleiter beim Kölner Parfümhersteller 4711 und ist überzeugt: "Da habe ich gelernt, wie eine Marke funktioniert." 

Er war beim ersten GNTM-Casting im September dabei

Wir haken in Sachen Heidi nach und fragen, ob er die bereits verhandelten fünf neuen Staffeln der ProSieben-Show "Germany’s next Topmodel" mit seiner Agentur betreuen wird. In der Vergangenheit hatte Klum die Finalistinnen stets gemanagt. "Das sieht man doch", meint er und spricht damit an, dass er bereits Mitte September beim ersten Casting in München dabei war. Dann räumt er ein: "Ich bin 74. Wir sind bei Staffel 15. Man muss gucken. Vielleicht ziehe ich mich mehr zurück. Im Moment habe ich nur Probleme mit meinen Knien, mein Kopf funktioniert noch. Aber vor Kurzem bin ich blöd gefallen. Ich habe eine Stufe übersehen und mir den Arm ausgekugelt. Ich musste ins Krankenhaus. Mein lieber Otto, das waren Schmerzen!" Günther Klum muss jetzt regelmäßig zum Physiotherapeuten "Und ich mache meine Übungen morgens im Bett." 

"Bei 'Topmodel' werden die Influencer geboren"

Denkt er ans Aufhören? Günther Klum antwortet: "Soll ich in der Ecke sitzen und warten, bis der Tod kommt? Nee! Aber ich bin immer weniger im Büro. Das machen alles meine fünf Mädchen. Ich bin obendrüber und kümmere mich um das Finanzielle. Ich rege auch neue Trends an. Neulich noch die App TikTok. Ich habe denen gesagt: Schaut euch das mal an! Kann man damit Geld verdienen?" Mit den laufenden Geschäften ist er zufrieden. "Wir haben den Wandel mitgemacht. Unsere Models sind Social-Media-Stars." Gerda Lewis wurde 2018 nur Siebzehnte bei "Topmodel", doch heute hat sie knapp 900 000 Follower und war jüngst "Bachelorette" bei RTL. "Bei 'Topmodel' werden die Influencer geboren", so Günther Klum. "Mit Gerda machen wir gut Umsatz. Sie ist ansprechend und sexy." Das TV-Format "Germany’s next Topmodel” macht ihn stolz. Und seine Heidi sowieso.

Heidi + Tom in München

Und plötzlich ist (Schwieger-)Papa Günther Klum wieder dabei

Heidi Klum und Tom Kaulitz

"Udo Jürgens und Heidi wollten ein Lied machen" 

Günther Klum spricht beim Treffen mit GALA oft über seine Tochter. Man kommt von Hölzken auf Stöcksken. Dass die Heidi Natascha Ochsenknecht nicht kenne, die erzählt hatte, dass Heidi ihre Tochter Cheyenne zu "GNTM" holen wollte. Klum: "Für ProSieben kann ich nicht sprechen, aber die Heidi weiß gar nicht, wer die Frau und ihre Tochter sind." Es soll auch den geheimen Plan gegeben haben, dass Udo Jürgens und Heidi ein Duett aufnehmen. "Udo Jürgens war für mich der Größte. Er und Heidi wollten ein Lied machen. Die waren schon im Studio. Aber am Ende hat’s nicht geklappt."

Er erinnert sich gerne an Zeit mit Heidi und Vito

Heidis Männer werden nun auch Thema. Zum Beispiel Kunsthändler Vito Schnabel, 33, mit dem Heidi vor Tom liiert war. "Wie oft die Heidi vom Vito schwanger gewesen sein soll – die Kinder könnten heute alle schon laufen", scherzt er. An Heidis Zeit mit Vito erinnert sich Günther Klum gerne zurück. "Wir waren mal mit ihm in St. Moritz, als er die Galerie übernommen hat. Nach der Eröffnung gab es eine tolle Party. Nur gut betuchte Leute. Unter Bentley lief nix. Und als wir mal auf Sardinien im Hotel 'Cala di Volpe' waren, saßen wir da mit Flavio. Elton John kam um die Ecke. Der Flavio ist ein angenehmer Mensch. Der hat zwei Flugzeuge. Da sieht man mal, wie arm man selbst ist." Wie steht er denn nun zu Heidis Ehemann Tom? Angeblich sind sich die Männer nicht grün. Günther Klum winkt ab. "Wissen Sie, es wird so viel Scheiße geschrieben. Auch, wer an Promis zur Hochzeit kommen sollte. Am Ende waren da Wolfgang Joop und Sasha. Das war eine reine Familienfeier." 

Heidi Klum

Nanu! Ihr Vater spricht erstmals über Tom Kaulitz

Heidi Klum mit ihrem Vater Günther Klum

Seine Enkel machen ihn glücklich

Günther Klum führt uns auf dem Tablet durch sein Fotoarchiv. Er zeigt uns Bilder von der Traubenlese und von seiner Geburtstagsfeier am 24. August, bei der eine Band in seiner Heimatgemeinde Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis für ihn auf der Straße spielte. Man sieht ihn zusammen mit Ehefrau Erna auf einer Dachterrasse in Cuxhaven, wo sie sich eine Ferienwohnung zugelegt haben. Dann zeigt er uns Fotos vom "Topmodel"- Finale 2018. Heidis Kinder hatten anlässlich der Show für Unicef ein Herz gebastelt und es bemalt. "Das wollten die aber zu billig weggeben, also habe ich das selber ersteigert. Das haben ja meine Enkelkinder gemalt!" Seine Enkel, die in den USA leben, machen ihn glücklich. Klum erzählt von Momenten, wenn sie in Deutschland zu Besuch sind. "Bei uns ist ein Bauer. Da hatten die Kinder schon die Hühner im Arm oder haben die Kühe besucht. Bei Amerikanern ist das ja oft so, dass sie glauben, die Milch kommt aus dem Supermarkt. Die Kinder sagen auch immer: 'Im Wald ist es so schön.' In L.A. kennen die das ja nicht so. Da ist mehr Gestrüpp." 

In Heidis Keller hat er Flaschen seines Rieslings gelagert

Im Keller von Heidis Anwesen in Los Angeles hat Günther Klum übrigens ein paar Flaschen seines Rieslings für die Familie gelagert. "Die Kinder dürfen natürlich nicht trinken, aber ich hab mal Henry nippen lassen. Da sagte der Henry: 'Opa, the best!' Dabei weiß er gar nicht, wie Wein schmeckt." Klum muss lachen, als er daran denkt. Erna Klum ist zum Zeitpunkt des Gesprächs bei Heidi in Amerika. Günther hatte ihr vor der Abreise noch Bargeld besorgt. "Als der Terroranschlag vom 11. September war, ist die Heidi auch in New York gewesen. Die hatte ein Shooting und konnte aus der Entfernung den Qualm sehen. Sie rief mich an, und ich sagte ihr: 'Du kaufst dir jetzt Wasser und was zu essen.' Aber alle Geldautomaten waren gesperrt. Seitdem hat jeder bei uns ein bisschen Bargeld für den Notfall dabei." 

Günther Klum

Papa von Heidi Klum versteigert Kegelbahn

Heidi Klum mit ihrem Vater Günther im Jahr 2014

Er baut eine Gaststätte in Bergisch Gladbach um 

Will er nach dem Model-Business eigentlich groß ins Weingeschäft einsteigen? "Wenn ich mich dahinter klemme und noch Weinberge dazu kaufe, könnte ich locker 15 000 Flaschen machen. Jetzt ist das noch ein Hobby." Dann erzählt er von anderen Plänen, denn die Geschäftsideen gehen ihm nicht aus: "Ich habe kurz vor Heidis Hochzeit eine Gaststätte in Bergisch Gladbach ersteigert. Die baue ich jetzt um. Es soll gute deutsche Küche geben. Die ehemalige Kegelbahn ist zu meinem Lager geworden, da stelle ich meine ganzen Sachen rein. Die können dann bei 'Bares für Rares' verkauft werden, wenn ich nicht mehr bin."

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