Harvey Weinstein: So wollte er seine Taten vertuschen

Jahrelang belästigte Harvey Weinstein Frauen in Hollywood und er hatte eine Strategie, seine widerlichen Taten geheim zu halten

Harvey Weinstein

Vor einigen Wochen flog alles auf: Harvey Weinstein hat in seiner Karriere dutzende Frauen sexuell belästigt, einige von ihnen sogar vergewaltigt. Nachdem die Vorwürfe gegen ihn auf den Tisch kamen, wurde auch klar, dass dies in Hollywood ein offenes Geheimnis war - aber niemand äußerte sich dazu, es gab kaum Beweise dafür. Wie konnte all das über Jahre vertuscht werden?

Harvey Weinsteins widerliche Vertuschungsstrategie

Fakt ist: Weinstein kaufte sich das Schweigen der Frauen. Das berichtete unter anderem sein Opfer Rose McGowan. Eine Millionen Dollar soll er ihr angeboten haben. Doch damit nicht genug. Wie die "The New Yorker" nun berichtet, heuerte der 65-Jährige sogar Geheimdienstmitarbeiter an. Unter denen, die dafür gesorgt haben, das schmutzige Geheimnis zu bewahren, sollen ehemalige Agenten vom Mossad und anderen israelischen Geheimdiensten gewesen sein. Ein Jahr lang sollen die Spione Informationen über das Leben und Sexualverhalten seiner Opfer gesammelt haben. Hätten sie geplaudert, hätten sie damit in der Öffentlichkeit diskreditiert werden können.

Spione wurden auf die Opfer angesetzt

Sogar psychologische Gutachten habe Weinstein über die Frauen erstellen lassen. Diese hätten vor Gericht als Beweis zugelassen werden können und den Filmmogul als unschuldig dastehen lassen. Auf Rose McGowan habe er sogar extra Leute angesetzt, die herausfinden sollten, ob die heute 44-Jährige plane, zur Polizei zu gehen. Fünf Treffen habe es zwischen dem einstigen "Charmed"-Star und einer Agentin, die sich als Frauenrechtlerin getarnt haben sollen, gegeben. Dieselbe Dame soll sich auch mit Journalisten getroffen haben. Angeblich bot sie den Redakteuren eine Geschichte über Weinstein an, sollte aber in Wahrheit auskundschaften, ob diese gefährliche Informationen über ihn besäßen. 

"Es war ein Fehler"

Die Agentin soll Mitarbeiterin des Geheimdienstes "Black Cube" sein. Als Beweis liegen Verträge zwischen Weinsteins Anwalt David Boies, 76, und "Black Cube" vor. Darin ist offenbar vereinbart worden, dass Spione Infos liefern sollen, um eine Veröffentlichung der ganzen widerwärtigen Geschichte zu unterbinden. Mittlerweile beteuert Boies, dass diese Vorgehensweise "ein Fehler" gewesen sei. 

Unsere Video-Empfehlung 

Jennifer Lawrence

Produzenten zwangen sie zu Radikaldiäten

Jennifer Lawrence: Produzenten zwangen sie zu Radikaldiäten
©Gala


Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche