Harvey Weinstein: Muss er für Jahrzehnte hinter Gitter?

Am Montag beginnt der Prozess gegen den gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein. Er steht unter anderem wegen Vergewaltigung vor Gericht.

Harvey Weinstein (m.) muss sich vor Gericht verantworten

Der Fall Weinstein war im Oktober 2017 der Auslöser für die weltweite #MeToo-Bewegung. Tausende Frauen berichteten unter dem Hashtag in den sozialen Medien von sexuellen Übergriffen gegen sie. Dem ehemaligen Filmmogul selbst werfen mehr als 80 Frauen ein entsprechendes Fehlverhalten vor. Am Montag beginnt nun der Prozess gegen Harvey Weinstein (67).

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen die Anschuldigungen zweier Frauen. Weinstein soll eine der Frauen im Jahr 2013 in einem New Yorker Hotel vergewaltigt haben, die andere sei von ihm 2006 zum Oralsex gezwungen worden. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen ihm laut "CNN" mehrere Jahrzehnte im Gefängnis.

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"Ein bisschen Gerechtigkeit"

Die Rechtsanwältin Tina Tchen bestätigt im Gespräch mit dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter", dass die Courage der vielen betroffenen Frauen im Fall Weinstein auch die Gründung der Organisation "Time's Up" stark beeinflusst habe, die unter anderem Opfern sexueller Gewalt zur Seite steht, die sich eine juristische Auseinandersetzung nicht leisten könnten. "Wir könnten diesen historischen Moment nicht ohne die Courage und die Überzeugung dieser Überlebenden, die alles riskiert haben, miterleben", erklärt Tchen. "Wir hoffen, dass die Überlebenden ein bisschen Gerechtigkeit erfahren, wenn nun dieser Prozess beginnt." Mehrere mutmaßliche Opfer Weinsteins haben angekündigt, dem Prozess beiwohnen zu wollen.

Noch vor Prozessbeginn versucht Weinstein, sich offenbar möglichst geläutert zu zeigen. Per E-Mail habe er nun gegenüber "CNN" unter anderem erklärt: "Die vergangenen zwei Jahre waren zermürbend und haben mir eine großartige Gelegenheit zur Selbstreflexion gegeben." Er befinde sich seit Oktober 2017 in Behandlung und habe sich unter anderem an Mediation versucht. Dabei habe er angeblich gelernt, seinen "Kontrollzwang" in den Griff zu bekommen. Auf die Frage, ob er Empathie für seine Ankläger verspüre, wolle er auf Anraten seiner Anwälte jedoch nicht antworten.

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