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Harvey Weinstein Gericht lehnt Berufung ab

Harvey Weinstein bleibt im Gefängnis.
Harvey Weinstein bleibt im Gefängnis.
© imago/MediaPunch
Harvey Weinstein ist mit einer Berufung in New York gescheitert. In Kalifornien muss er sich erneut vor Gericht verantworten.

Ein New Yorker Berufungsgericht hat die Verurteilung von Harvey Weinstein (70) wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe am Donnerstag (2. Juni) bestätigt. Das berichtet unter anderem das US-Branchenportal "Variety". Die Einwände des juristischen Teams des ehemaligen Filmproduzenten, dass der Richter ihn in dem Prozess benachteiligt habe, indem er Frauen erlaubt habe, über Anschuldigungen auszusagen, die nicht Teil des Strafverfahrens waren, wurden demnach zurückgewiesen.

In einer einstimmigen Entscheidung stellte ein aus fünf Richtern bestehendes Berufungsgremium dem Bericht zufolge fest, dass der Richter keine Fehler gemacht habe, die eine Aufhebung der Verurteilung oder der 23-jährigen Haftstrafe rechtfertigen würden. "Wir weisen die Argumente des Angeklagten zurück und bestätigen die Verurteilung in jeder Hinsicht", heißt es laut "Variety" in einem Statement des Gerichts.

Weiterer Prozess in Kalifornien

Ein Sprecher von Weinstein wird nach der gescheiterten Berufung mit den Worten zitiert: "Wir sind enttäuscht, aber nicht überrascht." Das juristische Team des ehemaligen Filmproduzenten will demnach weitere Optionen prüfen. Weinstein wurde im Februar 2020 in New York verurteilt. Derzeit befindet er sich in einem Gefängnis in Kalifornien, wo er auf einen weiteren Prozess wartet. Auch hier werden ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 140 Jahren. Weinstein bestreitet die Vorwürfe. Wann der Prozess beginnen wird, will das Gericht demnächst verkünden.

Bereits seit Herbst 2017 wurden dem Ex-Hollywood-Produzenten zahlreiche sexuelle Vergehen vorgeworfen. Berichte, die damals in der "New York Times" und dem "New Yorker" veröffentlicht wurden und Weinsteins Verhalten detailliert beschrieben, trugen dazu bei, die #MeToo-Bewegung auszulösen.

SpotOnNews

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