Harvey Weinstein: Jury spricht Filmproduzenten schuldig

Der Vergewaltigungsprozess um Harvey Weinstein ist beendet. Die Befragung der Entlastungszeugen ist abgeschlossen, die Jury hat ihr Urteil im Februar gefällt. Jetzt wurde das Strafmaß bekannt: 23 Jahre muss Weinstein in Haft.

Harvey Weinstein

Harvey Weinstein, 67, hat sich der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung strafbar gemacht. Das entschied die Jury in New York am Montag (24. Februar). Angeklagt war der Filmmogul zudem wegen ""predatory sexual assault", was übersetzt so viel heißt wie "raubtierhaftes" Verhaltensmuster gegenüber Frauen. Diesen Tatbestand konnte die Jury dem 67-Jährigen allerdings nicht nachweisen, so schreibt "Süddeutsche Zeitung". Jetzt wurde das Strafmaß in New York bekannt gegeben: Richter James Burke verurteilt den Filmproduzenten zu 23 Jahren Haft.

Harvey Weinstein ist schuldig

Sieben Männer und fünf Frauen gehören zur Jury, die das Urteil gegen Harvey Weinstein im Februar gefällt hat. Im Verfahren ging es hauptsächlich um zwei Fälle. Eine ehemalige Produktionsassistentin der Weinstein Company wirft dem Produzenten vor, dass er sie 2006 in seinem Appartement  zum Oralverkehr gezwungen habe. Außerdem soll Weinstein 2013 eine weitere Dame in einem Hotel vergewaltigt haben.

Plädoyers und Beratungen

Der Prozess, der Ende Januar begonnen hat, findet damit ein Ende. Das Urteil wird bereits jetzt als Meilenstein der #MeToo-Bewegung bezeichnet. Dem ehemaligen Filmmogul werfen seit 2017 zwar mehr als 80 Opfer sexuelle Übergriffe vor. Nach der Verurteilung kam Weinstein zunächst aus gesundheitlichen Gründen in ein Krankenhaus, später dann in das Gefängnis "Rikers Island" in New York. Nun soll er in einem Gefängnis im Bundesstaat New York untergebracht werden, wie "Spiegel" berichtet. 23 Jahre wird er dort absitzen müssen.

Verwendete Quelle: SZ, Spiegel

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