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Harvey Weinstein Ex-Assistentin Zelda Perkins packt aus

Harvy Weinstein
Harvy Weinstein
© Getty Images
Ganz Hollywood ist von den Sexskandalen um Harvey Weinstein erschüttert. Jetzt spricht eine einstige enge Mitarbeiterin darüber

Zelda Perkins hat 19 Jahr lang geschwiegen. In einem Fernsehinterview berichtete sie nun erstmals darüber, wie es war, für Harvey Weinstein zu arbeiten. Wusste sie von seinen widerlichen Machenschaften?

Zelda Perkins äußert sich erstmals

Zelda war 24 Jahre alt, als sie begann, als Harvey Weinsteins persönliche Assistentin bei Miramax Films zu arbeiten. Heute nennt sie ihn ein "widerwärtiges Monster".1998 schied sie aus dem Unternehmen aus, nachdem ein Kollege den heute 65-Jährigen der Vergewaltigung beschuldigte. Doch ihre Kündigung blieb nicht ohne Folgen: Zelda musste eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben, bekam dafür etwa 141.000 Euro.

"Die letzten 19 Jahre waren schrecklich. Ich durfte nichts sagen, ich durfte nicht ich selbst sein",

sagte sie in "Newsnight" auf BBC

Keine Chance gegen Harvey Weinstein

All das sei nicht nur qualvoll für sie, sondern auch für die vielen Frauen, die nicht über ihre eigene Vergangenheit verfügen und reden durften: "Auch wenn es legal war, es war unmoralisch." Zelda Perkins selbst wurde nie von Weinstein körperlich belästigt. Doch er habe sie emotional und psychisch bedroht, erklärte sie. 

"Sie werden dich und deine Familie zerstören"

Als eine Kollegin Zelda berichtete, dass der Filmmogul versucht habe, sie zu vergewaltigen, versuchte sie, diese zu beruhigen: "Sie zitterte und war geschockt. Sie wollte nicht, dass jemand davon erfährt und hatte furchtbare Angst vor den Konsequenzen." Zelda konfrontierte ihren damaligen Chef mit den schrecklichen Vorwürfen. Die beiden Frauen beschlossen, rechtliche Schritte einzuleiten. Ihre Anwälte aber sagten ihnen deutlich, dass sie nur eine geringe Chancen auf Erfolg haben werden. "Sie sagten 'Sie werden dich rückwärts, vorwärts und seitwärts durch die Gerichte ziehen. Dich und deine Familie, deine Freunde und jeden, der irgendetwas mit dir zu tun hat."

"Du hast keine Chance. Sie werden dich zerstören'",

so Perkins weiter.

Es ging nur um Macht

"Für ihn gab es kein 'Nein'", fuhr Zelda in dem Interview fort. Daher könne sie auch verstehen, dass all die Frauen, die sich jetzt melden, jahrelang geschwiegen haben und Weinstein in seinem Hotelzimmer besuchten: "Es ist nicht so einfach. Jeder ging dahin. Dort machte er Geschäfte. Wenn man das nicht akzeptierte, wurde Harvey sehr wütend und sprach Drohungen aus." Perkins glaube jedoch nicht, dass Weinstein ein Sexsüchtiger sei: "Er ist ein Machtsüchtiger. Es geht um Dominanz." Er habe Männer gequält genau wie Frauen, habe gewollt, dass alle nach seiner Nase tanzen. "Das war es, was ihn antrieb. Seine allumfassende Gier nach Macht", schloss Zelda Perkins.

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