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Harvey Weinstein Er wird erneut angeklagt

Harvey Weinstein muss sich in Großbritannien einer Klage stellen.
Harvey Weinstein muss sich in Großbritannien einer Klage stellen.
© lev radin/Shutterstock.com
Harvey Weinstein wurde erneut angeklagt. In Großbritannien wird ihm sexueller Übergriff in zwei Fällen vorgeworfen.

Harvey Weinstein (70) sieht sich erneut mit einer Klage konfrontiert, dieses Mal in Großbritannien. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung auf der offiziellen Homepage der Strafverfolgungsbehörde Crown Prosecution Service (CPS) von Mittwoch (8. Juni) hervor. Demnach habe die CPS der Polizei die Erlaubnis erteilt, Weinstein wegen sexuellen Übergriffs in zwei Fällen anzuklagen. Die Anklagepunkte seien genehmigt worden, nachdem man die von der Metropolitan Police bei ihren Ermittlungen gesammelten Beweise überprüft habe. Die Vorfälle mit einer Frau sollen sich 1996 ereignet haben.

Laut Mitteilung der Metropolitan Police sollen die zwei mutmaßlichen Übergriffe zwischen 31. Juli und 31. August 1996 in London passiert sein. Die Frau soll heute um die 50 Jahre alt sein. Wie "Variety" berichtet, ist noch unklar, ob Weinstein nach Großbritannien reisen wird, um sich der Anklage vor Gericht zu stellen.

Zu 23 Jahren Haft verurteilt

Weinstein wurde im Februar 2020 in New York zu 23 Jahren Haft verurteilt. Ein New Yorker Berufungsgericht hatte am 2. Juni die Verurteilung wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe bestätigt. Derzeit befindet er sich in einem Gefängnis in Kalifornien, wo er auf einen weiteren Prozess wartet. Auch hier werden ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 140 Jahren. Weinstein bestreitet die Vorwürfe. Wann der Prozess beginnen wird, will das Gericht demnächst verkünden.

Bereits seit Herbst 2017 wurden dem Ex-Hollywood-Produzenten zahlreiche sexuelle Vergehen vorgeworfen. Berichte, die damals in der "New York Times" und dem "New Yorker" veröffentlicht wurden und Weinsteins Verhalten detailliert beschrieben, trugen dazu bei, die #MeToo-Bewegung auszulösen.

SpotOnNews

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