Harvey Weinstein: 25-Millionen-Dollar Deal erzielt

Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein einigt sich mit zahlreichen Frauen, die ihm sexuelle Gewalt vorwerfen, auf einen Vergleich. Nach Zahlung von 25 Millionen US-Dollar verzichten diese auf Klagen.

Harvey Weinstein 

Der gefallene US-Filmmogul Harvey Weinstein, 67, hat vor Gericht offenbar einen für ihn riesigen Erfolg verbucht. Wie die "New York Times" unter Berufung auf beteiligte Anwälte berichtet, einigte er sich mit rund 30 Frauen auf einen Vergleich. Der Deal sieht vor, dass Weinstein rund 25 Millionen Dollar Entschädigung unter den Frauen verteilt, die ihm vorwerfen, von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Damit wären fast alle zivilrechtlichen Klagen gegen ihn vom Tisch.

Harvey Weinstein

Er erscheint mit Gehhilfe vor Gericht

Harvey Weinstein beim Betreten des Gerichts in Manhattan

Harvey Weinstein: Er muss sich bei dem Deal nicht entschuldigen

Noch fehle allerdings die endgültige Zustimmung der Gegnerseite, auch das Gericht muss noch sein Okay für diesen Vergleich geben. Dies gilt laut US-Medien jedoch als reine Formsache. Teil des Deals sei außerdem, dass die Zahlung der Summe kein Schuldeingeständnis Weinsteins impliziere. Auch entschuldigen müsse er sich bei den Opfern nicht. Aus privater Tasche Weinsteins stammen die Zahlungen im Übrigen nicht: Die Summe würde über Versicherungen seines insolventen Filmstudios beglichen.

Er beteuert seine Unschuld 

Für das ebenfalls laufende Strafrechtsverfahren hat dieser Deal keinerlei Auswirkungen. Am 6. Januar 2020 soll die Hauptverhandlung gegen Weinstein in New York City starten. Dort werden konkret nur zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013 behandelt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Handlungen. Weinstein selbst beteuert hingegen, dass die sexuellen Kontakte waren und es zu keinerlei Übergriffen von ihm gekommen sei.

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