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Harry Styles Bei diesem Mann ist alles anders

Harry Styles
© Kevin Mazur/The Recording Academy / Getty Images
Er hätte einfach ein hübscher Kerl in einer Boyband bleiben können. Doch das war Harry Styles zu wenig. Heute ist er ein Megastar und ein Vorbild.

Alles begann mit Barney, der Kirchenmaus. "Ich erinnere mich, wie ich in der ersten Klasse bei einer Theateraufführung diese Maus spielte", sagt Harry Styles, 28. "Ich trug für die Rolle Strumpf­hosen – und merkte, wie sehr mir das gefiel." Auch zu Hause sei er immer gern in unterschiedliche Kostüme geschlüpft, die meisten machte seine Mutter selbst – oder er zog gleich die Klamotten der Mama an.

Harry Styles bricht vermeintliche Grenzen auf 

Heute ist Harry Styles längst zur Stil­-Ikone geworden. Er trägt, worauf er Lust hat, brachte eine genderneutrale Beauty­-Linie heraus, liebt Perlenketten, la­ckiert sich die Nägel oder streift sich ein Tutu über. Verkleidet sieht er dabei nie aus – im Gegenteil: Ein lässiger junger Mann, der die Geschlechter­grenzen wie selbstverständlich abge­legt hat, als hätte es sie nie gegeben. "Wenn man in seinem Leben Barrieren errichtet, schränkt man sich nur selbst ein", findet er.

Er verzaubert selbst Stars wie Robbie Williams

Schon als Teil der Boygroup One Direction, mit der Harry 2010 als 16­-Jähriger in der Castingshow "The X Factor" entdeckt wurde und zum inter­nationalen Teenie­-Schwarm avancier­te, fiel er dadurch auf, dass er anders war. Auf Fragen wie: "Auf welche drei Dinge achtest du bei einem Date?", hätte er plump mit "Brust, Beine, Po" antworten können. Doch Harry sagte: "Augen. Stimme. Charakter." Wow!

"Harry hat die Welt verzaubert, weil er Harry ist", sagt Robbie Williams, 48, selbst ehemaliger Boygroup-­Star, an­erkennend. Und Harrys großes Idol Mick Jagger, 78, attestiert ihm: "Er sieht nicht nur toll aus und kann gut singen, er ist ein großartiger Junge."

Der Sänger überzeugt mit seiner Energie

One Direction, die erfolgreichste britische Boyband seit den Beatles, verkaufte in fünf Jahren rund 50 Mil­lionen Alben. 2015 jedoch brauchten die Jungs eine Auszeit vom Erfolgsle­ben auf der Überholspur. Aus der Auszeit wurde eine Trennung. Harry allerdings gelang 2017 ein fulminanter Start seiner Solo-Karriere – als Sänger und auch als Schauspieler. Star-Regisseur Christopher Nolan, 51, besetzte ihn für sein Weltkriegsdrama "Dunkirk". Am Set überzeugte Harry alle mit seiner Disziplin und freundlichen Art: "Er hat eine ganz besondere Energie", so Nolan. "Ihm scheint alles leicht zu fallen."

Bei aller Leichtigkeit, mit der er sich durchs Leben bewegt, ist er doch auch tiefgründig. Auf seinem Album "Fine Line" etwa reflektiert er, was ihm Erfolg wirklich bedeutet. "Wenn du das tust, was dich glücklich macht, kann niemand dir sagen, du wärst nicht erfolgreich", so Harry. Der Song "Watermelon Sugar" wird 2018 zum absoluten Sommerhit. Harry: "Er ist wie ich: fröhlich und frei."

Das ist das Geheimnis für Harrys Positivität

Woher kommt es, dass Harry Styles so eine positive Ausstrahlung hat? Er sagt, das liegt daran, dass er zweimal täglich meditiert. "So bleibe ich präsent und kann das Leben genießen."

Den Moment auskosten und ernst nehmen – auch in der Liebe, diese Fähigkeit begeistert auch seine Freundin Olivia Wilde, 38. Die Schauspielerin und Mutter von zwei Kindern sagt: "Ich bin heute glücklicher, als ich es je gewesen bin."

Olivia Wilde und Harry Styles
© Neil Mockford/GC Images / Getty Images

Sein Lebensmotto: Begegne den Menschen freundlich. So heißt auch einer seiner Songs, und so gibt er sich auch bei Auftritten und in den sozialen Medien. "Ich glaube an Karma, daran, dass alles zu dir zurückkommt. Wir brauchen mehr Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen und Geduld mit den Menschen. Wir sollten besser zuhören und bereit sein zu wachsen", sagt Styles und klingt weise wie 82, nicht wie 28.

Worte, die seine Fans begeistert aufsaugen. Harry Styles hat was zu sagen, ohne dass er missionarisch wirkt. Ein neuer Typ Mann, ein Freigeist, der sich nicht vereinnahmen lässt von Trends oder Vorgaben des Musikmanagements. Deshalb lieben ihn nicht nur Teenies – Mädchen wie Jungs übrigens –, sondern auch Erwachsene. Für seine Deutschland-Tour in diesem Sommer sind alle Konzerte ausverkauft. Denn gute Musik macht er schließlich auch.

Gala


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