Hannelore Elsner (†): In diesen Rollen werden wir sie noch sehen

Bis kurz vor ihrem Tod stand Hannelore Elsner vor der Kamera - und wird daher noch in einigen Filmen zu sehen sein. Eine kurze Übersicht

Hannelore Elsner (†)

Der plötzliche Tod der Leinwand- und TV-Legende Hannelore Elsner hat ihre Fans und Kollegen tief getroffen. Die Charakterdarstellerin war am Ostersonntag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren friedlich eingeschlafen. Insgesamt hatte Elsner im Lauf ihrer Karriere in über 200 Filmen mitgewirkt. Bis kurz vor ihrem Tod stand die Schauspielerin noch vor der Kamera. Auf diese Filme können sich die Zuschauer noch freuen.

"Club der einsamen Herzen"

So etwa der ARD-Fernsehfilm "Club der einsamen Herzen", der am 8. Juni ausgestrahlt wird. An der Seite von Uschi Glas (75, "Fack ju Göhte 3") und Jutta Speidel (65, "Mit Burnout durch den Wald") spielt Hannelore Elsner eine von drei Freundinnen, die sich nach Jahrzehnten wiedersehen. Zu dritt wollen sie ihren alten Plan, ein Tanz-Café zu eröffnen, wieder in Angriff nehmen.

Elsner verkörpert in dem Film die exzentrische Kiki, die das Trio einst für ihre Musikkarriere sitzen ließ. Der Sender beschreibt den Film als "unterhaltsame Best-Ager-Komödie, die ihre Hauptdarstellerinnen in den Mittelpunkt rückt". Regie führte Christine Hartmann (51, "Ein Schnupfen hätte auch gereicht"), aus deren Feder auch das Drehbuch stammt.

"Berlin, I Love You"

Bereits kurz darauf dürfen wir Hannelore Elsner nochmals auf der großen Leinwand sehen, als Madame Rose in der Liebeskomödie "Berlin, I Love You". Dabei handelt es sich, wie schon bei den Vorgängern "Paris, je t'aime" und "New York, I Love you", um einen Episodenfilm aus der "Cities of Love"-Serie, bei dem unter anderem auch Til Schweiger (55, "Keinohrhasen") Regie geführt hat. In den USA kam der Film bereits im Februar in die Kinos, in Deutschland ist der Kinostart am 13. Juni.

Hannelore Elsner (†76)

Ihr bewegtes Leben in Bildern

Hannelore Elsner wird am 26. Juli 1942 in Burghausen geboren. Schon früh muss die Autorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin schwere Schicksalsschläge einstecken. Im Alter von acht Jahren verliert sie ihren Vater. Während des Krieges verliert sie ihren zwei Jahren älteren Bruder. Der fünfjährige kommt bei einem Tieffliegerangriff ums Leben. 
Die Münchenerin schließt im Jahre 1962 ihre Schauspielausbildung mit einem Diplom ab. Danach startet sie ihre Schauspielkarriere auf Theaterbühnen in München und Berlin. Im Alter von 17 Jahren steht sie das erste Mal für "Freddy unter fremden Sternen“ vor der Kamera. 
Die Schauspiel-Ikone hat mit dem Regisseur Dieter Wedel einen gemeinsamen Sohn Dominik. 
Hannelore Elsner ist von 1964 bis 1966 mit dem Schauspieler Gerd Vespermann verheiratet. Von 1973 bis 1981 ist sie mit dem Regisseur Alf Brustellin liiert. Ihre zweite Ehe geht sie 1993 mit dem Theaterdramaturgen Uwe B. Carstensen ein. Im Jahre 2000 lässt sich das Ehepaar scheiden. 

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"Tatort: Die Guten und die Bösen"

Eine von Elsners bekanntesten Rollen dürfte die Frankfurter Fernsehkommissarin Lea Sommer in der ARD-Krimiserie "Die Kommissarin" sein. Zwischen 1994 und 2006 ermittelte Elsner in 66 Folgen und erschuf mit ihrer Arbeit den Prototypen der weiblichen Kommissarin im deutschen Fernsehen.

So ist dann auch eine der letzten Rollen, für die Elsner vor der Kamera stand, die einer Kommissarin. Für den Frankfurt-"Tatort", "Die Guten und die Bösen", stand sie vom 5. März bis zum 3. April dieses Jahres vor der Kamera. Der Hessische Rundfunk bestätigte spot on news auf Anfrage, dass Elsner ihre Rolle komplett abgedreht hat. Wenige Wochen später, am 21. April, starb Elsner. Als Sendetermin für den "Tatort" ist derzeit der 19. April 2020 geplant.

"Lang lebe die Königin"

Konnte Elsner ihre Arbeiten an der "Tatort"-Folge noch beenden, sieht es mit der BR-Produktion "Lang lebe die Königin" offenbar anders aus. Die Schauspielerin hatte in dem Film die Rolle der hartherzigen Mutter Rose übernommen, die ihrer Tochter Nina (Marlene Morreis, 42) die Anerkennung für ihre Leistungen versagt. Ein Krebserkrankung stellt die schwierige Beziehung zwischen den beiden dann auf eine harte Probe.

Die Dreharbeiten zu dem Film hatten erst im März im Raum München begonnen und sind laut BR noch nicht ganz abgeschlossen. Ein Sprecher des Senders sagte spot on news auf Anfrage, man könne derzeit keine Aussage darüber machen, wie es mit dem Film weiter geht.

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