Hannelore Elsner (†): Auch in ihrem letzten Film stirbt sie an Krebs

Hannelore Elsner konnte ihre letzte Schauspiel-Produktion "Lang lebe die Königin" nicht beenden. Auch in ihrer Rolle stirbt sie den Krebs-Tod

Hannelore Elsner

Nicht nur emotional nimmt der plötzliche Tod von Hannelore Elsner viele Kollegen aus der Filmbranche mit, auch produktionstechnisch hat dieser gravierende Auswirkungen. Die Schauspiel-Ikone konnte ihr aktuelles Projekt, die BR-Produktion "Lang lebe die Königin", nicht beenden.

Hannelore Elsner konnte ihren letzten Film nicht beenden

Die Hauptdarsteller von "Lang lebe die Königin" Marlene Morreis, Hannelore Elsner und Günther Maria Halmer


 Elsner hatte in dem Film die Rolle der hartherzigen Mutter Rose übernommen, die ihrer Tochter Nina (Marlene Morreis, 42) die Anerkennung für ihre Leistungen versagt. Schließlich erkrankt Rose an Krebs und benötigt eine Spenderniere, verliert am Ende aber den Kampf gegen die Krankheit - ähnlich wie Hannelore Elsner, die ebenfalls an den Folgen ihrer Krebserkrankung starb.

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©Gala

Als die Schauspielerin ins Krankenhaus kam, wurden die Dreharbeiten zu "Lang lebe die Königin", die erst im März im Raum München begonnen hatten, unterbrochen.


Einprägsame Sterbe-Szene

Laut Informationen von "Bild" soll die Sterbe-Szene bereits abgedreht sein, einige weitere vorgesehene Szenen mit Hannelore standen aber noch aus. Schauspielkollege Florian Brückner, 35, erzählt dem Blatt: "Ich habe kürzlich noch die Szene gedreht, in der Frau Elsner im Sarg liegt. Ich wusste nichts von ihrer Erkrankung. Frau Elsner hat den Part hoch konzentriert gespielt. Alles war so real, sie lag im Sarg wie eine Puppe. Sie hat mit ihrer Aura diese Szene bestimmt. Das war für mich einer der einprägsamsten Tage beim Dreh."

Und weiter: "Der Zeitpunkt, dass sie den Film noch machen konnte und dann noch der Titel, haben sich bei mir eingebrannt. Chapeau, dass Frau Elsner mit dieser Erkrankung noch so professionell geblieben ist und den Film gestemmt hat."

Wie geht es weiter?

Wie es nun mit dem restlichen Film weitergeht, steht noch nicht fest. Auf Anfrage von GALA heißt es in einem Statement des BR: "In Hannelore Elsner haben wir eine einzigartige Schauspielerin verloren. Wir sind tief betroffen und mit unseren Gedanken ganz bei ihrer Familie. Die Dreharbeiten zum genannten Film sind nicht ganz abgeschlossen. Wir bitten um Verständnis, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage darüber machen können, wie es mit dem Film weiter geht." 

Hannelore Elsner (†76)

Ihr bewegtes Leben in Bildern

Hannelore Elsner wird am 26. Juli 1942 in Burghausen geboren. Schon früh muss die Autorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin schwere Schicksalsschläge einstecken. Im Alter von acht Jahren verliert sie ihren Vater. Während des Krieges verliert sie ihren zwei Jahren älteren Bruder. Der fünfjährige kommt bei einem Tieffliegerangriff ums Leben. 
Die Münchenerin schließt im Jahre 1962 ihre Schauspielausbildung mit einem Diplom ab. Danach startet sie ihre Schauspielkarriere auf Theaterbühnen in München und Berlin. Im Alter von 17 Jahren steht sie das erste Mal für "Freddy unter fremden Sternen“ vor der Kamera. 
Die Schauspiel-Ikone hat mit dem Regisseur Dieter Wedel einen gemeinsamen Sohn Dominik. 
Hannelore Elsner ist von 1964 bis 1966 mit dem Schauspieler Gerd Vespermann verheiratet. Von 1973 bis 1981 ist sie mit dem Regisseur Alf Brustellin liiert. Ihre zweite Ehe geht sie 1993 mit dem Theaterdramaturgen Uwe B. Carstensen ein. Im Jahre 2000 lässt sich das Ehepaar scheiden. 

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Verwendete Quellen: bild.de, br.de

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