Oscar-Preisträgerin Halle Berry: Warum sie in Hollywood unten durch ist

Halle Berry war 2002 die erste dunkelhäutige Schauspielerin, die einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann. Doch danach schien es nur noch abwärts zu gehen

Das Leben von Halle Berry, 52, steht exemplarisch für den Amerikanischen Traum. 1992 feierte die Schauspielerin ihr Kino-Debüt in "Jungle Fever" und avanciert daraufhin zu einem der gefragtesten Gesichter in Hollywood. Was viele nicht wissen: Nur zwei Jahre zuvor lebte Halle noch in einer Obdachlosenunterkunft in New York. Doch dem raketenhaften Aufstieg der heute 52-Jährigen, die 2002 als erste dunkelhäutige Schauspielerin einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, folgte ein tiefer Fall. Ein Fall, der bis heute andauert. Denn unter Filmschaffenden scheint sie immer mehr zu einer Aussätzigen zu mutieren. 

Halle Berry: So steht es heute um ihre Schauspielkarriere

"Dieser Moment ist überwältigend", erklärte Halle 2002 in ihrer Oscar-Rede. Ihre Rolle im Drama "Monster's Ball" – ein wahrer Ritterschlag. Nicht nur für sie persönlich, wie sie selbst klarstellte: "Die Auszeichnung ist für jede namenlose, gesichtslose, schwarze Frau, die jetzt eine Chance auf Arbeit hat." Es wirkte, wie der Anfang von etwas ganz Großem. Wäre da nicht eine Produktion gewesen, die Halles filmisches Schicksal allem Anschein nach besiegelt hat.

Ihre Filme wurden von den Kritikern zerrissen

Halle kehrte 2003 mit dem Horror-Streifen "Gothika" in die Kinos zurück. Obwohl finanziell erfolgreich, wurde der Film von Kritikern zerrissen. Ein Dämpfer für sie, von dem sie sich offensichtlich bis heute nicht erholen konnte. "Ich hatte während der Produktion immer wieder Albträume", verriet die Schauspielerin mal in einem Interview. Ob es an der Geschichte des Kino-Films lag oder ob sie ahnte, was auf sie zukommen würde, sei dahingestellt. 

Mega-Flop mit "Catwoman"

Drei Jahre später verwandelte sich die 52-Jährige in "Catwoman". Doch auch als Superheldin überzeugte sie nicht. Ein Desaster, dessen Echo immer noch durch die Hallen der Traumfabrik schallt. Als "Wonder Woman"-Regisseurin Patty Jenkins 2016 in einem Interview darauf angesprochen wird, warum es so lange gedauert hat, bis ihr Girl-Power-Film in die Kinos kam, führte sie das unter anderem auf den Misserfolg von "Catwoman" zurück. Halle bekam für diese Rolle übrigens eine "Goldene Himbeere" und teilte bei deren Verleihung gegen die Produktionsfirma aus: "Danke, dass ihr mich für diesen Sch***-Film gecastet habt. Danke an den gesamten Cast für dessen schlechte Performance." Auch in den kommenden 16 Jahren sollten die großen Erfolge ausbleiben.

Halle Berrys Ex-Mann Olivier Martinez

Steht Halle Berry ihr Privatleben im Weg?

Ist der Ruf erst ruiniert … Privat sorgte Halle immer wieder für Skandale. Nach der Trennung von Ehemann und Baseballstar David Justice, 52, sprach sie öffentlich darüber, dass sie über Selbstmord nachdenke. Die vierjährige Ehe mit Musiker Eric Benét, 52, machte Schlagzeilen, weil er anschließend eine Therapie wegen einer vermeintlichen Sexsucht machen musste. Halles Beziehung mit Model Gabriel Aubry, 42, endete in einem heftigen Sorgerechtsstreit, der sie bis heute 20.000 US-Dollar im Monat kostet. Mit Schauspieler Olivier Martinez, 53, war nur zwei Jahre nach der Hochzeit 2016 wieder Schluss.  

Es sind Umstände wie diese, die Filmproduzenten und Regisseure womöglich dazu veranlassen, lieber die Finger von der 52-Jährigen zu lassen. Im "Daily Beast"-Artikel "Make Halle Berry Great Again" heißt es, die Schauspielerin könne eine neue Heimat im Low-Budget- und B-Movie-Bereich finden. Doch ist das einer Oscar-Gewinnerin würdig?

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Verwendete Quellen: Nicki Swift, CNN, Coming Soon, Daily Beast

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