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Halle Berry Und wo bleibt Nahla?

Der Sorgerechtsstreit zwischen Halle Berry und Gabriel Aubry eskaliert - und ihre Tochter leidet zusehends unter dem Gezerre. Wann kommen die Eltern endlich zur Vernunft?
Mummy-Time: Hier holt Halle Berry, 45, die knapp vierjährige Nahla aus dem Kindergarten in West Hollywood ab. Und wieder sieht d
Mummy-Time: Hier holt Halle Berry, 45, die knapp vierjährige Nahla aus dem Kindergarten in West Hollywood ab. Und wieder sieht die Kleine nicht glücklich aus.
© Splashnews.com

Zu ihrem 4. Geburtstag am 18. März hat Nahla viele Wünsche,

aber einen richtig großen: Sie will mit Mom und mit Dad zusammen feiern. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, selbst für Trennungskinder. Geht es aber nach ihrer Mutter Halle Berry, 45, dürfte Nahla ihren Vater Gabriel Aubry, 35, nie mehr sehen. Dieser Tage entscheidet ein Familiengericht in Sachen Berry gegen Aubry. Nur kurz gelang es dem unverheirateten Paar nach der Trennung im April 2010, den Alltag mit formlosen Absprachen zu organisieren. Schon Ende des Jahres wurde der Ton rau: Aubry forderte vor Gericht die offizielle Anerkennung der Vaterschaft und das geteilte Sorgerecht. Offenbar als Reaktion darauf, dass Berry mit ihrem neuen Lover Olivier Martinez und Nahla im Schlepptau wochenlang zu Dreharbeiten im Ausland war. Berry ging auf Konfrontation: Sie mache sich "ernsthafte Sorgen" um Nahlas Wohl, wenn das Kind beim Daddy sei. Dass sie Aubry noch kurz zuvor als "fantastAubry

Das Gericht folgte nicht Aubrys Antrag, sondern sprach dem Ex-Paar im Juni 2011 das gemeinsame Sorgerecht zu. Ein Urteil, mit dem Halle Berry offenbar nicht leben will. "Sobald Gabriel sich nur fünf Minuten verspätet, wenn er Nahla zurückbringt, bekommt er von Halle etwas zu hören", heißt es aus seinem Umfeld. Halle Berry sei ein Kontrollfreak. Dazu passt, was sie vor Gericht erwirkte: Vater und Tochter dürfen sich nur noch in Begleitung einer Nanny sehen - die von Halle Berry engagiert wurde. Das Gericht wollte den Streitparteien ursprünglich wohl eine neutrale Instanz an die Seite stellen. Doch inzwischen versicherte die Nanny in einer eidesstattlichen Erklärung, Gabriel Aubry sei ihr gegenüber in Nahlas Gegenwart verbal ausfallend geworden, habe sie zudem geschubst, als sie die Kleine trug. Für das kalifornische Gericht, das den Verdacht auf Kindesgefährdung erfahrungsgemäß sehr ernst nimmt, war diese Aussage "zu spekulativ", um ein Kontaktverbot zu erlassen. Nun liegt der Fall beim Familiengericht.

Gabriel Aubry wird kontern: Angeblich will er Tonmitschnitte und Mails und vorlegen, die Halle Berrys Ausraster belegen. Tatsache ist: Nahla wirkt immer verängstigter. Das Mädchen sucht Halt, ist am liebsten auf dem Arm - von Mama, Papa oder Nanny. Zu sehen, dass das gemeinsame Kind und der/die Ex einander weiter lieben, ist immer schwer für Trennungseltern. "Man muss sich dann bewusst machen, dass das Kind ein Recht auf eine eigene Beziehung zum anderen Elternteil hat", sagt die Hamburger Psychologin Isabell Dandrel-Fischbach. Vielleicht würde Halle Berry auch die Lektüre von Bertolt Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" helfen. Die Botschaft: Die wahre Mutter zerrt nicht an ihrem geliebten Kind. Aufs Jahr 2012 übertragen könnte das heißen: Sie simst dem Ex - und lädt ihn zu Nahlas Geburtstag ein. Bettina Klee Mitarbeit: Andrea Schumacher, Anna-Barbara Tietz

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