Iris Mareike Steen im Interview: "Für Gerechtigkeit würde ich sehr weit gehen"

Iris Mareike Steen hat eine neue Aufgabe. Neben ihrer Tätigkeit als GZSZ-Darstellerin, ist sie nun auch Schirmherrin eines Kinderhospizdienst. Im Interview mit GALA erzählt sie von ihren Beweggründen

Iris Mareike Steen

Iris Mareike Steen, 27, will nicht mehr nur in ihrer Rolle der Lilly Seefeld aktiv sein, sondern sich auch privat für hilfsbedürftige Menschen einsetzen. Daher hat sich die Schauspielerin einer neuen Herausforderung angenommen: Sie ist nun Schirmherrin beim "Familienhafen", einem ambulanten Kinderhospizdienst in ihrer alten Heimat Hamburg.

Was Iris' Beweggründe waren, sich für diesen Schritt zu entscheiden und welche Erfahrungen sie bei ihrem Besuch im "Familienhafen" macht, erzählt sie uns im Interview. Und ganz nebenbei plaudern wir natürlich auch noch ein bisschen über ihre eineinhalb Jahre alte Ehe und den großen Wunsch nach eigenen Kindern.

Iris Mareike Steen mit Gala-Redakteurin Jolla

Gala: Iris, seit Dezember bist du Schirmherrin für den "Familienhafen", einen ambulanten Kinderhospizdienst in Hamburg. Wie kam es dazu?

Iris Mareike Steen: Ich wurde angefragt, ob ich Interesse hätte. Als ich mich damit auseinandergesetzt habe, habe ich festgestellt, dass für rein gar nichts dagegen spricht, SONDERN NUR sehr viel dafür. Und so habe ich sehr schnell entschieden, dass ich das machen will.

Wie wichtig ist es dir, dass du als Person des öffentlichen Lebens solche Organisationen unterstützt?

Sehr wichtig. Es war mir schon lange ein Anliegen, etwas im sozialen Bereich zu machen. Meiner Meinung nach wäre es eine weggeworfene Chance, wenn man so etwas als Person des öffentlichen Lebens nicht macht.

Hattest du Hemmungen, heute hierher zu kommen, weil du dann mit den Schicksalen der Kinder konfrontiert wirst?

Nein. Genau dafür bin ich ja heute hergekommen. Um die Menschen kennenzulernen und mir ihre Geschichten anzuhören. Wenn ich mit einer Vorsicht mir selbst gegenüber hierherkommen würde, dann wäre das der falsche Ansatz. Natürlich sollte man sich da aber auch nicht zu sehr reinstürzen und das mit nach Hause nehmen – obwohl, das passiert wahrscheinlich automatisch.

Also hattest du keine Berührungsängste?

Überhaupt nicht. Ich war sehr gespannt auf alles und positiv überrascht, wie offen die Familien mit mir geredet haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass mir das geschenkt wird. Ich wünsche mir, dass auch andere Menschen immer weniger Berührungsängste haben und dieses Thema kein Tabu mehr ist. Das sind normale Kinder und die wollen auch normal behandelt werden.

Bist du vorher schon mal in Berührung mit Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung gekommen?

Wir bekommen bei GZSZ regelmäßig Besuch von lebensverkürzt erkrankten Kindern und deren Familien. Da geht es nicht darum, sich groß auszutauschen, sondern einfach darum, eine gute Zeit zu haben, Bilder zu machen Autogramme zu geben und den Kindern einfach eine Freude zu machen.

Und privat?

Mein Vater ist früh gestorben. Aber ansonsten habe ich in der Hinsicht zum Glück noch nicht viel erlebt. Ich war in einem Integrationskindergarten und dort waren auch Kinder mit Behinderungen oder lebensverkürzenden Krankheiten. Das habe ich damals als Kind aber gar nicht richtig realisiert und das war auch gut so. Dadurch habe ich die kranken Kinder nicht anders behandelt als die gesunden. Das war ein ganz normaler Umgang.

Auch deine Rolle Lilly bei GZSZ tut viel für andere und hilft kranken Menschen – nicht nur als Ärztin, sondern auch als Aktivistin. Verbindet dich diese Eigenschaft mit deiner Rolle?

Ach, lustig, das habe ich noch gar nicht so gesehen. Aber ja, stimmt, da gibt es eine Parallele.

Lilly geht bis an die Schmerzgrenze, bzw. bis sie ihren Job verliert, wie weit würdest du gehen?

Es ist ja eine ganz andere Situation. Mein Job in der Öffentlichkeit schenkt mir die Möglichkeit, sich einzusetzen. Diese Möglichkeit hat Lilly nicht. Dafür ist sie sehr radikal. Ich bin grundsätzlich schon ein Mensch, der sich für Gerechtigkeit einsetzt. Wenn es Situationen gibt, in denen Ungerechtigkeit herrscht und ich mich einsetzen kann, dann würde ich schon sehr weit gehen. Aber nicht über sämtliche Grenzen hinaus.

Iris Mareike Steen mit ihrer GZSZ-Familie Felix van Deventer, Eva Mona Rodekirchen und Clemens Löhr

Was glaubst du, wie wird sich deine Rolle weiterentwickeln?

Ich finde immer alles spannend, was mit Action und großen Emotionen zu tun hat. Und ich gehe auch stark davon aus, dass genau das auf Lilly zukommt. Sie geht gerade in diese Richtung, die das vermuten lässt.

Eric Stehfest ist gerade bei GZSZ ausgestiegen. Wie ist es bei dir, wie lange siehst du dich noch in der Serie?

Ich finde immer, so lange es Spaß macht, sehe ich keinen Grund, so wie Erics Rolle Chris zu verschwinden (lacht). Ab dem Moment, in dem es mir keinen Spaß mehr macht, würde ich es lassen. Aber jetzt gerade macht mir der Job immer noch sehr viel Spaß.

Du bist seit eineinhalb Jahren verheiratet – und auch immer noch glücklich?

Ja, sehr glücklich.

Ist Nachwuchs bei euch ein Thema?

Ich will auf jeden Fall Kinder und er auch ... Also erstmal eins (schmunzelt). Aber jetzt noch nicht.

Habt ihr einen Plan?

Ich bin ein Mensch, der keine langfristigen Pläne macht, sondern eher im Moment lebt. Natürlich mache ich mir auch Gedanken. Aber wenn es dazu kommt, überlegen wir uns, wie es weitergeht. Es würde ja dann auch noch etwas dauern, bis man überhaupt was sieht. Ihr werdet es dann sicher sehen, wenn ich hochschwanger bin (lacht).

Was für eine Art von Mutter wärst du? Würdest du dich beruflich zurückziehen und dich ganz auf den Nachwuchs konzentrieren oder gehören Kind und Karriere für dich zusammen?

Ich kann das ganz schwer einschätzen. Viele meiner Freundinnen haben in den letzten Jahren Kinder bekommen und die sind als Mütter auch nicht ganz genau so geworden, wie sie sich das vorher vorgenommen haben oder wie man es von ihnen erwartet hätte.Daraus habe ich gelernt und deshalb nehme ich mir in der Hinsicht nichts vor.

25 Jahre GZSZ

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