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Günther Jauch "Dieses Jahr ist das anders"

Günther Jauch
© Getty Images
Günther Jauch verrät Frauke Ludowig, vor welcher TV-Sendung er Bammel hat und warum er sich auf Helene Fischer freut.
Frauke Ludowig

Hier fühlt sich Günther Jauch, 64, ein bisschen wie zu Hause. In der Villa Kellermann haben der TV-Moderator und Star-Koch Tim Raue, 46, im Herbst 2019 ihr erstes gemeinsames Restaurant am Ufer des Heiligen Sees in Potsdam eröffnet. Wie alle Lokale ist auch dieses derzeit geschlossen.

Doch Günther Jauch hat RTL-"Exclusiv"-Moderatorin Frauke Ludowig, 56, zu sich eingeladen, um mit ihr über das zu Ende gehende Jahr zu sprechen. Beim RTL-Jahresrückblick „2020 Menschen, Bilder, Emotionen“ wird es auch um viele Prominente gehen.

Frauke Ludowig: Lassen Sie uns doch mal über eine der wichtigsten sprechen: die Bundeskanzlerin.
Günther Jauch:
Angela Merkel hat in der Krise nicht alles, aber sehr viel richtig gemacht.

Was ist ihr denn weniger gut gelungen?
Vielleicht ist sie manchmal ein bisschen zu weit gesprungen. Sie hat ja als Naturwissenschaftlerin einen ganz kühlen Blick auf die Dinge, und da wäre es ihr, so glaube ich, lieber gewesen, wenn sie den Ländern etwas mehr in die Parade gefahren wäre.

Helene Fischer ist nur eine der vielen Gäste in Günther Jauchs großem RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen" am 6. Dezember, 20.15 Uhr auf RTL.
Helene Fischer ist nur eine der vielen Gäste in Günther Jauchs großem RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen" am 6. Dezember, 20.15 Uhr auf RTL.
© Getty Images

Einer Ihrer prominenten Gäste wird Reiner Calmund sein.
Ich finde super interessant, wie er sich gewandelt hat. Nachdem er jahrelang gesagt hat, er sei völlig gesund, hat er jetzt wahnsinnig viel abgenommen und sich damit einen Traum erfüllt, den viele Menschen haben. Das will ich mir von ihm mal erklären lassen.

Was tun Sie, wenn bei Ihnen die Waage zu viel anzeigt?
Bei zwei Kilo zu viel noch nichts, aber so ab drei, vier, fünf Kilo bin ich rigoros. Dann gibt es nur noch Mineralwasser und einen Mini-Salat am Tag. So sind schnell sechs, sieben Kilowieder runter. Und ich habe einen Puffer, wenn dann der Jo-Jo-Effekt eintritt.

Helene Fischer kommt ebenfalls in Ihre Show. Da freuen sich viele Zuschauer.
Ich freu mich auch. Die tritt ja wirklich nicht überall auf. Eigentlich dachte ich, die kommt immer nur zum Flori.

Eine der spannendsten Figuren ist die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris.
Es liegen viele Hoffnungen auf ihr. Nichts gegen Joe Biden, aber mit 77 Jahren, denke ich, ist da maximal eine Amtszeit drin. Und dann könnte Sie Präsidentin werden.

Wo sehen Sie sich mit 77?
Das weiß ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dann noch Fernsehen mache - weil ich dann zu "tappig" bin. Aber man soll sich bitte keine Sorgen machen, es haben schon ganz andere auf gehört. Denken Sie mal an Stefan Raab. Da hieß es, ohne ihn geht’s nicht. Und jetzt schauen Sie mal: Geht doch!

Wie finden Sie die Pochers?
Ich habe ein Faible für Pocher und finde seine Frau auch sehr, sehr nett. Die haben wirklich abgeräumt dieses Jahr. Ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass die RTL übernommen haben. Jetzt bekommen sie auch noch ihr zweites Kind.

Sind Sie eigentlich noch aufgeregt vor einer Sendung?
Der Jahresrückblick ist die einzige Sendung, vor der das tatsächlich so ist - obwohl ich die ja schon zum 33. Mal mache. Ich schließe mich mindestens eine Woche vor der Sendung ein, lese, überlege und entwickle Fragen. Ich mische mich auch in alles ein, was mich eigentlich gar nichts angeht.

Ist der private Günther Jauch genauso wie im Fernsehen?
Da müssen Sie am besten die fragen, die es mit mir aushalten können, wollen, müssen. (lacht) Ich kann schon ungeduldig sein, ich kann sauer sein und ich kann auch sagen: "Jetzt haben wir das doch schon fünf Mal besprochen, warum ist es jetzt beim sechsten Mal doch wieder anders?" Also eine gewisse Strenge eilt mir schon voraus.

In Potsdam sind Sie jetzt auch noch als Gastronom tätig.
Man möge mich bitte nicht an den Herd stellen, das wäre das Ende dieser Art der Gastronomie hier! (lacht) Ich kann mir Nudeln kochen, mir Spiegeleier machen. Also so kochen, dass ich nicht verhungere. Kochen würde ich das aber nicht nennen, eher erwärmen.

Was ist Ihr Wunsch für das kommende Jahr?
Ich fand es immer wahnsinnig banal, wenn Leute gesagt haben: "Hauptsache gesund bleiben." Aber in diesem Jahr ist das anders. Wenn wir ab Frühling oder ab Sommer wieder ein Corona-freies Leben hätten, das wäre schon super.

Gala


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