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Günter Grass Der Nobelpreisträger ist gestorben


Am Montag Morgen verstarb Günter Grass im Alter von 87 Jahren in Lübeck

In einer Lübecker Klinik verstarb Günter Grass am Montag Morgen (13. April 2015) - das teilte der Steidl Verlag in Göttingen mit. Details zur Todesursache sind bislang nicht bekannt.

Für die deutsche Literaturwelt ist das ein schwerer Verlust, gilt Grass doch als einer der größten Schriftsteller des Landes. Seit 1959 war er mit seinen Romanen in aller Munde, nachdem "Die Blechtrommel" ihn über Nacht schlagartig berühmt gemacht hatte - 40 Jahre nach der Veröffentlichung seines Debüts erhielt er dafür den Literaturnobelpreis. Ein großer Roman folgte bei ihm auf den nächsten. Zu weiteren bekannten Werken gehören unter anderen "Katz und Maus", "Hundejahre" und "Beim Häuten der Zwiebel".

Geboren wurde Günter Grass 1927 in Danzig. 1944 wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und landete schließlich bis 1946 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Immer wieder teilte Günter Grass auch seine politischen Ansichten offen mit und unterstützte die SPD in Wahlkämpfen. 2012 sorgte er mit einem Israel-kritischen Gedicht für Aufsehen.

Eine starke Meinung hatte der Autor auch hinsichtlich der deutschen Rechtschreibreform. 1996 weigerte er sich, diese anzuerkennen und veröffentlichte seine Bücher weiterhin in alter Rechtschreibung.

Günter Grass war zweimal verheiratet und hatte sechs leibliche Kinder. Seine zweite Frau Ute Grunert brachte zwei Kinder in die Ehe, die er später in seinem autobiografischen Roman "Die Box" zu seinen "acht Kindern" zählte. Bis zu seinem Tod lebte Günter Grass in der kleinen Gemeinde Behlendorf in Schleswig-Holstein.

ter Gala

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