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Grichka + Igor Bogdanoff (†72) Die krasse Wandlung der Botox-Zwillinge

Grichka und Igor Bogdanoff (†72) im Jahr 2017
Grichka und Igor Bogdanoff (†72) im Jahr 2017
© PanoramiC / imago images
Die kürzlich verstorbenen Brüder Grichka und Igor Bogdanoff hatten sich als "Botox-Zwillinge" einen Namen gemacht. Ihre äußerliche Verwandlung war extrem. So sahen die französischen TV-Stars vor 30 Jahren aus.

Ende Dezember 2021 starb erst Grichka Bogdanoff, nur wenige Tage später folgte ihm sein Bruder Igor Bogdanoff. Beide wurden nur 72 Jahre alt. In Deutschland erreichten die gebürtigen Pariser als sogenannte "Botox-Zwillinge" TV-Bekanntheit. Sie bestritten zwar, sich zahlreichen Schönheitsoperationen unterzogen zu haben oder an einer Krankheit zu leiden. Doch ihre Gesichter wurden mit der Zeit immer maskenhafter und erregten viel Aufmerksamkeit. Wie die studierten Mathematiker vor 30 Jahren ausgesehen haben? Wir haben die Bilder für Sie.

Grichka und Igor Bogdanoff vor ihrer äußerlichen Verwandlung

Die längliche Kopfform der Bogdanoff-Zwillinge war damals schon äußerst markant. Auch ihre lockige Haarpracht ist über die Jahrzehnte nicht gewichen. Die Aufnahme, die Grichka und Igor in einem Zimmer voller Bücher, Samtvorhänge und goldumrandeten Gemälden zeigt, stammt aus dem Jahr 1991. Ihre Gesichtszüge waren auch wenige Jahre vor ihrem Tod beinahe faltenfrei.

Grichka und Igor Bogdanoff in Frankreich, Juni 1991.
Grichka und Igor Bogdanoff in Frankreich, Juni 1991.
© Louis Monier / Getty Images

Was auffällt: Das Kinn war ausgeprägter als damals, auch an den Lippen und den Wangenknochen scheint sich einiges verändert zu haben. Mit ihren Gesichtern von vor 30 Jahren hatte das Aussehen der Botox-Zwillinge 2017 nur noch wenig zu tun.

Botox-Zwillinge: Ein Leben im Rampenlicht und voller Mythen

Einen ihrer letzten öffentlichen Auftritte hatten Grichka und Igor in der französischen Ausgabe der beliebten Gesangsshow "The Masked Singer" – was einen seltsamen Beigeschmack hat, glich ihr Aussehen doch nicht mehr dem von damals. Bekannt wurden sie Ende der 1970-er Jahre in Frankreich durch die Moderation der Science-Fiction-Shows "Temps X" und "Rayons X".

Was sich wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht? Die Frage nach Wahrheit oder Mythos. Genauso rätselhaft wie ihre äußerliche Wandlung gestaltet sich auch die Erzählungen aus ihrer Kindheit. Die "Zeit" zitierte die selbstbewussten Brüder in einem ausführlichen Artikel über das Aufdecken ihrer fehlerhaften Doktorarbeit wie folgt: "Mit drei Jahren konnten wir Klavier spielen, mit sechs Auto fahren, mit 14 haben wir das Abitur bestanden, und mit 16 hatten wir den Pilotenschein".

Sie selbst beschrieben sich als Wunderkinder mit blauem Blut. Ihre Großmutter soll eine russische Prinzessin gewesen sein und sie selbst hätten wegen ihrer Frühreife den Schulbesuch vorzeitig abgebrochen und mithilfe von Privatlehrern sechs Sprachen gelernt.

Märchenhaft sollen auch ihre erlangten Doktortitel dahergekommen sein, die 2002 als Bogdanoff-Affäre einen eigenen Eintrag bekam. Grichka promovierte 1999 in Mathematik, sein Bruder Igor 2002 in theoretischer Physik. Beide Arbeiten wurden mit der schlechtesten Bewertung "honorable" bewertet.

Der amerikanische Physiker John Baez sah sich die Abhandlungen der Brüder genauer an und kam nach Angaben von "Zeit" zu einem vernichtenden Urteil: "Einige Teile scheinen fast einen Sinn zu ergeben, aber je sorgfältiger ich sie las, umso weniger Sinn ergaben sie. Irgendwann musste ich entweder lachen oder bekam Kopfschmerzen." Auch Hermann Nicolai, der Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsforschung in Potsdam, ließ kein gutes Haar an den Publikationen.

Verwendete Quellen: instagram.com, gettyimages.de, zeit.de

jse Gala

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