Greta Thunberg: "Sie ist ein Supermodel!"

Greta Thunberg erhitzt als Covergirl die Gemüter - zu viel PR in eigener Sache? Jetzt bekommt die Umweltaktivistin, die gerade in Richtung USA segelt, prominente Unterstützung.

Greta Thunberg

Die einen schimpfen, Greta Thunberg, 16,  sei ein instrumentalisiertes Kind. Die anderen schwärmen, sie benenne genau, was dringend geändert werden muss, um die Welt zu retten. Sie selbst sagt, so wie gerade erst wieder vor dem Start ihrer zweiwöchigen Atlantik-Überquerung: "Ich schreibe niemandem etwas vor, ich will nur meinen Beitrag leisten."

Greta Thunberg bewegt die Menschen

Die Umweltaktivistin bewegt die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes. Sie stieß die Schulstreik- Initiative "Fridays for Future" an, die mittlerweile zu einer Massenbewegung geworden ist. Sie traf Barack Obama, 58, und Papst Franziskus, 82, wird für den Friedensnobelpreis gehandelt und segelt nun im Rennboot emissionsfrei zum UN-Gipfel nach New York, um auch dort über Erderwärmung und Klimaschutz zu sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel, 65, erklärte kürzlich, Greta habe viele motiviert: "Deshalb nehme ich sie sehr ernst." Inzwischen ziert die 16-jährige Schwedin weltweit viele Titelseiten - auch von Mode- und Lifestyle-Magazinen.

Greta ziert Cover der "Vogue" und "GQ"

Auf der britischen "Vogue" ist sie mit dem Mutmacher- Slogan "Forces For Change" zu sehen. Die "GQ" zeigt sie auf dem Oktober-Cover und zeichnet sie für ihren Einsatz mit einem Preis aus. Manche Leute mäkeln, dass Greta sich durch solche Shootings viel zu sehr mit Eigen-PR beschäftige. Grund genug für Model Eva Herzigova, 46, Greta zur Seite zu springen. "Sie ist ein Supermodel! Es ist großartig, was sie in ihrem Alter schon erreicht hat. Jeder Politiker kennt sie, sie verändert die Welt. Sie verkörpert das, was ein Supermodel heute haben muss. Und das hat eben nicht mehr nur mit Ästhetik zu tun."

Gretas spektakuläre Segelreise nach New York

Greta Thunberg lebt konsequent vor, was sie für richtig hält. In diesem Sinne startete sie vorige Woche im englischen Plymouth ihre bislang spektakulärste Reise. Gemeinsam mit ihrem Vater, dem schwedischen Schauspieler Svante Thunberg, 50, ging sie an Bord der ultraschnellen Hightech-Segelyacht "Malizia II". Ihre Mutter, Opernsängerin Malena Ernman, 48, verabschiedete sie mit den Worten, sie wolle von allen am wenigsten, dass Greta diese Reise antrete, aber sie wisse, dass ihre Tochter die Aktion für nötig halte. Daher sei sie richtig.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (2.v.l.), ihr Vater Svante Thunberg (l.) und die Skipper Pierre Casiraghi (2.v.r.) und Boris Herrmann winken am 14. August 2019 an Bord der IMOCA-Klasse-Segelyacht Malizia II vor der Küste von Plymouth im Südwesten Englands. Greta bereitet sie sich auf ihre Reise über den Atlantik nach New York vor, wo sie nächsten Monat am UN-Klimagipfel teilnehmen wird.

Pierre Casiraghi + Boris Herrmann: Gretas Skipper

Skipper ist der Oldenburger Segelprofi Boris Herrmann, 38. Unterstützt wird er von seinem Freund und Förderer Pierre Casiraghi, 31. Selbst für die erfahrenen Hochsee-Segler ist dieser Törn eine Herausforderung - erst recht also für einen unerfahrenen Teenager. Dazu kommt: Greta leidet am Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Sie braucht eigentlich immer Rückzugsmöglichkeiten.

Unter Deck gibt es jedoch nur eine einzige Koje, die sich mit einem Vorhang abtrennen lässt. Keine Dusche. Als Toilette dient ein Eimer. Der Wellengang dröhnt ohrenbetäubend.Es ist damit zu rechnen, dass man seekrank wird. Wie realistisch Greta die Situation einschätzt, sieht man an ihrer Ankündigung, dass die Crew im größten Notfall auch einen Dieselmotor einsetzen oder sogar umkehren würde. Zumindest sind in den beiden Wochen auf dem Meer ihre Kritiker weit weg.

Greta Thunberg erntet gehässige Kommentare 

Nicht nur Menschen, die den Klimawandel leugnen, stürzen sich auf alles, was man ihr vermeintlich vorwerfen könnte. Gehässige Kommentare erntete sie beispielsweise für ihren in Plastik eingepackten Reiseproviant bei einer Zugfahrt oder kürzlich für das Foto im Hambacher Forst, auf dem sich ein vermummter Demonstrant neben sie stellte. Ihr Vater verteidigte sie: "Bei so vielen Terminen können wir doch nicht alles wissen. Wir kommen dort an, und dann gibt es eben Bilder."

Greta lässt Kritik kalt

Greta selbst lässt sich von solcher Kritik nicht beeindrucken. Es ist fast ein Segen des Asperger-Syndroms: Diese Menschen blenden viel aus, glauben nur an ehrliche Worte und deren Konsequenz. In einem Interview mit dem "Stern" antwortet Greta auf die Frage, ob es sie denn nicht wütend mache, dass US-Präsident Donald Trump Fakten zum Klimawandel ignoriert: "Heute rege ich mich nicht mehr über solche Sachen auf. Mich ärgert die Situation insgesamt, aber nicht die einzelnen Individuen. Es gibt zu viel zu tun."

Verwendete Quellen: Instagram

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