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Greta Thunberg "Beweisvideo" zeigt, wie es wirklich im ICE aussah

Greta Thunberg
© Getty Images
Gab es im ICE für Greta Thunberg einen Sitzplatz oder nicht? Die Diskussion kennt bisher kein Ende. Jetzt veröffentlichte eine schwedische Zeitung ein Video, das zeigen soll, wie es wirklich im besagten Zug der Deutschen Bahn aussah.

Greta Thunberg, 16, ist nach monatelangen Reisen endlich wieder Zuhause. Auf ihrem Weg dorthin hatte die junge Schwedin am Samstag (14. Dezember) einen Tweet inklusive Foto abgesetzt und zeigte damit, wie sie sich dieses Mal fortbewegt: Ihre Wahl fiel auf den Zug, besser gesagt die Deutsche Bahn. Der Post sorgte für viel Aufsehen, denn immerhin erweckt er den Eindruck, die Klimaaktivistin habe keinen Sitzplatz bekommen und müsse die Fahrt daher auf dem Fußboden zwischen ihren Koffern verbringen. Nachdem weitere Tweets zur Aufklärung der Situation veröffentlicht wurden, hatte sich auch die Deutsche Bahn selbst per Twitter zu Wort gemeldet. Nun sorgt ein "Beweisvideo" einer schwedischen Journalistin für ein weiteres Kapitel der Debatte.

Greta Thunberg saß nicht allein auf dem Gang des ICE

Alexandra Urisman Otto, Redakteurin der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter", befand sich demnach zusammen mit der Klimaaktivistin im Zug. Ein bei Twitter veröffentlichter Artikel samt Video zeigt, wie sie zusammen mit weiteren Fahrgästen in den Gängen sitzen und stehen, weil die Plätze alle belegt sind. In ihrem Tweet bestätigt sie zudem auch schriftlich: "Ich reiste an diesem Wochenende mit demselben Zug wie Greta Thunberg. Wir saßen beide auf dem Boden in zwei Zügen. Sie saß ab Göttingen auf einem regulären Platz, ich und meine Kollege Roger Turesson ab Hannover." Ob dieses Video nun endgültig die Debatte beenden wird? Fraglich. 

Bahn-Tweet bringt ihr (auch) Sympathien ein  

Gretas Zusatz "Reise in überfüllten Zügen durch Deutschland" zum Original-Tweet bestätigte das Bild, das Pendler hierzulande nur zu gut kennen. Kein Wunder also, dass einige User mit Thunberg sympathisierten, sich über die Situation des öffentlichen Nahverkehrs aufregten und mit ihr litten. Der ganze Ärger ging nicht an der Deutschen Bahn vorbei, sodass sich diese ebenfalls per Twitter zu Wort meldete - und die Umstände etwas anders schilderte.

Das Unternehmen schreibt: "Liebe Greta, danke, dass du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt! Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom".

Die Richtigstellung

Man habe sich zwar über den prominenten Gast gefreut, aber "noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist", schilderte die Bahn ihre Sicht der Dinge.

Im Anschluss an die Korrektur der Bahn ruderte Thunberg dann doch noch unter ihrem Original-Tweet zurück: "Nach Göttingen habe ich einen Platz bekommen, das ist natürlich kein Problem und ich habe es nie gesagt. Überfüllte Züge sind ein gutes Zeichen, denn sie bedeuten, dass die Nachfrage nach Zugreisen hoch ist!"

SpotOnNews


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