Granger Smith: Zwei Menschen überleben mit Rivers Organen

Erst im Juni dieses Jahres verlieren der Country-Sänger Granger Smith und seine Frau Amber ihren dreijährigen Sohn River. Der Junge stirbt bei einem Unfall im Swimming-Pool. Die Trauer der Eltern ist unermesslich. Trotzdem denken sie in ihrem Schmerz an andere.

Granger Smith

Granger Smith, 39, und seine Frau Amber, 37, haben gerade erst ihren kleinen Jungen River (†3) verloren. Ein unglaublich schmerzhafter Verlust, den man in seiner Gänze als Außenstehender nur erahnen kann. Umso bewundernswerter, dass die gläubigen Eltern in ihrer Trauer eine Entscheidung gefällt haben, die anderen Menschen Hoffnung gibt. Sie haben die Organe ihres Sohnes gespendet und damit zwei Leben gerettet. Über die Entscheidung spricht Amber nun in einem rührenden Posting unter einem Foto ihres Engels: "Als drei verschiedene Neurospezialisten uns sagten, dass River nach dem Einsetzen von Schock und Realität eine nullprozentige Chance auf Hirnheilung hatte (ja: 0, nicht 10 oder 1 Prozent, 0), dachte ich, wie können wir unser süßes Baby begraben und nicht versuchen, anderen zu helfen? Sein Körper ist perfekt, seine Organe sind perfekt, wir mussten etwas tun." 

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I’ve always known I wanted to be a donor if anything were to ever happen to me. I just felt that if I had viable organs, why would I go into the ground with them? My spirit would be in Heaven, so why not save a life if I could? Never in a million years did I think I would be making that decision for my baby. When 3 different neuro specialists told us that River had 0% chance of brain recovery (yes 0, not 10 or 1%, 0) after shock and reality set in, I thought, how can we bury our sweet baby and not try to help others? His body is perfect, his organs are perfect, we had to do something. There are so many people waiting for an organ to save their lives. The doctors said donation was quite a process. We would have to search for viable recipients and it could take days. We knew River’s spirit was in Heaven, but we couldn’t bear to watch his tiny, earthly body be pumped full of all the medicines for 3 or more more days while they searched. They tried to expedite the process so our family could be in peace, told us they would take him back to operate the next morning, but we wouldn’t know what organs could be used until after. With such a small body, organs had to be measured physically, not just by X-ray. I spent the night laying in bed with him, crying and talking to him while they kept running tests and taking blood. The next morning family and staff lined the hall for the “walk of honor”. We told them River liked to go fast, so to honor him, they pushed him down that hall faster than they had ever pushed anyone. Granger and I held each other and cried. We got the letter that our tiny, red-headed hero gave life to 2 adults. A 49 year old woman and a 53 year old man. I cried when we opened it. Cried out of sadness & cried out of love. I’m so proud to be River’s mama and I’m so grateful to God that he gave him to us for those incredible 3 years. I pray these 2 recipients live healthy, joy filled, full throttle lives just like Riv. It was one of the hardest, yet easiest, decisions we’ve ever made. There are over 113,000 people waiting for transplants & 20 people die each day waiting. Go to OrganDonor.gov to see how you can help give life as well. ❤️

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Amber Smith: Bei Organspende dachte sie an sich selbst, nicht an ihr Baby

Organspende ist offensichtlich ein Thema, mit dem sich Amber Smith schon lange beschäftigt. "Ich wusste immer, dass ich ein Spender sein wollte, wenn mir jemals etwas passieren würde. Ich dachte nur, wenn ich lebensfähige Organe hätte, warum sollte ich mit ihnen begraben lassen? Mein Geist wäre im Himmel, warum also nicht ein Leben retten, wenn ich könnte?" Dass sie einmal eine Entscheidung über die Organe eines ihrer drei Kinder treffen müsste, ist für sie all die Jahre als Mutter von Tochter London, 7, und den Söhnen Lincoln Monarch, 5, und River unvorstellbar: "Niemals in einer Million Jahren hätte ich gedacht, dass ich diese Entscheidung für mein Baby treffen würde."

Granger Smith mit Tochter London, Frau Amber, den Söhnen River (†3) und Lincoln Monarch im Mai 2019 

Vor der Organentnahme bekam River einen "Ehrenweg"

Detailliert berichtet Amber über den Ablauf bis zur Spende. Zunächst messen die Ärzte Rivers Organe, Tests werden durchgeführt und Blut abgenommen. Amber verbringt eine letzte Nacht mit ihrem Jungen, weint und spricht mit ihm. "Am nächsten Morgen säumten Familie und Mitarbeiter den Saal für den 'Ehrenweg'. Wir sagten ihnen, dass River gerne schnell unterwegs sei. Um ihn zu ehren, schoben sie ihn schneller in den Flur als jemals zuvor. Granger und ich hielten uns fest und weinten", erinnert sich die trauernde Mutter. 

Tragische Schicksalsschläge

Auch Stars werden vom Leben hart getroffen

Granger Smith: Die Trauer ist groß: Schlager-Musiker und "Goodbye Deutschland"-Liebling Jens Büchner stirbt am 17. November 2018 im Alter von 49 Jahren in einem Krankenhaus auf Mallorca an den Folgen von Lungenkrebs. Er hinterlässt eine Großfamilie, bestehend aus Ehefrau Daniela ...
Granger Smith: ... fünf leiblichen Kindern, drei Stiefkindern und einer Enkelin. Die Kleinen vermissen ihren Papa natürlich sehr, doch es gibt auch Momente des Glücks, in denen Jenna Soraya und Co. auch wieder lachen können. "Papa wäre so stolz auf dich", schreibt sie dazu ...
Granger Smith: In einem Posting auf Instagram Stories erinnert sich Witwe Daniela an ihre Hochzeit mit Jens im Juni 2017. Dazu spielt sie das Lied "Einmal" von Mark Forster. "Einmal, einmal, das kommt nie zurück. Es bleibt bei einmal, doch ich war da zum Glück. Nicht alles kann ich wieder haben Freude, Trauer, Liebe, Wahnsinn. Einmal, und ich war da zum Glück", heiß es im Refrain.
Schock in der Sportwelt: Radsportlerin Kristina Vogel ist nach einem Trainingsunfall im Juni querschnittsgelähmt und sitzt von nun am im Rollstuhl. Im "Spiegel"-Interview spricht die Olympiasiegerin erstmals über den folgenschweren Unfall bei dem ihr Rückenmark am Brustwirbel durchtrennt wurde: "Egal, wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen. Und das lässt sich nicht mehr ändern. Aber was soll ich machen? Ich bin der Meinung, je schneller man eine neue Situation akzeptiert, desto besser kommt man damit klar." Hut ab für diesen Kämpfergeist. 

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Empfänger sollen mit Vollgas leben, genau wie River

Nur kurze Zeit später erhalten Granger, Amber und Rivers Geschwister einen Brief. Ihr geliebter Sohn und Bruder hat zwei Erwachsenen das Leben gerettet, einer 49-jährigen Frau und einem 53-jährigen Mann. "Ich bin so stolz, Rivers Mama zu sein und ich bin Gott so dankbar, dass er ihn uns für diese unglaublichen drei Jahre geschenkt hat", schreibt Amber und teilt einen wunderbaren Wunsch: "Ich bete, dass diese zwei Empfänger gesund, voller Freude und mit Vollgas leben, genau wie Riv". Was für eine bewundernswerte und tapfere Familie!

Verwendete Quelle: Instagram

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