Goldene Himbeere für Dakota Johnson?: "Fifty Shades of Grey" sechsmal nominiert

"Fifty Shades of Grey" ist sechsmal nominiert. Toll ist das allerdings nicht, wenn es dabei um den Negativ-Preis Goldene Himbeere geht

Der Nominierungs-Abräumer

Viel Erfolg! Viel Pech! Da weiß man gar nicht so recht, was man wünschen soll, denn eine Nominierung für die Goldene Himbeere (The Golden Raspberry, Razzie Awards) ist alles andere als eine erstrebenswerte Auszeichnung: Bibbern müssen nun die Macher der Roman-Verfilmung "Fifty Shades of Grey", denn das Werk mit Dakota Johnson, 26, und Jamie Dornan, 33, in den Hauptrollen ist ganze sechsmal nominiert worden.

Erst Himbeere, dann Oscar?

Oscar + Goldene Himbeere

Top und Flop - in einem Star vereint

Sandra Bullock  2010 wird Sandra Bullock als schlechteste Schauspielerin für ihre Rolle der durchgeknallten "Mary" in "Verrückt nach Steve" mit einer Goldenen Himbeere bedacht. Nur einen Tag später kann sie den begehrten Goldjungen für ihre Leistung in "Blind Side" entgegennehmen.  Auch 2014 hat Bullock die Chance einen Oscar als beste Schauspielerin ("Gravity) mit nach Hause zu nehmen.
Al Pacino  Für "Der Duft der Frauen" wird Al Pacino 1993 als bester Hauptdarsteller mit einem Academy Award geehrt. An diesen Erfolg kann er jedoch nicht wieder anknüpfen und wird 2012 als schlechtester Nebendarsteller für "Jack und Jill" ausgezeichnet.
Halle Berry  Die Rolle der "Leticia Musgrove" in dem Filmdrama "Monster's Ball" hat Halle Berry international bekannt gemacht und bringt ihr 2002 als erste afro-amerikanische Schauspielerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Für "Catwoman" kann sie 2005 allerdings nur den Anti-Oscar einheimsen.
Sofia Coppola  In dem Film ihres Vaters, "Der Pate - Teil III", bekommt Sofia Coppola eine kleine Rolle. Dafür wird sie 1991 als schlechteste Nebendarstellerin mit einem Razzie-Award bedacht. Die Schauspielrei hängt sie lieber an den Nagel und startet als erfolgreiche Drehbuchautorin und Regisseurin durch. 2004 gewinnt Coppola den Oscar in der Kategorie bestes Originaldrehbuch für "Lost in Translation".

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Wie die Jury am Mittwoch und damit traditionell einen Tag vor Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen veröffentlichte, steht der umstrittene SM-Streifen in diesen Kategorien auf der Liste: schlechtester Film des Jahres 2015, schlechtester Regisseur (Sam Taylor-Johnson), schlechtestes Drehbuch, schlechtester Schauspieler (Dornan), schlechteste Schauspielerin (Johnson) und schlechteste Leinwand-Combo.

Verliehen werden die Razzies seit 1980 am Vorabend der Oscars, in diesem Jahr also am Samstag, den 27. Februar. Häufig wird der Preis ignoriert, doch einige Hollywood-Stars nahmen das saure Früchtchen auch schon persönlich entgegen: 2010 zum Beispiel Sandra Bullock, 51, für "Verrückt nach Steve". Im selben Jahr wurde sie allerdings auch für "Blind Side - Die große Chance" mit dem Goldjungen Oscar ausgezeichnet... Vielleicht auch eine Art Omen für das gigantische Auf und Ab im Privatleben des US-Stars, das folgen sollte.

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