Schmähpreis "Goldene Himbeere": "Transformers" ist der schlechteste Film

Wie jedes Jahr wird vor den glamourösen Oscars der Schmähpreis "Die Goldene Himbeere" verliehen - ein Award, den eigentlich niemand haben will

Regisseur Michael Bay bei der Premiere von "Transformers: The last Knight"

Die "Goldene Himbeere" ist vermutlich die einzige Auszeichnung, über die sich kein Schauspieler so wirklich freuen kann. Die Preisträger dieser Schmäh-Auszeichnung werden einen Tag vor den Oscars, am 3. März, bekanntgegeben - doch diese "Gewinner" tauchen jedoch nicht all zu oft bei der Verleihung auf. 

"Transformers: The last Knight": In neun Kategorien für die "Goldene Himbeere" nominiert

In diesem Jahr sind der Actionfilm "Transformers: The last Knight" und das Erotikdrama "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" die heißesten Anwärter für die "Goldene Himbeere". Der fünfte Teil der "Transformers"-Reihe wurde bereits in den Kritiken ziemlich zerrissen, obwohl die Fans begeistert waren: Der Film habe keinen Plot, sei sexistisch, enthalte Schleichwerbung und zudem noch plumpe Hitler-Anspielungen. Die Jury der "Goldenen Himbeere" nominiert den fünften Teil jetzt deswegen in neun Schmäh-Kategorien: schlechtester Film, schlechtestes Drehbuch, schlechtester Regisseur (Michael Bay), schlechtester Hauptdarsteller (Mark Wahlberg), schlechteste Nebendarsteller (Josh Duhamel und Anthony Hopkins), schlechteste Nebendarstellerin (Laura Haddock), schlechtestes Leinwand-Paar (zwei Roboter) und schlechtester Fortsetzungsfilm.

"Fifty Shades of Grey" liegt dicht hinter dem Actionfilm

Trotzdem spielte der Actionfilm im vergangenen Jahr weltweit 605 Millionen Dollar ein. Und den Hauptdarsteller Mark Wahlberg, 46, kürte das "Forbes"-Magazin im vergangen Sommer zum bestbezahlten Schauspieler: In nur zwölf Monaten soll er 68 Millionen Dollar verdient haben. Knapp hinter "Transformers" liegt auch der zweite Teil des Erotikdramas "Fifty Shades of Grey" mit ebenfalls acht Nominierungen. Der Thriller "Die Mumie" mit Schauspielergrößen wie Tom Cruise, 55, und Russel Crowe, 53, kommt ebenfalls auf sieben. 

Oscar + Goldene Himbeere

Top und Flop - in einem Star vereint

Sandra Bullock  2010 wird Sandra Bullock als schlechteste Schauspielerin für ihre Rolle der durchgeknallten "Mary" in "Verrückt nach Steve" mit einer Goldenen Himbeere bedacht. Nur einen Tag später kann sie den begehrten Goldjungen für ihre Leistung in "Blind Side" entgegennehmen.  Auch 2014 hat Bullock die Chance einen Oscar als beste Schauspielerin ("Gravity) mit nach Hause zu nehmen.
Al Pacino  Für "Der Duft der Frauen" wird Al Pacino 1993 als bester Hauptdarsteller mit einem Academy Award geehrt. An diesen Erfolg kann er jedoch nicht wieder anknüpfen und wird 2012 als schlechtester Nebendarsteller für "Jack und Jill" ausgezeichnet.
Halle Berry  Die Rolle der "Leticia Musgrove" in dem Filmdrama "Monster's Ball" hat Halle Berry international bekannt gemacht und bringt ihr 2002 als erste afro-amerikanische Schauspielerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Für "Catwoman" kann sie 2005 allerdings nur den Anti-Oscar einheimsen.
Sofia Coppola  In dem Film ihres Vaters, "Der Pate - Teil III", bekommt Sofia Coppola eine kleine Rolle. Dafür wird sie 1991 als schlechteste Nebendarstellerin mit einem Razzie-Award bedacht. Die Schauspielrei hängt sie lieber an den Nagel und startet als erfolgreiche Drehbuchautorin und Regisseurin durch. 2004 gewinnt Coppola den Oscar in der Kategorie bestes Originaldrehbuch für "Lost in Translation".

11


Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche