Golden Globes 2013: Ein Musical sahnt ab

Triumph für Hugh Jackman und Anne Hathaway: Die Musicalverfilmung "Les Misérables" ist der große Gewinner der diesjährigen Golden Globes. Bei der gelungenen Gala sorgten außerdem Tina Fey und Amy Poehler für Lacher, Jennifer Lawrence für ein Missverständnis und Jodie Foster für eine Überraschung

Strahlende Gesichter bei den Golden Globes: Bei der Preisverleihung am Sonntag (13. Januar) in Los Angeles konnte sich allen voran das Team von "Les Misérables" freuen. Die Musical-Verfilmung wurde als bester Film in der Kategorie Komödie/Musical ausgezeichnet, außerdem bekamen Anne Hathaway und Hugh Jackman die Trophäe als beste Nebendarstellerin und bester Hauptdarsteller.

"Danke für dieses wundervolle, stumpfe Objekt, das ich von jetzt an als eine Waffe gegen Selbstzweifel nutzen werde", sagte Hathaway laut "mtv.com" gerührt auf der Bühne. Als bester Film in der Kategorie Drama konnte sich Ben Affleck mit seinem Thriller "Argo" durchsetzen, er bekam auch den Preis für die beste Regie. Der Favorit "Lincoln", eine Historienverfilmung von Steven Spielberg, konnte von sieben Nominierungen hingegen nur eine mit nach Hause nehmen. Der Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis wurde für seine Leistung ausgezeichnet.

Über den Golden Globe als "Beste Hauptdarstellerin" in einem Drama konnte sich Jessica Chastain für "Zero Dark Thirty" freuen, Christoph Waltz wurde außerdem wiederholt für eine Rolle in einem Tarantino-Film ausgezeichnet, diesmal für "Django Unchained".

Moderiert wurde die große Gala erstmals von Tina Fey und Amy Poehler, die wie erwartet etwas weniger fies als ihr Vorgänger Ricky Gervais durch den Abend führten. Trotzdem hielt das Duo sich nicht mit Sticheleien zurück. "Du warst toll in 'Les Misérables'", lobte Fey etwa Hathaway laut "people.com". "Ich habe niemanden mehr so alleine und verlassen gesehen, seit du mit James Franco bei den Oscars auf der Bühne standest", fügte sie in Anspielung auf die viel kritisierte Moderation der beiden hinzu.

bekam den Preis als beste Darstellerin in einer Komödie/Musical für ihre Rolle in "Silver Linings". Auf der Bühne inspizierte sie die Trophäe genauer und scherzte: "Was steht da? 'Ich habe Meryl Streep geschlagen'!" Damit wollte Lawrence jedoch nicht wirklich einen Seitenhieb auf die ebenfalls nominierte Streep loswerden. Der Satz war vielmehr ein Zitat, das Goldie Hawns Rolle im Film "Der Club der Teufelinnen" sagt.

Für feuchte Augen und eine kleine Überraschung sorgte Jodie Foster, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Die Schauspielerin bekannte sich in einer emotionalen Rede erstmals offen zu ihrer Homosexualität und bedankte sich bei ihrer Exfreundin und Mutter ihrer beiden Söhne, Cydney Bernard.

Einen Überblick über sämtliche Gewinner gibt es hier.

sst

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