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Gina-Lisa Lohfink Sie stellt einen Befangenheitsantrag

Gina-Lisa Lohfink
© Picture Alliance
Nun ist es endlich so weit: Model Gina-Lisa Lohfink wird das Urteil in dem medienträchtigen Verleumdungs-Prozess erhalten

Gina-Lisa Lohfink, 29, muss die letzten Tage besonders stark sein.

Die ehemalige "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin gibt an, im Jahr 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein, noch dazu vor laufenden Kameras. Nun steht sie aktuell vor dem Berliner Landgericht vor der Richterin und wird selbst beschuldigt, die zwei Männer zu Unrecht beschuldigt zu haben. 27.000 Euro müsste sie zahlen, wenn sie schuldig gesprochen werden würde.

Gallionsfigur Gina-Lisa

Das Model wurde vor allem in den vergangenen Wochen zu einer Leitfigur und einem Vorbild für viele Opfer sexueller Gewalt. Gina-Lisa Lohfink hat den Mut bewiesen, den es braucht, um sich gegen ihre mutmaßlichen Peiniger zur Wehr zu setzen. Lange hat sie auf den finalen Prozesstag hingefiebert - heute, am 27. Juni, ist dieser Tag endlich gekommen.

Sie stellt einen Befangenheitsantrag

Doch wie wird das Urteil lauten? Wird Gina-Lisa wirklich die 27.000 Euro zahlen müssen? Was bekannt ist: Vor etwa einer Stunde hat sie einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin gestellt. Nach § 24 Abs. 3 StPO darf die Staatsanwaltschaft, der Privatkläger und der Beschuldigte einen sogenannten Befangenheitsantrag stellen. Der Begriff der Befangenheit ist im Gesetz definiert. In §24 Abs. 2 StPO heißt es: "Wegen Besorgnis der Befangenheit findet die Ablehnung statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters zu rechtfertigen."

Kein fairer Prozess?

Gina-Lisas Verteidiger hat offenbar die Sorge, dass die Richterin seiner Mandantin gegenüber eine innere Haltung eingenommen hat, weshalb ihr die nötige Neutralität, Distanz und Unparteilichkeit fehlen könnte. Ein solcher Antrag stellt dabei nicht auf die tatsächliche Befangenheit eines Richters ab, allein die Besorgnis reicht schon für einen Befangenheitsantrag. Bei Gina-Lisa, deren Fall die vergangenen Wochen in den Medien stark diskutiert wurde, ein verständlicher Schritt.

Unterstützung für Gina-Lisa

Ein Trost für Gina-Lisa: Vor dem Amtsgericht Berlin haben sich viele Unterstützer der Blondine versammelt. Etliche Menschen, die Anteil an dem Schicksal der jungen Frau nehmen. Fremde, die sie unterstützen und ihr zeigen wollen: Du bist nicht allein! Für Gina-Lisa Lohfink sicherlich eine große Stütze.

Gala


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