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Gina-Lisa Lohfink Muss sie jetzt sogar 250.000 Euro zahlen?

Gina-Lisa Lohfink
© Getty Images
Sebastian Castillo Pinto, einer der von Gina-Lisa Lohfink der Vergewaltigung beschuldigten Männer, hat eine Unterlassungsklage eingereicht

Gina-Lisa Lohfink, 30, droht neuer Ärger mit der Justiz: Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen zwei Männer und der anschließenden Verurteilung des Models wegen falscher Verdächtigung reicht einer der beiden Herren nun eine Unterlassungsklage gegen das Model ein. Das berichtet der "Spiegel".

Wird Gina-Lisa Lohfink jetzt ordentlich zur Kasse gebeten?

Sebastian Castillo Pinto habe seinen Anwalt Christian Gerlach am Donnerstag (29. September) am Landgericht Berlin eine entsprechende Klageschrift vorlegen lassen, die auch dem Nachrichtenmagazin vorliege. Lohfink drohe demnach ein Ordnungsgeld in einer Höhe von bis zu 250.000 Euro, sollte sie weiter behaupten, Castillo Pinto habe ihr K.-o.-Tropfen verabreicht und sie vergewaltigt. Laut Gerlach habe das Model "die Vorwürfe auch nach dem Urteil in den Medien verbreitet."

Der Fall Gina-Lisa Lohfink

Auslöser des ursprünglichen Rechtsstreits war ein Tag im Juni 2012, an dem Gina-Lisa Lohfink zusammen mit den zwei besagten Männern Sex gehabt hatte. Später tauchten Videos im Internet auf, die die Männer dabei gemacht hatten. Lohfink zeigte die beiden wegen Vergewaltigung an. Der Vorwurf konnte während der Ermittlungen allerdings nicht erhärtet werden.

Stattdessen erhielt die ehemalige Kandidatin von "Germany's Next Top Model" einen Strafbefehl wegen falscher Verdächtigung, verbunden mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von 24.000 Euro. Gina-Lisa legte Einspruch ein - und sorgte damit für einen riesigen Medienrummel. Ende August wurde Lohfink vom Amtsgericht Tiergarten in Berlin wegen falscher Verdächtigung erneut verurteilt und muss nun 20.000 Euro zahlen.

"Nein heißt Nein" ist jetzt im deutschen Sexualstrafrecht verankert

Im Zuge des Prozesses wurde die Forderung nach der Verschärfung des Sexualstrafrechts laut. In dem besagten Sex-Videos sagt Lohfink mehrmals "Hör auf", was sie als Beleg für ihren Vergewaltigungs-Vorwurf sieht. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht kamen allerdings zu dem Schluss, die Aufforderung beziehe sich auf das Filmen, nicht auf den Geschlechtsakt. Ende September billigte der Bundestag das "Nein heißt Nein"-Prinzip, für das sich auch Gina-Lisa seit Monaten stark gemacht hatte.

SpotOnNews


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