Gina-Lisa Lohfink: Alice Schwarzer setzt sich für sie ein

Gina-Lisa Lohfink muss wegen Verleumdung eine hohe Geldstrafe zahlen. Das befand gestern Nachmittag ein Berliner Amtsgericht. Alice Schwarzer äußerte sich nun zum Ausgang der Verhandlung

Gina-Lisa Lohfink erhält Unterstützung von Alice Schwarzer

Gina-Lisa Lohfink erhält Unterstützung von Alice Schwarzer

Gestern wurde wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe von insgesamt 20.000 Euro verurteilt- die Internetgemeinde und auch Prominente diskutieren nun, ob diese harte Auflage berechtigt ist oder nicht. Auch Frauenrechtlerin hat sich in die Debatte eingemischt.

Alice Schwarzer bezeichnet das Urteil als "Skandal"

"Die Frau dafür zu 20.000 Euro wegen "Falschbeschuldigung" zu verurteilen, ist ein Skandal", sagte Alice Schwarzer gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Für sie sei der Ausgang der wochenlangen Verhandlungen nur ein weiteres Indiz für den falschen Umgang der Justiz mit Sexualgewalt.

Sie setzt sich für Gina-Lisa Lohfink ein

Die glaubt 73-Jährige auch, dass jetzt noch weniger Frauen Anzeige wegen Vergewaltigung erstatten werden: "Nur jede zwölfte Vergewaltigung wird in Deutschland angezeigt, nur jede hundertste führt zu einer Verurteilung. Es ist zu befürchten, dass es nach dem Berliner Urteil noch weniger sein werden." Alice Schwarzer hat außerdem keinen Zweifel daran, dass Gina-Lisa sexuelle Gewalt erlitten habe: "Wie auch immer man diese auf Video dokumentierten Stunden interpretieren mag - unübersehbar ist, dass die beiden Männer extrem brutal und verächtlich mit der Frau umgegangen sind. Dass Gina-Lisa das Geschehen als Sex gegen ihren Willen empfindet, ist verständlich."

Gina-Lisa Lohfink

Schwere Vorwürfe gegen das Gericht

23.08.2016

Gina-Lisa Lohfink mit ihrem Anwalt Burkard Benecken

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