George Clooney: "Ich suche immer noch mein Glück"

George Clooney stellt auf der Berlinale sein jüngstes Werk "Monuments Men" vor. Mit "Gala" sprach er vorab über Politik, Kunst, Frauen - und böse Streiche

Für seinen neuen Film hat sich George Clooney, Stargast der diesjährigen Berlinale, viel vorgenommen. Mit dem opulenten Geschichtsthriller will er stille Helden ehren. Jene Männer, die unter Einsatz ihres Lebens Kunst vor den Nazis retteten. Vor seiner Abreise traf "Gala" den Schauspieler und Regisseur in Los Angeles.

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Auf jeden Fall. Schließlich haben wir einen Großteil des Films in Deutschland gedreht, im Harz, in Halberstadt, Goslar, Merseburg und im Studio Babelsberg. Es sind ja auch deutsche Schauspieler dabei. Einige haben sich beschwert, dass sie wieder Nazis spielen müssen. So fragte mich einer, ob "sein" Nazi mal ein etwas netterer Nazi sei. Ich antwortete: "Nein, er ist ein absolut böser SS-Nazi!"

Oft zeigt sich in Ihren Filmen Ihr großes Interesse für Politik. Wie politisch ist "Monuments Men"?

Er ist in gewisser Weise auch ein politischer Film, allerdings weit weniger zynisch als die Projekte, die wir zuletzt gedreht haben. Humor spielt bei aller Ernsthaftigkeit eine große Rolle. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten während des Zweiten Weltkriegs, als eine Truppe Soldaten sich aufmachte, gestohlenes Kulturgut vor den Nazis zu sichern und Hitler daran zu hindern, sein Größenwahn-Museum zu errichten.

Schlüsselszene aus "Monuments Men": US-Commander Stokes (Clooney, r.) und Museumskurator Granger (Damon) wollen Kunstschätze vor den Nazis in Sicherheit bringen.

Sind Sie Kunstsammler?

Nicht wirklich. Bei mir zu Hause hängen Fotos von der Familie und von Freunden. Neulich wollte ich mein Haus ein bisschen umgestalten und engagierte dafür einen Inneneinrichter. Das war ein Fehler! Der Typ kam rein und wollte mir sündhaft teure Gemälde andrehen. Und ihm gefielen die einzigen zwei Zeichnungen nicht, die in meinem Flur hängen. Er sagte zu mir: "Das sind nicht die schönsten Gemälde der Welt." Das war es dann mit der Zusammenarbeit. (lacht)

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Während der Dreharbeiten haben Sie Matt Damon einen heftigen Streich gespielt, heißt es.

Oh ja, das war lustig. Bei Drehstart sagte Matt zu mir, er wolle in den kommenden Wochen einige Kilo abnehmen. Er hatte sogar einen eigenen Koch und einen persönlichen Trainer dabei und machte eine große Welle um seine Diät. Also gab ich den Damen von der Garderobe den Auftrag, seine Hose jeden Tag ein Stückchen enger zu nähen. Nach vier Wochen war die Hose viel zu eng, und der arme Matt war restlos verzweifelt, weil er ja jeden Tag nur Salat und Wasser zu sich nahm - und trotzdem nicht in seine Klamotten passte.

Spielen Sie sich öfter mal gegenseitig Streiche?

Das ist einfach so ein Ding von mir, ich treibe gerne mal Schabernack mit meinen Kollegen. Das bringt etwas Spaß in den stressigen Alltag am Filmset. Die Opfer versuchen dann oft, sich zu rächen, aber meistens gelingt es ihnen nicht. Meine Ideen sind einfach unschlagbar gut und wunderbar gemein. (lacht)

Gala

Inhaltsverzeichnis

Gala: Inhaltsverzeichnis

Sie haben das Drehbuch für "Monuments Men" geschrieben, Regie geführt - und Sie spielen auch noch die Hauptrolle. Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Ja, es ist einfacher, einen solchen Film finanziert zu bekommen, wenn man als George Clooney selbst mitspielt. So viel Verantwortung zu haben ist natürlich anstrengend. Aber wir waren ein tolles Team. Bill Murray und John Goodman sind auch mal als Kabelträger und Kofferschlepper eingesprungen, wenn es eng wurde.

Sie werden dieses Jahr 53. Hat sich Ihr Verhältnis zu Frauen mit der Zeit verändert?

Grundsätzlich wird man mit zunehmendem Alter weiser und schätzt viele Dinge mehr, die man früher weniger geschätzt hat - deswegen verstehe ich heute zum Beispiel meine Eltern sehr viel besser. Frauen sind ein wichtiger Teil meines Lebens, daran hat sich nichts geändert. Jeder Mensch sucht doch einen Partner, mit dem er gemeinsam sein Glück findet und friedlich leben kann. Mir geht es zumindest so, und ich suche immer noch mein Glück.

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