George Clooney + Barack Obama: Eine besondere Freundschaft

Zum ersten Mal sprach US-Präsident Barack Obama über seinen Kumpel George Clooney, nannte ihn einen "wundervollen Kerl". "Gala" erklärt, was die beiden Alpha-Männer verbindet - und warum zu viel Nähe gefährlich ist

Sogar seine Frau schwärmt wie ein Teenager von George Clooney

- Barack Obama, 51, nimmt es mit Humor. "Sie ist ganz frustriert, weil sie oft nicht dabei sein konnte, wenn George mich besucht hat", verrät er schmunzelnd im TV-Interview, das "E! Entertainment" mit dem First Couple führt. Lächelnd erzählt er weiter, dass seine Angestellten ihn bei solchen Besuchen ständig stören, da sie "unaufschiebbare Probleme" mit ihm besprechen müssten. Da unterbricht Michelle ihn, kichert wie ein junges Mädchen, sagt über Clooney: "Er ist süß!" Obama redet gerade über seinen vielleicht prominentesten Unterstützer. "Ein guter Mensch und ein guter Freund", so nennt er ihn. Ungewöhnlich private Worte des US-Politikers, der damit ganz offiziell seine Sympathie zu dem Hollywood-Star dokumentiert, der wie er Jahrgang 1961 ist. Dass Clooney Obama politisch unterstützt, ist bekannt. Wie nah sich die beiden stehen und dass sie sich schon lange vor Obamas Präsidentschaft kannten, wird aber erst jetzt deutlich. "George hat damals im Kongress über sein Engagement in Darfur und im Sudan berichtet. Das war für mich als Senator ein großes Thema", erinnert sich Obama in dem Interview.

Seit Jahren kämpft George Clooney für die Menschenrechte der Afrikaner, hier traf er Politiker im Sudan.

Der Beginn einer Freundschaft, die seitdem besonders in Wahlkampfzeiten thematisiert wird. So wie jetzt. Ob dieses Interview oder ein spektakuläres Fundraising-Dinner in Clooneys Villa in Los Angeles vor wenigen Monaten: Die beiden Männer demonstrieren geballte Macht. Eine Allianz, die in erster Linie Obama nützt. "Er profitiert eindeutig mehr von dieser Verbindung, denn Clooney hat weltweit ein Standing, das gar nicht mehr gesteigert werden kann", sagt die Münchner Imageberaterin Sabine Schwind von Egelstein zu "Gala". Obama hingegen könne vier Jahre nach seiner Wahl etwas mehr Glanz und Gloria gut gebrauchen: "Die Amerikaner sind ernüchtert. Als ehemaliger Heilsbringer ist Obama in der Realität angekommen." Da stehe ihm ein echter Star wie Clooney gut zu Gesicht.

Barack Obama

Ein Präsident als Superstar

Aus Sicherheitsgründen durfte Barack Obama während seiner Präsidentschaft nicht surfen - das holt er jetzt mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach.
Spaß beim Kitesurfen: Barack Obama mit Milliardär Richard Branson,  auf dessen privater Insel "Moskito Island".
So habt Ihr den ehemaligen Präsidenten noch nie gesehen: Barack Obama übt Kitesurfen vor Richard Bransons Moskito Insel.
Mit einer sehr emotionalen Rede verabschiedet sich Präsident Barack Obama. In Chicago kann selbst er die Tränen nicht zurückhalten und auch das Publikum ist ergriffen, man sieht wie Menschen sich die Tränen wegtupfen.

86

Barack und Michelle Obama, hier in Iowa, setzen im Wahlkampf auf Natürlichkeit - und Stars.

Der ist aber nicht der einzige VIP, dessen Nähe Obama sucht. Gerade warf er mit Basketball-Legende Michael Jordan in New York ein paar Körbe, und auch Top-Schauspieler wie Robert Downey jr., Tobey Maguire oder Salma Hayek unterstützen den Demokraten, der am 17. Dezember wiedergewählt werden will. Ein wichtiger Termin ist bereits der 6. November, dann werden die Wahlmänner bestimmt. Die politischen Gegner versuchen, Obamas Promibonus gegen ihn auszulegen - notgedrungen. Gegenkandidat Mitt Romney hat derzeit zwar mehr Dollar auf seinem Wahlkampfkonto, unter seinen prominenten Unterstützern sind aber außer wenigen großen Namen wie Clint Eastwood und Chuck Norris meist nur Soap-Stars. Obama sei zu abgehoben, kritisiert Kirsten Kukowski, Sprecherin der Republikaner: "Die Menschen brauchen jemanden mit Bodenhaftung, jemanden, der lieber Jobs schafft, statt mit George Clooney zu feiern!" Kritik, die Obama nicht treffen sollte, findet Sabine Schwind von Egelstein. "Das ist Neid", sagt sie, Obamas Verbindung zu Clooney sei bis jetzt sehr seriös und authentisch.

Clooney war einer der ersten, die sich 2008 für eine Kandidatur des damaligen Senators Obama aussprachen. Er ist ein politischer Mensch, extrem interessiert und informiert. Ein politisches Amt strebe er selbst aber nicht an, erklärt er jüngst wieder. Dafür müsse man zu viele Kompromisse eingehen, und: "Wir haben da jemanden, der smarter ist als die meisten anderen, der netter ist und mehr Mitgefühl hat." Er hingegen habe als Filmschaffender einen prima Job: "Ich kann mit tollen Leuten abhängen ..." Vergangenen Montag lud Obamas Wahlkampfteam erneut zu einem Fundraising- Dinner mit Clooney als Special Guest, diesmal in Genf. Eine Anekdote verriet Obama schon davor: George Clooney wurde aus einem Foto geschnitten, das der Präsident 2008 für seine "Hope"-Kampagne nutzte. Obama: "Das war wohl das erste und einzige Mal, dass er aus einem Bild entfernt wurde." Tatjana Detloff

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche