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George + Amal Clooney Bewegendes Gespräch mit syrischen Flüchtlingen

Am Rande der "Berlinale" trafen sich George und Amal Clooney mit syrischen Flüchtlingsfamilien in Berlin. Jetzt wurde ein bewegendes Video von dem Gespräch veröffentlicht

George und Amal Clooney brachten mit ihrem Besuch der diesjährigen "Berlinale" nicht nur etwas Hollywood-Glanz in die deutsche Hauptstadt, sondern nutzten das Filmfestival auch als Bühne für politische Botschaften.

Prominente Flüchtlingshelfer

Der Schauspieler und die Menschenrechtsanwältin sprachen am Rande der Berlinale mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Flüchtlingspolitik und trafen anschließend drei syrische Familien in einer Berliner Privatwohnung. Ein Video des berührenden Gesprächs wurde erst jetzt von der Organisation "International Rescue Committee" veröffentlicht. Die internationale Hilfsorganisation für Flüchtlinge und Kriegsopfer hatte das Treffen in der deutschen Hauptstadt organisiert.

Berührende Begegnung

"Ich bin nicht schockiert, dass es passiert, sondern dass es seit fünf Jahren andauert", sagt der Hollywood-Star in dem Video zum Krieg in Syrien und verweist auf seine eigene Familiengeschichte. "Ich habe irische Vorfahren. Vor 100 Jahren waren wir in den USA selbst Flüchtlinge." Die USA seien ein Land von Einwanderern.

"Hier zu sein und mit Ihnen zu sprechen, ist eine wichtige Sache, um daran zu erinnern, wer wir sind und wer wir immer waren – Sie!", sagte Clooney zu den Flüchtlingen.

Auch Amals Familie floh

Auch Amal Clooney, deren Eltern mit ihr während des Bürgerkriegs im Libanon 1982 nach Europa geflohen waren, erinnerte sich in dem Gespräch an ihre eigene Geschichte. "Wir hatten das Glück von einem europäischen Land aufgenommen worden zu sein. Ich hoffe, dass Sie in ein sicheres und freies Syrien zurückkehren können."

Traumatisierende Erlebnisse im Krieg

Die Erlebnisse, die die Flüchtlingsfamilien mit dem Paar teilen, schockieren. "Immer, wenn wir fliehen mussten, mussten wir uns ducken und rennen. Es war unerträglich", berichtet ein Vater von der Flucht aus seinem Heimatland. "Ich war zwei Monate und 21 Tage eingesperrt, in einem politischen Gefängnis. Ich wurde gefoltert", erzählt ein junger Mann.

Eine Mutter erzählt von einem traumatisierenden Erlebnis mit ihren Kindern: "Wir waren mitten in einem Bombardement. Ich saß in einer Ecke und wartete auf den Tod. Wissam und Judy, meine beiden Kinder, zitterten. Ich umarmte sie und sagte ihnen, dass ich nicht will, dass sie so verängstigt sterben. Ich sagte ihnen: Tod ist nur der Tod. Ich sagte ihnen, dass ich hoffe, dass wir erschossen werden und nicht geköpft."

"Sie haben ihr Land nicht grundlos verlassen"

"Gern wird vergessen, dass es nicht nur Leute sind, die ihr Land grundlos verlassen haben. Das hier sind Leute, die aufgrund einer unglaublichen Tragödie gegangen sind, weil ihre Welten zerstört und zerbombt wurden", reflektiert der Filmstar das Gespräch mit den Flüchtlingen. Zahlen seien schwer zu erfassen, aber keiner könne ein kleines Mädchen ignorieren, dass weinend auf dem Boden sitzt, während seine Mutter die furchtbare Geschichte ihrer Flucht erzählt.

Prominenz und Politik

Die Begegnung mit den syrischen Flüchtlingsfamilien beweist wieder einmal mehr, dass George und Amal Clooney sehr viel mehr sind als nur ein glamouröses Promi-Paar. Sie nutzen ihre Berühmtheit für politische Botschaften und haben dabei keinerlei Berührungsängste. Eine Mission, die höchsten Respekt verdient.

jkr Gala


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