Gemany's Next Topmodel: Heidis 50 Mädchen ...

... und ein Engel. Eine von ihnen wird Germany's Next Topmodel 2012. "Gala" zeigt alle Kandidatinnen, die ab Februar bei Heidi Klum um den Sieg kämpfen

Topmodel Jury

Sie haben gezittert.

Geweint. Und sind bei den Castings über die Catwalks gestöckelt, als ginge es um ihr Leben. 50 der insgesamt 15711 Mädchen, die sich dieses Mal beworben haben, hat Heidi Klum erlöst: Sie dürfen ab 23. Februar um die heiß ersehnte Topmodel-Krone kämpfen. Noch emotionaler soll "Germany's Next Topmodel" in der siebten Runde werden, noch spektakulärere Challenges und Shootings stehen an, etwa in Los Angeles und bei den Fashion Weeks in Berlin, New York und Paris. Die Mädchen werden noch mehr gefordert, aus ihnen wird das Beste herausgekitzelt. Unterhaltsame Zickereien sind dabei programmiert. Vor allem weil dieses Mal etliche extrem durchsetzungsstarke Charaktere am Start sind, wie "Gala" aus dem Umfeld der Produktion erfuhr.

Hier kommt die Nummer 51: Die 20-jährige Melek - ihr Name bedeutet übersetzt "Engel" - musste wegen einer Krebserkrankung aus der letzten Staffel aussteigen. Sie ist als zusätzliche Kandidatin am Start.

Mit harten Bandagen gekämpft wird von Anfang an. So sorgte ausgerechnet Melek Civantürk aus Stuttgart ungewollt für den ersten Chick-Fight. Die 20-Jährige hatte an der letzten Staffel teilgenommen, war aber an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und musste aussteigen. Jetzt ist sie wieder gesund, es geht ihr gut. Melek wirkt ernster als viele ihrer aufgekratzten Mitstreiterinnen, die kindliche Unbeschwertheit ist ihr auf dem harten Weg zurück ins Leben verloren gegangen. Früher trug sie ihr Haar als Mähne, nach acht Chemotherapien ist es heute raspelkurz. Melek hat von Heidi Klum eine "Wildcard" erhalten, das heißt, sie darf als Nummer 51 teilnehmen. Das gefällt nicht jeder Konkurrentin. "Ein Mädchen hat über mich gesagt, für mich gäbe es wohl eine Extrawurst", sagt Melek zu "Gala". "Aber ich werde nicht anders behandelt als die anderen. Und das will ich auch gar nicht." Ernst fügt sie hinzu: "Wenn ich diesmal gehen muss, ist das eine Entscheidung der Jury und keine, die von außen getroffen wird." Punkt. Was braucht ein Mädchen überhaupt, um es bis an die Spitze zu schaffen? Heidi Klum ist da im Gespräch mit "Gala" ganz offen: "Die Mädchen sind alle Rohdiamanten für mich. Und sie überraschen mich immer wieder positiv. Manchmal denke ich, da kommt nichts mehr - und plötzlich zeigen sie sich von einer ganz neuen Seite." Einen Hochkaräter hat sie bereits unter den Teilnehmerinnen entdeckt: Die erfrischend natürliche Fränkin Evelyn gefällt Heidi gut, ließ sie durchblicken.

Für Co-Juror Thomas Rath dagegen ist wichtig, dass ein Mädchen ihn gleich im ersten Moment für sich einnimmt. "Bei mir läuft das immer über den ersten Eindruck. Ich schaue genau, wie sich das Mädchen präsentiert. Sie braucht das gewisse Etwas, dieses Flimmern in den Augen, das mich sofort begeistert", erklärt der Modedesigner. Dieses Funkeln hat er bisher bei Katarzyna, Laura und Luisa ausgemacht. Aber auch alle anderen haben Chancen - wenn sie sich richtig ins Zeug legen. Rath: "Wichtig ist, dass die Mädchen aktiv mitarbeiten. Wir können sie ja immer nur auf ihrem Weg begleiten und Hilfestellung leisten. Am Ende zeigt sich dann, wer am meisten mitgenommen hat." Für Thomas Hayo, drittes Mitglied der Jury und erfolgreicher Creative Director in New York, sollte die ideale Kandidatin ein Gesicht haben, "das von der Kamera geliebt wird". Und das - welch positive Message für alle Girls mit Model-Ambitionen - muss nicht unbedingt dem im landläufigen Sinn schönsten Mädchen gehören, sondern derjenigen, die es vor der Kamera richtig einzusetzen weiß. In dieser Staffel sieht Thomas Hayo in Evelyn, Katarzyna und Luisa großes Potenzial.

Die rot umkringelten Kandidatinnen zählen zu den Favoritinnen: Evelyn, Laura, Luisa und Katarzyna könnten bei "Germany´s next Topmodel" ganz nach vorn kommen. Die Juroren räumen ihnen gute Chancen ein.

Überhaupt, Thomas und Thomas: Sie geben ein prima Team ab - neben Heidi, nicht hinter ihr. Die Macher der Show wollen "T&T", wie das Duo intern genannt wird, mehr Raum geben. Sie sollen mehr Präsentationsfläche bekommen und sich intensiver um Kandidatinnen-Grüppchen kümmern. Zur Erinnerung: In der fünften Staffel (2010) gingen die Juroren Kristian Schuller und Qualid "Q" Ladraa neben Heidi vollkommen unter - sie konnten keine Akzente setzten und bildeten die schwächste Jury jemals, was sich auch an den Einschaltquoten zeigte. Chefin bleibt natürlich Heidi, aber es ist offensichtlich, dass ihre Show dank Thomas und Thomas an Feeling und Tempo gewonnen hat. Dennoch geht man die Stärkung der beiden vorsichtig an. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Heidi einst Bruce Darnell (erste und zweite Staffel - 2008 war er weg) nicht mehr haben wollte, weil er zu viel Aufmerksamkeit auf sich zog.

Konkurrenz wird's für Heidi Klum trotzdem geben, wenn auch aus einer ganz anderen Ecke. In der Vox-Show "Das perfekte Model" suchen ihre Kolleginnen Eva Padberg und Karolina Kurková schon gute drei Wochen vor ihr - am 31. Januar - nach Deutschlands attraktivstem Nachwuchsgesicht. In der Sendung soll es allerdings mehr um Mode gehen, außerdem werden nach Informationen von "Gala" die Shootings "nicht so abgedreht" sein wie bei "Germany's Next Topmodel".

Nach "Germany's next Topmodel"-Teilnahme

Welchen Weg gingen Heidis Mädels?

Das wurde aus Fata Hasanovic
Fiona Erdmann hat es 2007 bei Germany's Next Topmodel bis auf Platz Vier geschafft. Seitdem gab es nichts, was Fiona nicht ausprobiert hat: Schauspielerei, Musik-Branche, diverse TV-Formate. 2010 heiratete sie ihren tunesischen Freund Mohammed, mit dem sie bereits sieben Jahr in einer Beziehung lebte. Die Trennung der Beiden erfolgte 2015. Ein Jahr später starb Fionas Mutter im Alter von nur 56 Jahren. Ein weitere Schicksalsschlag dann im Jahr 2017: Ihr noch Ehemann Mohammed stirbt bei einem Motorrad-Unfall in Wien. Für Fiona waren die letzten beiden Jahre alles andere als einfach und sie beschließt nach Dubai auszuwandern, um dort ein neues Leben anzufangen. 
"Freut euch auf viele Babybauch-Momente!", schreibt Fiona Erdmann zu ihrem Schwangerenfoto bei Instagram. Es zeigt sie in einem schwarzen Maxikleid mit wehenden Haaren im Wind – nicht zu übersehen: ihr wachsender Babybauch!
Ira Meindl kämpfte 2009 mit Sara Nuru und Sarina Nowak um den Titel "Germany's next Topmodel". Heute kämpft sie sich fröhlich durch das Familienleben mit Emilia und Elija.

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Ärgert sich Heidi über ihre Rivalinnen oder fürchtet sie gar? "Ich finde das nicht negativ! Durch Konkurrenz arbeitet man härter. Wir jedenfalls versuchen immer, eine tolle Sendung zu machen, und jetzt strengen wir uns eben noch mehr an." Und ganz locker schiebt sie noch nach: "Es ist ja auch ein Kompliment: Es bedeutet, dass unser Format bisher so interessant und erfolgreich war, dass es weitere Mitbewerber gibt. Der Zuschauer wird entscheiden, was er gern sehen möchte." Martina Ochs Mitarbeit: Hauke Herffs

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