GALA Interview: Sienna Miller: "Frauen sind oft stärker als Männer"

Früher lebte sie ein Leben auf der Überholspur – und heute? GALA sprach mit Sienna Miller über Jugendsünden, Jobs und Muttergefühle

Sienna Miller, Marlowe Sturridge

Sie hat es sich in einer Drehpause auf dem Sofa gemütlich gemacht, hört im Schneidersitz den Folksong „Sugar Man“ übers iPhone. Wir sind in London, am Set des Werbedrehs für „Vöslauer“ – die Britin ist der neue Kampagnenstar der Mineralwassermarke. „Alles im Leben ist Glück und Timing“, sagt sie lachend. Beides passt bei ihr. In diesem Jahr dreht sie fünf Hollywood-Filme, ist Jurymitglied des Filmfestivals in Cannes. Vor allem aber hat sie ihr privates Glück gefunden: mit Partner Tom Sturridge und der zweijährigen Tochter Marlowe.

Sie wirken so, als hätten Sie sich neu erfunden …

Ich bin einfach erwachsen geworden. Als ich mit der Schauspielerei anfing, war ich 21, jetzt bin ich 33. Und nachdem ich Mutter wurde, hab ich eine längere Pause eingelegt. Nun fühle ich mich konzentrierter, fokussierter, auch was die Arbeit betrifft. Ich genieße die Zeit mit meiner Tochter so sehr, dass ich mir immer denke: Mach lieber nur gute Jobs, sonst ist es die Zeit nicht wert, die du von ihr getrennt bist!

Was genau hat sich geändert, seit Sie Mutter sind?

Jetzt gibt es jemanden, der wichtiger ist als ich selbst. Mutter zu werden ist die tiefste Erfahrung, die man als Frau machen kann, die wunderschönste und wunderbarste! Es kommt so viel zurück. Ich glaube auch, dass es mir guttut, Verantwortung zu haben.

Ihre Tochter heißt mit zweitem Namen Ottoline. Wieso?

Wegen Lady Ottoline Morrell, die zur Clique um die Schriftstellerin Virginia Woolf gehörte. Das waren alles starke, unabhängige Frauen, die für ihren Intellekt und ihren Geist respektiert wurden. Lady Ottoline Morrell war ganz und gar außergewöhnlich. Daher haben wir unsere Tochter so genannt.

Was macht eine Frau stark?

Eine Stimme zu haben, sich nicht überhören zu lassen. An sich selbst zu glauben, aber auch die eigene Verletzlichkeit zeigen zu können. Frauen sind oft stärker als Männer.

Wenn Sie in Ihrer Vergangenheit etwas ändern könnten, was wäre das?

Die Summe der Vergangenheit macht einen Menschen doch zu dem, der er ist. Ich bin, wer ich bin, das hier ist mein Leben. Klar, in der Vergangenheit hat sich sehr viel öffentlich abgespielt, und natürlich habe ich Fehler gemacht. Öffentliche Fehler sozusagen. Aber das gehört zum Erwachsenwerden.

Gibt es Schönheitstipps, die Sie Ihrer Tochter weitergeben wollen? Tipps, die Sie von Ihrer Mutter bekommen haben?

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Ich habe leider nicht auf meine Mutter gehört. Sie sagte immer: „Schütze dein Gesicht vor der Sonne!“ Ich habe das Gegenteil gemacht und war ständig in der Sonne. Diesen so so wichtigen Tipp meiner Mutter will ich auf jeden Fall an meine Tochter weitergeben. Aber trotzdem sollte man, wenn man jung ist, Dinge auch einfach mal machen dürfen: Es ist herrlich, jung und sonnengebräunt zu sein! Die ganzen Sommersprossen und Pigmentflecken kommen dann allerdings mit dreißig. (lacht)

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