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Gérard Depardieu Was muss, das muss


Gérard Depardieu wurde zu einem ungünstigen Zeitpunkt von einer Blasenschwäche ereilt: Vor dem Start eines Flugzeugs musste er ganz dringend, durfte aber nicht. Da überlegte er sich eine nicht ganz einwandfreie Alternative

Gérard Depardieu und Obelix haben nicht nur ähnliche Körperformen, sie teilen auch die Vorliebe für rote Getränke. Während Obelix sein geliebter Zaubertrank aber meistens aus bekannten Gründen verwehrt bleibt, schlürft der französische Schauspieler liebend gern literweise Rotwein aus einem seiner Anbaugebiete, wie er einmal in einem Interview zugab.

Sein Hang zum Flüssigen wurde dem 62-Jährigen jedoch am Dienstag (16. August) bei einer Flugreise von Paris nach Dublin zum Verhängnis: Depardieu drückte die Blase. Das Problem: Das Flugzeug war in den Startvorbereitungen und die Toiletten deswegen geschlossen.

Dem offenbar angetrunkenen Hobby-Winzer blieb nichts anderes übrig: Er stand einfach auf und pinkelte kurzerhand in den Gang. Immerhin warnte er seine Mitpassagiere noch: "Ich kann nicht warten", soll er laut dem französischen Radiosender "Europe 1" gesagt haben. Die französische Fluglinie "AirFrance" bestätigte den Vorfall.

Wer jetzt glaubt, Depardieus rücksichtsloses Verhalten habe die anwesenden Fluggäste zu entsetzten Aufschreien veranlasst, der hat nicht mit dem Nationalstolz der Franzosen gerechnet. Eine Passagierin erzählte "Europe 1", dass alles höflich abgelaufen sei und niemand ein Wort gesagt habe. Und das, obwohl Gérard Depardieus Malheur zu einer zweistündigen Verspätung führte, da der Flieger gereinigt werden musste.

Mit solchen Problemen hatte Obelix bei den Römern nicht zu kämpfen. Aber vielleicht sollte Gérard Depardieu in Zukunft auch einen Miraculix an seiner Seite haben. Der könnte ihm - zumindest vor einer Flugreise - beim Griff zum Weinglas auf die Finger klopfen.

jfa

gala.de

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