Franzsika Knuppe + Christian Möstl: Das große GALA-Liebes-Interview zum 20. Hochzeitstag

Franziska Knuppe und ihr Mann Christian feiern 20. Hochzeitstag. Mit GALA sprachen sie exklusiv über Vertrauen, Verlockungen und Sex. 

Christian Möstl, Franziska Knuppe 

Morgens um halb neun in Wilhelmshorst bei Potsdam. Die Vögel zwitschern. Das Tor zum Grundstück von Franziska Knuppe, 44, und ihrem Mann Christian Möstl, 47, öffnet sich nach dem Klingeln elektronisch - der erste Blick fällt auf eine Harley, die im Sonnenlicht blitzt. Und da ist auch schon der Motorrad-Fan! Christian Möstl erklärt: "Franzi bringt gerade noch Mathilda zur Schule."  Durchs Haus geht es geradewegs in den Garten. Hohe Bäume säumen das Grundstück. Ein Trampolin, Ballspiele und ein buntes Baumhaus zeigen, dass dieses Paradies gern genutzt wird. "Hier ist immer was los", bestätigt Christian Möstl. Wenig später ist dann auch Franziska zurück.  Zum 20. Hochzeitstag hat das Paar GALA nach Hause eingeladen. Seit 1997 kennen sie sich, 2007 kam ihre Tochter zur Welt. Eine glückliche Familie, in der sich die Eltern dennoch weiter als Partner attraktiv finden. Sie, das Top-Model, er, der Maurermeister und „Leiter unseres Familienunternehmens“, wie er es formuliert. Bei Erbsensuppe (vom Feinkostladen nebenan) und Kuchen erzählen die beiden von ihrer Rollenverteilung im Alltag und wie sie ihre Liebe jung halten. 

GALA: Erinnern Sie sich noch an Ihren allerersten Moment? Wie und wo haben Sie sich kennengelernt?
Franziska Knuppe: 
Im "Café Heider" in Potsdam, wo ich damals während meines Studiums gekellnert habe. Christian kam mit seinen Kum­pels rein, und ich dachte schon im ersten Augenblick: interessanter Typ!
Christian Möstl: Das habe ich gemerkt. Auf jeden Fall bin ich dann am selben Abend noch mal allein wiedergekommen und habe Franzi um ein Date gebeten. Ich habe damals in Hamburg gewohnt, die Zeit drängte also. Übrigens haben sich im "Café Heider" 1969 auch meine Eltern kennengelernt.

Evelyn Burdecki

"Ich konnte nicht mal in die Nähe von ihm gehen, weil ich dann rot wurde"

Evelyn Brudecki
©Gala

Franziska Knuppe wurde im Café entdeckt

Wie ging es bei Ihnen beiden weiter? 
Franziska:
Zwei Tage später waren wir zusammen essen. (schaut lächelnd zu ihm) Und es ging in dem Café dann ja sogar noch mal weiter: Vier Wochen später hat mich Wolfgang Joop dort angesprochen. 

Joop ist Ihr Entdecker? 
Franziska: Richtig. Plötzlich hatte ich einen Model-Vertrag in Hamburg. Drei Monate nach dem ersten Date bin ich zu Christian nach Hamburg gezogen. 
Christian: Ein Jahr später habe ich ihr den Heiratsantrag gemacht.
Franziska: Wieder ein Jahr später waren wir verheiratet.

Mit Ihrer Tochter haben Sie sich dann aber einige Jahre Zeit gelassen.
Christian: 
Ja und nein... 
Franziska: Christian hat mir an seinem 35. Geburtstag die Pistole auf die Brust gesetzt und meinte, dass er auf jeden Fall vor seinem 36. Geburtstag Vater werden will. Ich habe dann nach 16 Jahren die Pille abgesetzt und wurde - schwups! - schwanger. Mathilda kam vier Wochen vor Christians 36. Geburtstag zur Welt. 

 

Sie wirken auch nach 20 Jahren Ehe immer noch so harmonisch. Was ist Ihr Liebesgeheimnis?
Franziska: 
Christian ist der ehrlichste Mensch, den ich kenne. Er sagt mir immer seine Meinung und gibt mir Kritik, auch wenn’s manchmal wehtut. Bei uns kommt alles auf den Tisch. Sofort. Jedes Thema. 
Christian: Franzi ist unfassbar verständnisvoll. Deshalb haben wir so wenig Streit.
Franziska: Es gibt Beziehungen, in denen nach einem Streit tagelang nicht miteinander gesprochen wird. Das ist für uns undenkbar. Wir telefonieren auch jetzt noch bis zu fünf Mal am Tag, ganz egal, wo wir gerade unterwegs sind. Wir sind immer in Kontakt. 

Waren Sie sich immer treu? 
Christian & Franziska: 
Ja! (beide antworten gleichzeitig und lächeln sich dabei an)

Finden Sie sich gegenseitig immer noch sexy?
Christian: 
Aber volle Tüte!
Franziska: Klar, sonst wären wir ja wie Bruder und Schwester. Und das sind wir ganz sicher nicht. 
Christian: Einmal, zweimal, dreimal, fünfmal...unser wöchentliches Ritual. Im Ernst jetzt: Das ist immer so gewesen bei uns, das passt wie die Faust aufs Auge.

Christian Möstl, Franziska Knuppe 

Manchmal muss der Ehemann eingreifen

Welche Rolle spielt Eifersucht?
Christian: Eigentlich keine. Ganz am Anfang habe ich es schon wissen wollen, wenn Franzi mit einem männlichen Model zusammenarbeitet. Aber das ist echt lange her. 
Franziska: Da gab’s auch diese Situation, dass ein Fotograf mich mehrfach eindeutig zweideutig angeschrieben hat. Ich habe meinem Agenten gesagt, dass ich mit dem Typen nicht mehr arbeiten möchte. Einmal ließ es sich nicht vermeiden - und da habe ich Christian einfach mitgenommen.

Was passierte dann?
Franziska: 
Dann war Ruhe. Der Typ hat’s kapiert.
Christian: Einmal habe ich aktiv eingegriffen. Udo Jürgens hat sich damals Franzis Nummer besorgt und wochenlang bei ihr angerufen, SMS geschrieben. Irgendwann klingelte er durch, als ich gerade neben Franzi stand. Ich ging ran und meinte zu ihm: „Hallo Udo, ich glaube, es reicht jetzt. Lass gut sein!“

Und?
Christian: 
Er hat nie wieder angerufen. 

Gab es bei Ihnen mal Verlockungen?
Christian: 
Nein. Ich will ja auch ein Vorbild für meine Tochter sein. Und wenn ich schwanken würde, würde ich Mathilda gleich mit bescheißen. 
Franziska: Unser Leben ist aufregend genug. Das alles opfern für ein Experiment? Nein! Kommt mir auch gar nicht in den Sinn, weil ich den Richtigen bereits an meiner Seite habe.

Franziska Knuppe

Sie will ihrer Tochter ein Vorbild sein

Franziska Knuppe will mit gutem Beispiel voran gehen

Wie organisieren Sie Ihren Alltag? Franziska ist ja viel unterwegs. 
Christian:
 Mein Beruf heißt Organisation. Ich organisiere alles um Franzi herum. Mails checken, Bürokram erledigen, Anfragen von Kunden besprechen. Und ich kümmere mich um Mathilda, pauke zum Beispiel Mathe mit ihr. Ich halte Franzi den Rücken frei und opfere mich in diesem Fall gerne, denn es ist anders gar nicht möglich. Ich leite unser Familienunternehmen. 

"Wir sind gleichberechtigt, in allem, was wir tun"

Würden Sie sich als Hausmann bezeichnen?
Christian: 
Nein. Wenn man mit so einer Rollenverteilung anfängt, dann hat man doch schon verloren. Das ist bei uns alles total fließend und unkompliziert. Wir sind gleichberechtigt in allem, was wir tun. 
Franziska: Außerdem bin ich ja nicht ständig weg. Klar kocht Christian, oder er stellt die Waschmaschine an, wenn ich zwei, drei, Tage auf einer Produktion bin. Aber oft bin ich abends wieder da. Und dann koche ich. Hausarbeit ist für mich Entspannung.
Christian: In erster Linie ist es für mich ein verdammt gutes Gefühl, wenn der Partner Spaß hat, an dem, was er tut. Franziska liebt ihren Job - ich meinen. Das bringt viel Ruhe ins Spiel. Happy Wife, Happy Life. 

Franziska Knuppe

Seit über 20 Jahren erfolgreich als Model

Franziska Knuppe ist immer noch dick im Geschäft

Was ist Ihr Ausgleich zum Allround-Kümmern?
Christian:
Ich liebe es, mit meinen Kumpels Motorradtouren zu machen. Außerdem habe gerade meine Rennlizenz mit AMG gemacht und möchte demnächst Autorennen fahren. Und an der Ostsee haben wir unser Boot liegen, auf dem wir als Familie immer den Sommer verbringen. Da gibt es über das gesamte Jahr ständig etwas zu tun.  
Franziska:
 Manchmal schütteln andere Frauen den Kopf darüber, dass ich es in Ordnung finde, wenn Christian mit seinen Jungs zweimal im Jahr große Motorradtouren macht. Darüber kann ich dann nur den Kopf schütteln. 

Harley-Fahrer gelten als harte Kerle. Braucht man da eine Extraportion Selbstbewusstsein, wenn die Frau mehr verdient?
Christian: 
Das war noch nie ein Thema bei uns. Ich glaube allerdings, das bekommt man nur hin, wenn man sich schon vor so einer Karriere wie Franzis kenngelernt hat und dann gemeinsam hineinwächst.
Franziska: Außerdem hast du mich ja in den ersten Jahren mitfinanziert, als ich als Model anfing, wenig Geld hatte und zu dir gezogen bin.

Als Maurermeister haben Sie, Christian, später auch mal für Wolfgang Joop als Bau-Controller gearbeitet. 
Christian: 
Genau, und ich habe gut verdient in der Zeit. Heute ist es eben umgedreht. Wenn jemand ein Problem damit hat, dann hat er grundsätzlich ein Problem mit Partnerschaften oder mit Frauen, die auf eigenen Beinen stehen. 

Haben Sie getrennte Konten?
Christian: 
Nein. Wir haben ein Unkostenkonto, und das wird immer aufgefüllt für alles, was so anfällt.  
Franziska: 
Wir haben von Anfang an unser Geld in einen gemeinsamen Topf getan. Alles andere fänd ich auch komisch. 

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Franziska Knuppe

"Christian erdet mich zu Hause"

Sie ticken in so vielen Dingen gleich. Wo sind Sie beide unterschiedlich?
Franziska: 
Ich kann schlecht stillhalten, ich wusele immer rum, rede viel, bin überhaupt schnell in allem. Christian ist mein Ruhepol.
Christian: Deshalb fange ich sie oft wieder ein und bremse sie ein wenig ab.
Franziska: Das tut mir gut. Im Job bin ich halt immer schnell, und dazu habe ich oft die Situation, dass alle sagen: „Ach toll, Franzi, ach super Franzi!“ Christian erdet mich dann  zu Hause. Dafür bin ich ihm dankbar. 

Glauben Sie an die ewige Liebe?
Christian: 
Ganz sicher! Natürlich kann immer was Unvorhergesehenes passieren. Aber im Moment fallen mir keine Gründe ein, warum ich nicht daran glauben sollte.
Franziska: Ich finde, wir haben uns in den ersten 20 Jahren das erarbeitet, was uns die nächsten 20 Jahre zugute kommt. Wir haben uns eine perfekte Basis geschaffen in Sachen Liebe, Vertrauen und Familie. 

 

Gibt es Pläne, wo Sie im Alter leben wollen?
Christian:
 Ich hätte gerne ein Haus in Südfrankreich, nah am Meer, wo unser Boot dann liegen könnte. 
Franziska: Ein schöner Gedanke. Aber ich denke jetzt noch gar nicht so weit. Es ist alles ganz wunderbar, wie es gerade ist. 

Christian, gibt es etwas, was Sie Franziska genau in diesem Moment sagen möchten?
Christian: Bleib, wie du bist! Klingt vielleicht doof, meine ich aber so. Deine Art, nie negativ zu denken, alles positiv zu sehen: Das ist der Kitt für noch 50 Jahre mit dir. 

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