Floyd Mayweather: Reich, aber doch so arm

Box-Champion Floyd Mayweather ist laut "Forbes"-Magazin der bestbezahlte Prominente des Jahres. Doch wer ist eigentlich der Mensch hinter dem Geld?

Floyd Mayweather

Er hat es an die Spitze der Bestverdiener geschafft: Boxer Floyd Mayweather. Satte 300 Millionen Dollar nahm der Sportstar im vergangenen Jahr ein. Erst kürzlich wurden Taylor Swift, 25, und Calvin Harris, 31, zum reichsten Promipaar gekürt. 146 Millionen US-Dollar floss in ihre Kassen. Irre: Mayweather verdient als Einzelperson immer noch mehr als das bestverdienende Paar 2014. Da passt der Spitzname "Moneymaker" natürlich wie die Faust aufs Auge!

Einen Großteil seines Geldes bekam er für den Sieg im "Kampf des Jahrhunderts" gegen seinen Konkurrenten Manny Pacquiao, 36, der sich immerhin noch über rund 160 Millionen Dollar freuen darf und damit auf Rang zwei der Liste landete. Das Treppchen komplettiert Sängerin Katy Perry (30, "Prism") mit angeblich 135 Millionen US-Dollar auf dem dritten Platz.

Aus schwierigen Verhältnissen

Ja, Floyd Mayweather Jr. hat es ganz nach oben geschafft: Er ist Superstar, Super-Boxer und Super-Verdiener. Dabei lief sein Leben nicht immer so glatt, sondern anfangs sogar ziemlich aus dem Ruder. Er wuchs in schwierigen Verhältnissen auf: Seine Kindheit war von Gewalt und Kriminalität überschattet. Seine Mutter und seine Tante waren drogenabhängig. Letztere starb an den Folgen einer HIV-Erkrankung.

Seinem Vater, Floyd Mayweather Sr., wurde wegen eines Zoffs rund um eine Zwangsräumung vom eigenen Schwager ins Bein geschossen. Den kleinen Floyd hatte er währenddessen auf dem Arm. Mayweather lernte durch diese unsteten von Angst und Gewalt geprägten Jahren nie feste familiäre Strukturen kennen - und wohl so auch wenig Liebe. Teilweise wuchs er auch bei seiner Großmutter auf.

Er saß im Knast

Seine Erfüllung fand er, genau wie auch sein Vater, im Boxen. Er brach die Highschool ab - und wurde zum Superstar der Szene. Dennoch konnte er sich dem Einfluss seiner Vergangenheit offenbar nur sehr schwer entziehen. Denn der 38-Jährige schlägt auch außerhalb des Rings zu: Er wurde mehrfach wegen Körperverletzung und häuslicher Gewalt gegenüber seiner Ex-Freundin verurteilt - zuletzt im Jahr 2012, wo er auch 90 Tage lang einsitzen musste.

Aber nicht nur deswegen rümpft manch einer seine Nase. Der Boxer macht immer wieder mit seiner Attitüde Schlagzeilen: genauer gesagt, seiner Potzerei. Sein Instagram-Account ist gespickt von Bildern, auf denen er seinen Reichtum beinahe besessen zur Schau stellt: Behängt sich selbst mit kiloweise Gold- und Diamtenketten, freut sich darüber, dass er 6,2 Millionen Dollar für "nur drei Autos" ausgegeben hat, türmt Stapel mit Geldscheinen auf und postet diese.

Ende 2013 kursierte sogar ein Video, in dem er sich für einen Kampf inszeniert. Er trägt ein T-Shirt, auf denen die Worte "Money, Power, Respect" gedruckt sind, wirft mit Geldscheinen um sich, steigt in einen Nobelschlitten und nennt diesen "meine Freundin".

Tja, irgendwie fragt man sich da, ob ihm vielleicht nicht doch etwas fehlt - obwohl er scheinbar alles hat. Wie zum Beispiel wahre Freunde. Und echte Werte im Leben.

Die kann man nämlich nicht mit Geld erkaufen.

Nichtdestotrotz hier die Liste der reichsten Promis laut "Forbes":

1. Boxer Floyd Mayweather (300 Millionen)

2. Boxer Manny Pacquiao (160 Millionen)

3. Sängerin Katy Perry (135 Millionen)

4. Band One Direction (130 Millionen)

5. Radio-Moderator Howard Stern (95 Millionen)

6. Musiker Garth Brooks (90 Millionen)

7. Autor James Patterson (89 Millionen)

8. Schauspieler Robert Downey Jr. (80 Millionen)

9. Sängerin Taylor Swift (80 Millionen)

10. Fußball-Star Cristiano Ronaldo (79,5 Millionen)

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