Florian David Fitz + Matthias Schweighöfer : So unterschiedlich gehen die Schauspieler mit Geld um

Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer verzichten in ihrem neuen Film "100 Tage" auf Konsum. Und privat so?

Auf Camping-Stühlen fühlen sie sich miteinander ebenso wohl wie auf dem roten Teppich: Die Chemie stimmt zwischen , 44, und , 37.

Florian David Fitz + Matthias Schweighöfer über private Pläne

In "100 Dinge" stehen sie jetzt gemeinsam vor der Kamera. Fitz schrieb auch das Drehbuch und führte Regie. Es ist spät geworden gestern Abend bei der Premierenfeier. Als wir uns in Berlin zum Interview treffen, bestellt sich Schweighöfer einen Espresso mit Hafermilch. Und ist dann genauso hellwach wie Fitz.

GALA: Herr Schweighöfer, im Film laufen Sie splitterfasernackt durch Berlin, mit einem sehr ansehnlichen Körper. Wie lange haben Sie dafür trainiert?

Matthias Schweighöfer: Sehr lange. Und sehr viel. (beide lachen)

GALA: Und wie kamen Sie, Herr Fitz, überhaupt auf diese Geschichte übers Verzichten?

Florian David Fitz: Themen wie Kaufrausch und Konsumsucht, aber auch Minimalismus schwirren ja ständig herum. Festgesetzt hat sich die Idee, als ich eine Doku über einen Finnen sah, der all sein Hab und Gut in ein Depot weggesperrt hat und sich dann jeden Tag nur einen Gegenstand zurückholen durfte. Ein Jahr lang hat er den Konsumverzicht durchgezogen.

Matthias Schweighöfer

Splitterfasernackte Geburtstagsgrüße

Matthias Schweighöfer (l.) und Florian David Fitz ziehen sich auch im neuen Film "100 Dinge" aus

GALA: In Ihrem Film geht es um eine Wette: 100 Tage auf Besitz verzichten, wer dagegen verstößt, hat verloren. Ist so ein Battle typisch männlich?

Fitz: Jeder Mensch vergleicht sich doch mit anderen! Frauen machen das nur subtiler. Aber zu Matthias muss ich sagen: Er ist da in echt ganz anders, nicht so ein Wettbewerbs-Arsch. Und ich übrigens auch nicht.

GALA: Vergleichen Männer sich, wenn sie nebeneinander auf der Toilette stehen?

Schweighöfer: Sie meinen, ob man beim Pinkeln mal rüberguckt? Nee, auch da vergleiche ich mich nicht.

GALA: Haben Ihre Kinder, die jetzt neun und vier Jahre alt sind, den Film gesehen?

Schweighöfer: Greta mag mich auf der Leinwand nicht sehen, findet sie doof. Und Valentin ist noch zu klein.

GALA: Haben Sie beide schon mal so richtig Kohle verprasst?

Fitz: Ich bin dafür viel zu konservativ erzogen worden. Meine Mutter hat mir eingebläut, dass für einen Schauspieler alles schnell vorbei sein kann: "Nimm den Job lieber an, du weißt nicht, was morgen ist!“" Irgendwann habe ich dann angefangen in eine eigene Wohnung zu investieren. 

Florian David Fitz + Matthias Schweighöfer

So weit geht ihre Freundschaft

Florian David Fitz + Matthias Schweighöfer: So weit geht ihre Freundschaft

GALA: Warum lachen Sie gerade, Herr Schweighöfer? 

Schweighöfer: Weil auch ich – kurz nach der Wende – überlegt habe, eine Wohnung zu kaufen. Prenzlauer Berg, beste Lage, 250 Quadratmeter, und sie sollte nur 120000 Euro kosten. Heute wäre die sicher zwei bis drei Millionen wert. Jedenfalls war meine Mutter damals wegen der Finanzierung besorgt: "Wenn du das machst, landest du unter der Brücke!" Das halte ich ihr bis heute vor.

GALA: Was machen Sie denn heute mit Ihrem Geld? 

Schweighöfer: Ehrlich? Manchmal haue ich es schon raus. Ich hatte zum Beispiel schon immer den Traum, in Cannes eine Yacht zu mieten. Das habe ich kürzlich getan. Wir waren 14 Leute an Bord, sind in einer Lagune in türkisblauem Wasser schwimmen gewesen. Es war so toll! Ich will die Dinge jetzt erleben! Das Geilste war, dass sich die Crew für uns mitgefreut hat. Die waren sonst nur diese Superreichen gewöhnt, für die eine Yacht nichts Besonderes ist. Ich habe verdammt viel Geld dafür ausgegeben, für das ich hart gearbeitet habe. Aber ich werde diesen Urlaub nie vergessen. 

GALA: Sie sind jetzt beide um die vierzig. Wie stellen Sie sich Ihr Leben im Alter vor? 

Fitz: In meinem Freundeskreis geistert tatsächlich der Traum von einer Alters-WG herum. Ein Häuschen im Süden. Das Haus am See von , wenn Sie so wollen. 

GALA: Lernt man die Dinge mehr und mehr zu schätzen? 

Fitz: Klar beschleicht einen der Gedanke, dass man sterblich ist und es einen bald erwischen kann, je älter man wird. Deswegen ist es wichtig, auch mal anzuhalten, sich auf wahre Werte zu besinnen. Auch nur mal das Handy wegzulegen.

GALA: Umgeht man auf diese Weise eine Midlife-Crisis? 

Fitz: Vielleicht. Obwohl ich das Wort zu negativ finde. Für mich hat das auch etwas mit einem Realitäts-Check zu tun, und der kann ja positiv sein.

GALA: Sie als Vater denken doch sicher besonders viel übers Leben nach, Herr Schweighöfer? 

Schweighöfer: Das tue ich. Ich frage mich oft, warum ich so bin, wie ich bin, und was davon ich an meine Kinder weitergeben will.

GALA: Gehen Sie deshalb seit einiger Zeit zu einer Therapeutin? 

Schweighöfer: Ja, das ist einer der Gründe. Diese Treffen helfen mir vor allem, Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Ich habe zum Beispiel große Flugangst. Die Realität ist: Wenn die Maschine runterkommt, bin ich tot. Aber alles andere ist der Kopf. Die Angst ist nur im Kopf. Im Leben geht es immer um Entscheidungen, deswegen habe ich auch den Yacht-Urlaub gemacht und Geld verprasst. Das war eine bewusste Entscheidung. Auch wenn mal eine Durststrecke kommen kann. Egal!

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Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer suchen Komparsen

Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz

GALA: Welche Rolle spielt heute Ani in Ihrem Leben, die Mutter Ihrer Kinder? Sie waren verlobt, mittlerweile sind Sie getrennt. Kümmern sich gemeinsam um die Kinder? 

Schweighöfer: Der Beziehungsstatus ist kompliziert. Lassen wir das mal dabei, okay? (lächelt)

GALA: Herr Fitz, wünschen Sie sich Kinder? 

Fitz: Ja, ich möchte sehr gerne Kinder haben. 

Schweighöfer: Du wärst auch ein cooler Vater! Kinder sind das ungefilterte Leben. Wenn ich mit meinen Kindern zusammen bin, spüre ich, dass es nicht immer nur um mich gehen muss. Das ist wie Urlaub.

GALA: Welche Wünsche möchten Sie sich noch erfüllen, was steht auf Ihrer Bucket List? 

Fitz: Ich habe gar keine. 

Schweighöfer: Ich will mit meiner Tochter die Route 66 runterfahren. Und ich möchte für eine Weile nach Amerika ziehen. Hollywood und allgemein das Leben in den Staaten haben mich schon immer fasziniert.

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