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Felicitas Woll Botox und Heiraten sind kein Thema für sie

Felicitas Woll
© Getty Images
Felicitas Woll kommt als "Lolle" ins Kino. Warum Botox kein Thema für sie ist, genauso wie heiraten, verrät sie im GALA-Interview. 

Felicitas Woll kommt mit einer dampfenden Tasse Kaffee in die Interview-Suite des "Hotel Zoo" am Ku’damm in Berlin und macht es sich in einer Sitzecke gemütlich. Herrlich beschwingt wirkt die Schauspielerin, im Januar feierte sie gerade ihren 40. Geburtstag. Kaum zu glauben, dass mittlerweile 15 Jahre vergangen sind, seit sie in der ARD-Erfolgsserie "Berlin, Berlin" als Hauptfigur "Lolle" brillierte. Ab 19. März gibt es jetzt ein Wiedersehen mit "Lolle" - diesmal auf der Kinoleinwand.

Felicitas Woll: Als "Lolle" zurück auf der Leinwand 

Erste Szene im neuen "Berlin, Berlin": "Lolle" steht mit ihrem Verlobten "Hart" vor dem Traualtar, als plötzlich ihr früherer Freund und Herzensbrecher Sven hereinplatzt und vor der gesamten Hochzeitsgesellschaft um ihre Hand anhält. Lustig - im Film. Aber in echt? "Zum Glück war ich privat noch nicht in so einer Situation, dass ich zwischen zwei Männern stand. Gefühlstechnisch ist es ja schon mit einer Beziehung anstrengend genug", erzählt die Grimme-Preisträgerin und lacht. "Ich bin auch, was das Heiraten angeht, eh nie das Mädchen gewesen, das sich selbst in einem weißen Hochzeitskleid sieht. Das, was zwischenmenschlich zwischen Mann und Frau passiert, ist so viel wichtiger als alles andere." 

"Die Großeltern und Tanten haben miterzogen"

Ein Beziehungsprinzip, dem Felicitas Woll bis heute treu geblieben ist. Ihre beiden Töchter, 14 und drei Jahre alt, zieht sie ohne Trauschein groß. Über deren Väter schweigt sich Woll konsequent aus. Sie lebt in der Nähe von Kassel, in Nordhessen ist sie auch groß geworden, in einem Mehrgenerationenhaus. "Das war ein totales Geschenk, so aufzuwachsen, weil immer jemand da war, generationengemischt eben. Die Großeltern, Tanten haben quasi miterzogen und mitbetreut. So etwas gibt es heute ja nur noch selten."

Mit der ganzen Familie unter einem Dach lebt sie jetzt nicht mehr, mittlerweile braucht sie mehr Ruhe um sich herum. Fast ein bisschen spießig, findet sie selbst. Umso mehr genießt sie den Spagat zwischen dem Leben mit ihren Kindern in der Provinz und den trubeligen Drehtagen in der Großstadt.

"Ich lass mich doch nicht spritzen"

Felicitas Woll strahlt viel Gelassenheit aus. Macht sie die 40 gar nicht nervös? "Es ist alles in Ordnung für mich, wenn ich mich im Spiegel sehe. Natürlich haben sich mein Gesicht, meine Haut und mein Körper verändert in den letzten zehn Jahren. So what ...?", erklärt sie. Hat sie also noch nie über Botox oder andere Optimierungsstrategien nachgedacht? "Nein, mein Gesicht ist mein Arbeitsgerät, ich lass mich doch nicht spritzen. Ich werde auch nicht damit anfangen, an mir rumzuarbeiten." Klare Worte! 

Und ihre ganz privaten Glücksmomente? Gibt es einen Mann, der sie aktuell durchs Leben begleitet? An dieser Stelle bleibt die Schauspielerin lieber im Ungefähren: "Sagen wir so: Ich bin glücklich, mein Leben ist aufregend und bunt, und ich liebe mein Leben. Mein Leben ist ein Abenteuerland." Nächster Versuch, ihr etwas zu entlocken: Wie wird man denn Teil dieses "Abenteuerlands?" "Ich bin immer schon ein tief fühlender Mensch. Das Herz hat in emotionalen Angelegenheiten ein großes Mitspracherecht bei mir, aber es braucht keine großen Gesten, um mein Herz zu erweichen."

"Ich glaube, die meisten Männer haben Angst vor mir"

Also darf munter drauflos geflirtet werden? Da wiegelt Felicitas Woll ab: "Ich bin definitiv nicht der Typ, der mitflirtet, wenn er angeflirtet wird. Im Gegenteil, ich flüchte dann eher. Ich glaube auch, die meisten Männer haben eh eher Angst vor mir." Wie bitte? Dazu gibt es nun wirklich keinen Grund. Denn schon nach wenigen Minuten werden die meisten feststellen: Diese "Lolle" muss man einfach lieb haben - ganz dolle!

Gala

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