Mesut Özil: Manuel Neuer und Thomas Müller sprechen Klartext

Manuel Neuer und Thomas Müller haben lange mit ihrer Meinung über Mesut Özil geschwiegen - bis jetzt

Thomas Müller und Manuel Neuer sprechen über ihren Ex-Team-Kollegen Mesut Özil

Mesut Özil, 29, der Skandal um ein Foto mit dem türkischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein Rücktritt aus der Nationalmannschaft sorgten für wochenlanges Schlagzeilen-Gewitter. Jetzt haben sich mit Manuel Neuer, 32 und Thomas Müller, 28, zwei führende Spieler im Rahmen einer Presserunde beim Trainingslager des FC Bayern München in Rottach-Egern zu dem Thema geäußert. 

Das sagt Manuel Neuer

Der Kapitän der Mannschaft zeigt Verständnis für die Entscheidung Özils. "Es ist die Entscheidung jedes einzelnen Spielers. Die Gründe muss man für sich selbst suchen, und die hat er dann auch gefunden. Diese Entscheidung akzeptieren wir natürlich." Dass sein ehemaliger Team-Kollege Rassismus im DFB erfahren habe, bestritt er. "Wir haben immer versucht, alle Spieler zu integrieren, und haben auch alles für unsere Mitspieler getan, damit jeder auch mit einem guten Gefühl in die Spiele geht." Das Foto von Özil und Erdogan bezeichnete er als ein Thema, "das nach dem Ausscheiden [aus der Fußball-WM 2018] sehr anstrengend war für die, die alles gelesen haben." 

WM 2018

Die schönsten Momente der Fußball-Weltmeisterschaft

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15. Juli 2018  Frankreichs Präsident bedankt sich bei dem Offensiv-Ass Antoine Griezmann für die großartige Finalleistung (Frankreich hat sich mit 4:2 gegen Kroatien durchgesetzt).

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Das sagt Thomas Müller

Während der Pressekonferenz meldete sich auch Thomas Müller zur Causa Özil Wort. Er sagte: "Die Debatte wird von außen befeuert. Sicherlich haben die Protagonisten auch keine glückliche Rolle abgegeben – egal ob aufseiten des Verbandes oder die Spieler selbst.“ Unmissverständlich stellt er klar: "Für uns Spieler war das Thema nie so stark, wie es gemacht wurde. Wir sollten die Diskussion endlich beenden. Von Rassismus im Sport und in der Nationalmannschaft kann keine Rede sein."

Der Fall Mesut Özil

Özil war Mitte Mai 2018 wegen eines gemeinsamen Fotos mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, 64, massiv in die Kritik geraten. Während Ilkay Gündogan, 27, der Dritte im Bunde, sich kurz danach erklärte, schwieg Özil über Wochen, bis zum 22. Juli. An diesem Tag setzte er gleich drei Postings zu seiner Erklärung ab.

In dem ersten Postings bekennt sich Özil zu dem Foto. Er schreibt: "Ein Foto mit Präsident Erdogan zu machen, hatte für mich nichts mit Politik oder Wahlen zu tun, es war aus Respekt vor dem höchsten Amt des Landes meiner Familie. Mein Beruf ist der des Fußballers, nicht des Politikers, und unser Treffen war keine Unterstützung irgendeiner Politik." 

In seinem zweiten Post kritisiert er den seiner Meinung nach rassistischen Umgang mit seiner Person nach Bekanntwerden des Fotos mit Erdogan. "Diese Leute haben mein Bild mit Präsident Erdogan als eine Möglichkeit, ihre vormals versteckten rassistischen Meinungen auszudrücken, missbraucht, und das ist gefährlich für die Gesellschaft."

In seinem dritten Post zieht Mesut Özil sein Fazit über die Vorkommnisse - und einen Schlussstrich unter seine Karriere als Nationalspieler. "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre." 

 Die WM 2018 können Sie hier noch einmal Revue passieren lassen. 

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