Eric Stehfests Drogenbeichte: Er ging durch die Crystal Meth-Hölle

Momentan ist Eric Stehfest in der TV-Serie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" zu sehen und beliebt bei den Fans. Dass er vor vieren Jahren noch stark drogenabhängig war, hatte so keiner erwartet

Bei "GZSZ" spielt Eric Stehfest, 26, "Chris Lehmann", einen DJ, der ab und zu auch in Konflikt mit dem Gesetz gerät. Ganz so abwägig ist diese Rolle für den jungen Dresdner nicht. Wie er jetzt im Interview mit "RTL" gestand war er bis vor einigen Jahren abhängig von der synthetisch-hergestellten Droge Crystal Meth. Diese hat eins der höchsten Suchtpotentiale und wird geschnupft, geraucht oder intravenös injiziert. Dabei entsteht ein Gefühl von Euphorie und die Leistungsfähigkeit wird gesteigert. Bei langfristiger Anwendung werden die Nieren geschädigt, die Schleimhaut zersetzt - der Körper magert ab und die Zähne fallen aus. Außerdem leiden Betroffene unter starken Psychosen. Hierbei handelt es sich also um keine harmlose Angelegenheit.

Sozialer Druck um Akzeptanz

Mit zwölf Jahren kam der Schauspieler zum ersten Mal in Kontakt mit Drogen. "Ich hatte einen Kumpel im Dorf, in dem ich gelebt habe und der ist dann in die Stadt gezogen. Kurze Zeit später habe ich ihn dann besucht und es hat nicht lange gedauert, da hatte der schon Freunde, die gekifft haben. Da saß ich dann auf dem Dachboden, wir haben Bong geraucht und ich habe gemerkt, dass ich das gut kann. Ich habe einfach gedacht, wenn ich das gut mache, dann werde ich akzeptiert und das blöde war: Ich wurde akzeptiert".

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Bei einer Challenge beweist sie ihre Geschicklichkeit

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Der Ballermann-Star Mia Julia Brückner macht ihr Zuhause während der Coronakrise zur Bühne.
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Er wollte seine Probleme vergessen

Eine schwere Kindheit und die Abwesenheit seines Vaters waren weitere Gründe für das Abdriften in die Drogenwelt. Sein Ziel - verdrängen. "Ich habe aus einem Haufen Scheiß-Probleme einen schönen Tag gemacht." Doch nachdem er dann begann jeden Tag Crystal Meth zu konsumieren, wurde ihm irgendwann klar, dass er ernsthaft krank ist. "Ich ging durch die Hölle!" erinnert sich Eric. Er entschloss sich zum kalten Entzug in einer Klinik und ist seit vier Jahren clean. Heute ist von dieser Vergangenheit nichts mehr zu erahnen.

Nun macht Eric Stehfest sich mit seinem Projekt B 3.1 für die Aufklärung in Sachen Drogenkonsum stark. Um mit anderen seine Erfahrungen zu teilen, wird er am 29. August 2015 beim "Tag der offenen Tür" im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin sprechen.

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