Er wehrt sich gegen Vergewaltigungsvorwurf

Paul Haggis wird wegen Vergewaltigung angeklagt. Das lässt der Regisseur nicht auf sich sitzen und zieht nun die Anklägerin vor Gericht.

Regisseur Paul Haggis soll eine Frau vergewaltigt haben

Dem Regisseur und oscarprämierten Drehbuchautoren (64, "L.A. Crash") flatterte am Freitag eine Klage ins Haus: Er soll 2013 die PR-Managerin Haleigh Breest vergewaltigt haben, wie es darin heißt. Den Vorwurf will Haggis allerdings nicht auf sich sitzen lassen und verklagt nun seinerseits Breest, wie unter anderem "Deadline" berichtet.

Der Vorwurf: brutale Vergewaltigung

Breest wirft Haggis vor, sie nach der Premiere des Films "Side Effects" in seine Wohnung mitgenommen zu haben und sie dort gegen ihren Willen geküsst zu haben. "Du hast Angst vor mir, oder?" soll er angeblich gesagt haben, bevor er sie in sein Schlafzimmer gebracht, ihre Strumpfhose heruntergerissen und sie vergewaltigt haben soll, obwohl Breest eigenen Angaben zufolge wiederholt Nein gesagt habe. Im vergangenen Sommer soll sich Breest wegen des Vorfalls in Therapie begeben haben, wo ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert wurde. Dass Haggis den wegen Missbrauchs und Vergewaltigung mehrerer Frauen beschuldigten (65) öffentlich verurteilt hatte, habe die PR-Managerin sehr schockiert und verärgert.

Haggis wehrt sich gerichtlich

In Haggis' eigener Anklage, die "Deadline" ebenfalls vorliegt, machen die Anwälte des Regisseurs klar, was sie von den Behauptungen halten. Ihr Hauptkritikpunkt: Breest soll Haggis vorab eine außergerichtliche Einigung angeboten haben, bei der sie 9 Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) von ihm verlangt haben soll - andernfalls würde sie ihre Vorwürfe öffentlich machen. Die Anwälte bezeichnen diese "Lösegeldforderung" als "emotionale Terrorisierung" ihres Mandanten.

In dem Schreiben kommt auch die Anhäufung aktueller Missbrauchsanschuldigungen gegen Hollywood-Stars zur Sprache, die unter anderem bereits dazu geführt hatten, dass (58) von seiner Serie "House of Cards" gefeuert wurde und aus dem Film" All the Money in the World" geschnitten wurde, oder dass Weinstein von seiner eigenen Firma The Weinstein Company gefeuert wurde. "Die Angeklagte denkt, sie könne aus den aktuellen Schlagzeilen Profit schlagen in dem Glauben, sie müsse nichts beweisen und könne den Kläger nur durch Androhungen vernichten. Das ist schlicht und einfach Erpressung."

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