Emma Stone + Viola Davis: "Wir haben uns alle geliebt"

Emma Stone und Viola Davis über die gemeinsamen Dreharbeiten für das Drama "The Help", peinliche Momente am Set und ihren Kollegen Jim Carey

Emma Stone

Ihr Körper bebt, die Augen glänzen und dann ist es da:

Dieses tiefe, schallende Lachen, das man wohl als letztes von der zarten Emma Stone vermuten würde. Die Schauspielerin ist eben mehr als ein hübscher Hingucker – sie hat Charisma und dieses gewisse Etwas, das Zuschauer und Filmkritiker gleichermaßen lieben. Spätestens mit ihrem aktuellen Film "The Help" hat Emma Stone nun bewiesen, dass sie das Zeug zu einem echten Hollywoodstar hat und auch an der Seite von erfahrenen Schauspielerinnen wie Viola Davis bestehen kann.

Wie haben Sie sich auf die Dreharbeiten zu "The Help" vorbereitet?

Viola Davis: Ich habe mir Dokumentationen angesehen und viel über die Sechziger Jahre in den USA gelesen. Ich war außerdem schon Monate bevor wir mit dem Drehen angefangen haben in Mississippi, wo der Film spielt.

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©Gala

Setbilder

Stars bei den Dreharbeiten 2011

17. Dezember 2011: Stars wie Michael Bublé, Bill Hader, Amy Poehler, Jude Law, Kristen Wiig, Vanessa Bayer und Nasim Pedrad steh
15. Dezember 2011: Mit ungewohntem Styling zeigt sich Claudia Schiffer in Italien. Das Model dreht dort einen Werbespot.
9. Dezember 2011: Katy Perry, Matt Damon und Andy Samberg stehen für "Saturday Night Live" vor der Kamera.
8. Dezember 2011: Gesichert an einem Drahtseil hockt "Spiderman" Andrew Garfield auf einer Laterne mitten in Los Angeles.

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Emma Stone: Da meine Rolle „Skeeter“ Journalistin ist, habe ich eine alte Schreibmaschine bekommen und darauf geübt. Das war gar nicht so einfach.

Was hat Ihnen am besten an Ihrer Rolle gefallen?

Emma Stone: Da gibt es so viele Dinge. Ich finde es toll, dass sie ihrem Herzen gefolgt ist, um glücklich zu werden. Anders als die anderen Frauen aus ihrem Heimatort hat sie nicht früh geheiratet und erst mal auch keine Kinder bekommen. Sie weiß was gut für sie ist, und hat eben nicht das getan, was damals alle taten. Das war sehr mutig von ihr.

Im Film geht es zwischen den verschiedenen Charakteren oft heiß her – wie war die Stimmung am Set?

Viola Davis: Wir haben uns alle geliebt. Wir sind alle sehr unterschiedlich, aber gerade das war toll. Niemand wurde für irgendwas verurteilt, jeder wurde so akzeptiert wie er ist.

Emma Stone: Es war wie ein Sommercamp. Normalerweise fährst du jeden Abend in dein Hotel, aber wir waren in einem kleinen Ort in Mississippi und hatten nur uns. Also sind wir gemeinsam essen gegangen und haben viel Zeit miteinander verbracht. Es war ein großer Spaß.

Skeeter (Emma Stone) freundet sich in "The Help" mit den Haushaltshilfen Aibileen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer) an.

Haben sie eine Lieblingsszene in "The Help"?

Emma Stone: In dem Film findet ein Benefizball statt und das war das einzige Mal, das wir alle gleichzeitig vor der Kamera standen. Es war wirklich cool. Nur Jessica Chastain konnte diesen Moment nicht so genießen: Sie hatte ein so enges Kleid an, das sie kaum Luft bekommen hat. Also hat sie sich in den Drehpausen hingesetzt, uns beobachtet und immer wieder gefragt: „Habt ihr etwa ohne mich Spaß, Leute?“ Das war sehr lustig.

Frau Davis, sie spielen in „The Help“ ein Hausmädchen, das im Amerika der Sechziger Jahre Tag für Tag mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert wird. Auch ihre Mutter arbeitete in diesem Beruf – was haben Sie als Kind von dieser Zeit mitbekommen?

Viola Davis: Für mich war das damals ganz normal, denn das war eben der Job, den viele afro-amerikanische Frauen in dieser Zeit ausgeübt haben. Meine Mutter hat den Haushalt der weißen Leute in Ordnung gehalten. Manchmal waren ihre Arbeitgeber nett, manchmal auch nicht, so war das eben. Meine Großmutter musste jeden Tag ihre 18 Kinder zu Hause lassen, um auf den Nachwuchs ihrer Arbeitgeber aufzupassen. Das könnte ich mir heute natürlich nicht mehr vorstellen – ganz abgesehen von den 18 Kindern.

Emma Stone: Oh mein Gott. Das ist ja eine ganze Schulklasse. (lacht)

Bei Dreharbeiten passieren immer mal wieder Pannen, haben Sie am Set schon einmal Momente erlebt, die Ihnen peinlich waren?

Viola Davis:Mir ist bei einer Szene mal ein Rock runtergerutscht. Ganz langsam, so dass ich nichts bemerkt habe, bis er ganz unten war.

Emma Stone: Und was hattest Du darunter an?

Viola: Einen Slip – zum Glück!

Frau Stone, Ihre Fangemeinde wächst immer mehr und mittlerweile haben sie auch prominente Anhänger. Allen voran Jim Carey, der in einem selbst aufgenommenem Video von Ihnen schwärmt. Wie hat Ihnen das gefallen?

Emma Stone: Das war wirklich sehr nett. Ich habe mich geschmeichelt gefühlt, als ich es gesehen habe. Bisher habe ich ihn allerdings noch nicht persönlich getroffen, das würde ich gerne einmal tun. Ich liebe ihn einfach.

Andrea Zernial

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