EM 2016: Cristiano Ronaldos emotionale Achterbahnfahrt

Portugals Rekordnationalspieler Cristiano Ronaldo erlebte beim EM-Spiel gegen Österreich den ganz normalen Wahnsinn. Zunächst gab es Spott wegen seines Outfits, dann verschoss er einen Elfmeter und am Ende wartete noch ein spezieller Fan

Cristiano Ronaldo musste im Spiel gegen Österreich einiges verkraften.

Cristiano Ronaldo, 31, wartet bei der Europameisterschaft in Frankreich noch auf ein Erfolgserlebnis. Bislang spielten seine Portugiesen zweimal nur Unentschieden und er wartet noch auf seinen ersten Treffer. Das zweite Gruppenspiel gegen Österreich hatte es trotzdem in sich, denn Ronaldo durchlebte eine emotionale Achterbahnfahrt.

Spott fürs Outfit

Der Superstar von Real Madrid betrat die Umkleidekabine in einer schwarzen Strumpfhose. Diese Kompressionsstrümpfe trug er aus medizinischen Gründen, da er jüngst einen Muskelfaserriss erlitt. ARD-Moderator Matthias Opdenhövel und EM-Experte Mehmet Scholl kümmerte das wenig. Beide zogen das Outfit genüsslich durch den Kakao. Opdenhövel zu Scholl: "Sind das noch Thrombose-Strümpfe oder sind das schon Strapse?" Der ehemalige FC Bayern-Spieler antwortet: "Du kreierst gerade Bilder in meinem Kopf, die will ich gar nicht haben. Ich stelle mir gerade vor, ich wäre so vor Oliver Kahn und Lothar Matthäus eingelaufen. Da muss ich selber lachen, wie die geschaut hätten."

Cristiano Ronaldo in Kompressionsstrümpfen.

Lob für den Körper

Scholl war allerdings auch im Anschluss so fair und lobte den Trainingsfleiß des Portugiesen. Zudem hatte er beim Blick auf den austrainierten Körper Ronaldos noch einen Ratschlag für den Nachwuchs parat: "Liebe Kinder, so einen Körper bekommt man nicht, wenn man ins Handy schaut oder ein Buch liest."

Fataler Fehlschuss

Nachdem Portugal im ersten Gruppenspiel nicht über ein Unentschieden gegen Island hinauskam, mussten gegen Österreich eigentlich drei Punkte her. Die größte Chance das Spiel zu entscheiden hatte dann auch Cristiano Ronaldo in Form eines Elfmeters in der 79. Spielminute. Doch sein Flachschuss landete nicht im Netz, sondern am Pfosten. Ein späterer Treffer wurde ihm dann auch noch wegen einer Abseitsposition aberkannt. Ein wahrlich gebrauchter Tag für den erfolgsverwöhnten Kicker.

Kurioses Ende

Als der Schlusspfiff ertönte, rannte ein Flitzer aufs Spielfeld und schnurstracks auf Ronaldo zu. Schnell kamen Ordner hinzu, die den jungen Mann abführen wollten, doch der Superstar beschwichtigte, denn der Fan wollte ein Selfie mit seinem Idol - kam aber leider mit der Technik seiner Handykamera nicht so schnell zurecht. Nach einer Weile war dann alles im Kasten. Eine große Geste von Ronaldo - an einem kuriosen Abend.

EM 2016

Vive la Fußball

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