Elyas M'Barek: Freistunden und Klassenreisen

Während einer langen Autofahrt hat man Zeit. Viel Zeit. Elyas M'Barek und Jella Haase sprachen mit GALA über verrückte Klassenfahrten, Mutproben und Koks im Klassenzimmer

Vor zwei Jahren eroberten Elyas M’Barek, 33, und Jella Haase, 22, die deutschen Kinos im Sturm. Mehr als sieben Millionen Besucher sahen die beiden als ultracoolen Lehrer Zeki Müller und seine Tussi-Schülerin Chantal in "Fack ju Göhte". Am 7. September feiert der zweite Teil der erfolgreichen Pauker-Komödie von Regisseur Bora Dagtekin in München Weltpremiere, und dieses Mal geht es für Chantal & Co. auf Klassenfahrt nach Thailand.

Exklusiv für GALA haben sich die Schauspieler, die sich auch privat blendend verstehen, auf einen ganz besonderen Roadtrip begeben. Die Autofahrt führte hauptsächlich durchs ländliche Brandenburg, in Gedanken haben die beiden jedoch eine viel weitere Reise gemacht ...

Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an eure Schulzeit zurückdenkt?

Elyas: Ich erinnere mich am liebsten an die Pausen und die Freistunden! Es war das beste Gefühl, wenn uns mitgeteilt wurde, dass der Unterricht ausfällt. Und natürlich die Klassenreisen! Die habe ich wirklich geliebt: Skilager, Schullandheim. Von der einen Fahrt habe ich heute noch ein Trauma.

Was war da los?

Elyas: Wir sollten mit der ganzen Klasse ins Skilager fahren. Ich habe mich so gefreut, konnte vor Aufregung nicht schlafen. Als wir angekommen sind, hat sich herausgestellt, dass ich eine Blinddarmentzündung hatte.

Hast du das denn nicht bemerkt?

Elyas: Ich hatte auf der Hinfahrt schon Schmerzen, die ich aber ignoriert habe. Nach drei Tagen ging es mir so schlecht, dass ich nachts ins Krankenhaus musste. Das erinnere ich noch genau: Ich saß mit meinen Schulfreunden Til und Christian in meinem Zimmer und habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt. Wir haben dreimal am Zimmer der Lehrer geklopft, aber die waren betrunken und haben uns nicht ernst genommen. Erst nach dem dritten Versuch haben sie einen Krankenwagen gerufen.

Und was ist dann passiert?

Elyas: Ich musste sofort operiert werden. Während alle anderen Spaß im österreichischen Skilager hatten, lag ich fünf Tage im Krankenhaus. Das war wirklich eine große Enttäuschung.

Hast du auch mal so etwas erlebt, Jella?

Jella: Ich habe mal auf einer Busfahrt in Anwesenheit meiner Lehrer in eine Tüte gekotzt, weil ich so einen Kater hatte. Zum Glück hat das niemand mitbekommen. (lacht) Aber von solchen Erlebnissen mal abgesehen sind Klassenreisen wirklich schön. Sie schweißen zusammen. Nachdem ich eine Klasse wiederholen musste, habe ich auf einer Skireise richtig gute Freunde gefunden.

Warum bist du sitzen geblieben?

Jella: Ich habe sehr viel gedreht und dadurch zu oft gefehlt. Außerdem hatte ich häufig auch einfach keine Lust auf Schule, um ganz ehrlich zu sein.

Habt ihr euren Lehrern viele Streiche gespielt?

Elyas: Dafür waren wir zu cool. Das haben die Kinder gemacht. Fernbleiben vom Unterricht – das war mein bester Streich.

Warst du in so einer Art Gang?

Elyas: Sagen wir mal so: Wir waren die Coolen – zumindest dachten wir das. Ich hatte immer ganz tief sitzende Hosen an. Bis zu den Kniekehlen. Und Docs, also Doc Martens, mit Stahlkappen in der Schuhspitze. Wer richtig krass drauf war, hat sich getraut, ein Auto darüber fahren zu lassen. Das war eine Mutprobe. Wir haben viel Blödsinn gemacht.

Zum Beispiel?

Elyas: Wir haben immer Papiertaschentücher geraucht. Wir saßen im Unterricht, haben die Taschentücher zusammengerollt. Dann sind wir vor die Tür gegangen, haben sie angezündet und gepafft.

Habt ihr noch Kontakt zu euren alten Schulfreunden?

Jella: Ich wohne heute mit meiner besten Freundin aus der Schulzeit in einer WG zusammen. Und den Großteil meines Freundeskreises habe ich schon seit der Abi-Zeit.

Elyas: Du hast Abitur?

Jella: Du nicht?

Elyas: Das war ein Scherz.

Am Set von „FJG 2“ war es sicher auch lustig ...

Elyas: Ich habe gerade mit unserem Regisseur darüber gesprochen, und wir haben festgestellt, wie harmonisch es bei den Dreharbeiten zugegangen ist. Jeder gönnt dem anderen seinen Erfolg, es gibt keine Neider. Es gab während der gesamten Drehzeit nicht einmal Streit. Und das wäre bei sieben Wochen, in denen man tagtäglich zusammenarbeitet, durchaus normal.

Im Film stellt ihr zwei sehr prollige Charaktere dar. Gibt es in eurem Privatleben bestimmte Momente, in denen ihr euch primitiv verhaltet?

Elyas: Beim Autofahren. Da werde ich zum Choleriker.

Jella: Ich auch, das ist echt schlimm.

Was steckt dahinter?

Jella: Ich hasse es, Zeit zu verschwenden. Wenn ich in einen Stau komme oder jemanden vor mir habe, der zu langsam fährt, bekomme ich Aggressionen, werde wütend und schimpfe.

Ihr beide habt sehr viele junge Fans und daher auch eine Vorbildfunktion. Wie geht ihr damit um?

Elyas: Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst. Die Leute beobachten einen und nehmen sehr genau wahr, was man tut. Aus diesem Grund sollte man immer versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Das bedeutet auch, dass man beim Autofahren vielleicht nicht fluchen sollte ... Natürlich überlege ich mir auch, was ich auf Facebook poste oder ob meine Aussagen jemanden verletzen könnten. Ich verstelle mich aber nicht, und diese typischen Schauspieler-Ausfälle gab es bei mir zum Glück auch noch nicht.

Was meinst du damit?

Elyas: Ich habe noch nie ein Hotelzimmer verwüstet, in dem dann fünf Kilo Koks gefunden wurden. Das wäre auch nicht cool. Ich sage den Kids auf der Straße immer: Raucht nicht, trinkt nicht, nehmt keine Drogen!

Jella: Ich glaube, diese Berühmtheit, die Elyas hat, ist sehr kräfteraubend. Das kannund will ich mir gar nicht richtig vorstellen. Tausend weibliche Teenies, die schreiend auf mich warten … Wahrscheinlich wird das wohl aber auch nie passieren, ich bin ja kein Mann.

Elyas, wie erklärst du dir diesen Hype?

Elyas: Ich finde das ja selber total absurd. Natürlich ist es schön, wenn man Premiere feiert und so viele Leute auf einen warten, erklären kann ich mir das aber nicht. Ich sehe mich aber auch nicht als Teenie-Idol, das will ich nicht sein. Ich bin in erster Linie Schauspieler, das war ich schon immer und werde ich hoffentlich auch bleiben.

Es geht doch aber damit einher.

Elyas: Ich hoffe eben, dass es auch Menschen jenseits der 20 gibt, die sich meine Filme anschauen. Nur ein Teenie-Idol zu sein reicht mir nicht, und ich glaube, das wird mir auch nicht gerecht.

Wie sehen eure Pläne für die nächsten Jahre aus?

Jella: Ich lebe am liebsten in den Tag hinein. Pläne oder Skizzen engen mich nur ein. Ich genieße die Freiheit und kann mir durchaus auch vorstellen, was ganz anderes zu machen.

Stars mit Zigarette

Prominenter Raucherclub

Während der National Portrait Gallery in London genehmigt sich It-Girl Alexa Chung eine Zigarettenpause.
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Das deutsche Model Anna Ewers raucht auf den Straßen von New York lässig eine Zigarette. 

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Gala-Mode-Ranking

Deutschlands stylischste Männer

Platz 9: Joachim Löw und Hans-Dieter Flick  Diese beiden Herren bleiben auch modisch am Ball: Als Trainer und Co-Trainer der deutschen Nationalelf machen Joachim Löw und Hans-Dieter Flick in ihren aufeinander abgestimmten Outfits eine super Figur am Spielfeldrand.
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Was denn zum Beispiel?

Jella: Studieren. Ich habe einen Studienplatz in Geschichte, den ich gerne auch mal wahrnehmen würde.

Elyas: Ich habe auch noch nie Pläne gemacht. Was in zwei Jahren ist, kann ich heute noch nicht sagen. Vielleicht drehe ich dann gar keine Filme mehr. Ich hoffe nur, dass ich glücklich bin, und das kann der Beruf alleine eh nicht leisten.

Und was macht dich glücklich?

Elyas: Man mag es kaum glauben: leckeres Essen und ein gutes Glas Wein dazu. Das macht mich happy. Und wenn ich dann auch noch die richtige Gesellschaft dazu habe, macht mich das richtig glücklich.

Apropos Gesellschaft: Hast du aktuell eine feste Freundin?

Elyas: Darüber spreche ich ja generell nicht, man muss sich aber keine Sorgen um mein Privatleben machen! 

Am 7. September feiert der zweite Teil von Elyas M'Bareks Blockbuster-Komödie "Fack ju Göhte" Premiere. Er spielt wieder den ehemaligen Kleinganoven, der unfreiwillig zum Lehrer wurde.

Fack Ju Göhte 2

Der offizielle Trailer ist da!

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