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Elyas M'Barek Über das Leben während Corona und Existenzängste

Schauspieler Elyas M'Barek
Schauspieler Elyas M'Barek
© imago images
Im letzten Jahr drückte das Coronavirus auch in der Filmbranche auf die Pausetaste. Die Kinos in Deutschland sind seitdem überwiegend geschlossen und öffnen erst wieder ab dem 1. Juli. Schauspieler Elyas M'Barek erzählt, wie er die Krise erlebt hat und warum er optimistisch in die Zukunft schaut.

Elyas M'Barek, 39, ist einer der populärsten deutschen Schauspieler. Ein Job, der Unregelmäßigkeit und längere Drehpausen mit sich bringt; und deshalb unterschied sich für ihn die erste Zeit der Corona-Pandemie nicht sonderlich von seinem Alltag, wie er im Interview mit "Bild" erklärt. 

"Ich drehe normalerweise ein oder zwei Filme im Jahr, bin sehr privilegiert und außerdem sehr lange Stillstände gewohnt. So habe ich die Pandemie anfangs auch gesehen: als verordneten Stillstand", so der Schauspieler. Doch die Zeit löst auch ein beängstigendes Gefühl in ihm aus.

Elyas M'Barek hat trotz Erfolg Angst um seine Existenz

M'Barek beschreibt die anhaltende Pandemie als eine Mischung aus Angst, da "man nicht wusste, was passiert und wie gefährlich es wird", und auf der anderen Seite als einen "nicht enden wollender Sonntag." Dabei denkt der "Night Life"-Darsteller nicht bloß an seine eigene Situation, sondern vor allem an Menschen, die durch das Virus einen geliebten Menschen, die Anstellung oder die Gesundheit verloren haben.

Außerdem betont der 39-Jährige, dass es wichtig sei, Existenzängste als Gefühl anzunehmen und zu begreifen, dass nicht alles im Leben selbstverständlich ist. Er persönlich macht sein Glück aber nicht vom Erfolg anhängig. "Wenn der Erfolg einmal vorbei sein sollte, werde ich ja – hoffentlich – weiter existieren", erklärt der "Türkisch für Anfänger"-Darsteller im "Bild"-Interview.

Existenzängste hat man immer. Und die hören auch nicht auf. Und zwar mit keinem Erfolg.

Elyas M'Barek: "Viele Menschen wurden sehr im Stich gelassen"

Was Elyas M'Barek nicht loslässt, sind die vielen Musiker:innen, Schauspieler:innen und die gesamte Kulturszene, die durch die Pandemie in den Hintergrund rückte. "Mein Eindruck ist, dass der Kulturbetrieb komplett vernachlässigt wurde. Viele Menschen, die in der Branche arbeiten, gerade auch Künstler:innen und deren Mitarbeiter:innen wurden sehr allein und im Stich gelassen." 

Ob die Corona-Krise die Menschen verändert hat, da ist sich der "Fack ju Göhte"-Darsteller unsicher. "Ach, das war ein anfänglich schöner, romantischer Gedanke. Aber die Solidarität und die Empathie beispielsweise gegenüber den Pflegeberufen ist doch längst passé, und einige beneiden mittlerweile den Nächsten, weil er geimpft ist und man selbst nicht." Er kann der Pandemie daher keinen schönen Nebeneffekt abgewinnen. Sein Lichtblick sind die Lockerungen und die damit hoffentlich einhergehenden Kino-Besuche, die endlich wieder stattfinden können.

Elyas M'Barek hat kürzlich die Dreharbeiten zu "Liebesdings" beendet. Aktuell steht er für den Film "1000 Zeilen" vor der Kamera.

Verwendete Quelle: bild.de

cge Gala


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