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Elliot Page Nach Coming-out macht er sich stark für Rechte von trans* Menschen

Elliot Page
© instagram.com/elliotpage
Seit Ende Dezember 2020 lebt Elliot Page als Mann. Wie steinig der Weg dahin war, daraus macht der Schauspieler kein Geheimnis. Seine Erfahrungen möchte er jetzt nutzen, um gegen "Fehlinformationen und Lügen" in der Anti-Trans-Gesetzgebung Amerikas vorzugehen.

Mit seinem Instagram-Posting, in dem er am 1. Dezember 2020 öffentlich machte, trans* zu sein und von nun an als Elliot Page – als Mann – zu leben, wurde dem 34-jährigen Kanadier eine große Aufmerksamkeit zuteil. Und diese möchte er nun nutzen. 

Im Gespräch mit Thomas Page McBee, Autor bei "Vanity Fair" und ebenfalls trans, spricht der Schauspieler darüber, wie sich sein Leben seit dem Coming-out verändert hat, wie es ihn kreativ beflügelt hat, endlich als die Person leben zu können, die er schon immer war, und erklärt, warum er sich auf einen Talk mit Oprah Winfrey, 67, eingelassen hat.

Elliot Page: Sein Coming Out hat ihm Kraft gegeben

Als oscarnominierter Schauspieler habe er eine Aufgabe, sagt Elliot Page. Die Aufgabe, aufzuklären und sich einzusetzen für trans* Menschen weltweit. Damit "Fehlinformationen und Lügen" in der Anti-Trans-Gesetzgebung keine Chance mehr haben. "Ich möchte die Kraft, die ich habe, nutzen, um auf alle möglichen Arten zu helfen", so der Schauspieler im Gespräch mit "Vanity Fair". Seine derzeitige Lage habe ihn dazu ermutigt, seine Kraft einzusetzen für all diejenigen, die noch nicht so weit sind wie er. "Ich denke, es geht darum: Wie kann ich dankbar sein für mein Glück, mir erlauben, dieses Glück zu genießen – aber es dann in Taten umzuwandeln?"

Oprah-Talk als Chance zur Aufklärung

Seine öffentliche Rolle und die Aufmerksamkeit, die er als Schauspieler genießt, möchte Elliot Page einsetzen. Daher hat er einem Gespräch mit Oprah Winfrey zugestimmt. Weil er weiß, dass das Thema dadurch das mediale Interesse bekommt, dessen es bedarf. "Das [Gespräch mit Oprah] war etwas, mit dem ich mich einen Moment lang auseinandersetzen musste, weil die Gegenreaktionen im Moment so intensiv sind. Aber die Rhetorik von Anti-Trans-Aktivisten und Anti-LGBTQ-Aktivisten ist verheerend. Die Gesetzesentwürfe werden für den Tod von Kindern verantwortlich sein. So einfach ist das. Daher fühlte sich das Gespräch wie eine Gelegenheit an. Ich wusste, es wäre eine Plattform mit einer riesigen Reichweite, die ich für mich nutzen könnte. Um über einige meiner Erfahrungen und die Ressourcen, die mir zur Verfügung standen, zu sprechen. Ob Therapie oder Operation – diese Ressourcen haben es mir ermöglicht, endlich wirklich am Leben zu sein und mein Leben zu leben." 

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
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Weiter betont Elliot, es ginge ihm nicht darum, sich selbst in den Vordergrund zu positionieren, vielmehr habe er einfach die Gefahr der sehr konservativen republikanischen Politik Amerikas erkannt – und sich dazu verpflichtet gefühlt, dagegen vorzugehen. "Die Republikaner wollen im Grunde das Leben von trans Kindern zerstören und das Gleichstellungsgesetz stoppen. Wie hätte ich die Chance eines Interviews mit Oprah nicht nutzen können?!"

Verwendete Quelle: vanityfair.com

abl Gala


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