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Elena Carrière "Für ein positives Fernsehformat zeige ich gerne meine Brüste"

Elena Carrière
© Getty Images
Elena Carrière zieht blank – und bleibt dabei total entspannt. Wieso das Model kein Problem damit hat, seine Brüste in der neuen VOX-Show "Showtime of my Life" zu zeigen, verrät Carrière im GALA-Interview.
Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache, die tückische Krankheit kann das Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Das weiß auch Elena Carrière, 24: Das Model hat 2014 seine Tante Mareike Carrière an Brustkrebs verloren. Für sie zieht Elena Carrière sich nun vor einem Millionenpublikum aus – denn wer regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen geht, hat gute Chancen, den Krebs zu besiegen.

Elena Carrière: "Meine verstorbene Tante ist der Grund für meine Teilnahme"

GALA: Was ging Ihnen durch den Kopf, als die Anfrage für die Show kam?
Elena Carrière: Als ich die Anfrage für die Show bekommen habe, dachte ich: "Ausziehen fürs Fernsehen? Weiß ich jetzt nicht…" (lacht) Aber zum Glück haben wir ein tolles Video von Nicole Staudinger bekommen, in dem sie uns die Hintergründe genau erklärt hat.
Was war die größte Überwindung?
Bei "Germanys Next Topmodel" haben mir schon Millionen Menschen dabei zugesehen, wie ich mich ausziehe, deswegen war das eigentlich gar kein Problem für mich. Für mich fühlt sich der Tanz auch nicht wie entblößen an, ich habe eher das Gefühl, mich frei zu machen. Für ein positives Fernsehformat zeige ich gerne meine Brüste. 
Elena Carrière bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
Elena Carrière bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
© TVNOW
Ihre Tante Mareike Carrière ist an Brustkrebs verstorben. Ist das der Grund für Ihre Teilnahme?
Meine verstorbene Tante Mareike ist der Grund für meine Teilnahme. In meinem Alter, mit 24, sprechen meine Freundinnen und ich nicht ständig über Krebs, außer es ist jemand erkrankt. So wie bei mir. Deswegen habe ich vor meiner Zusage auch meinen Vater gefragt, denn wäre das für ihn nicht in Ordnung gewesen, hätte ich nie mitgemacht. Schließlich war mein Vater für meine Tante die engste Bezugsperson.
Was hat er gesagt?
Mein Vater war sofort total begeistert und hat mir auch erlaubt, von seinen Krankheiten zu erzählen. Er hat sich zum Beispiel vor Kurzem einen gutartigen Tumor aus der Schilddrüse nehmen lassen und lässt immer mal wieder bestimmte Hautzonen kontrollieren. Das Thema ist in unserer Familie sehr präsent.

"Ich bin genau das Gegenteil von einem Hypochonder"

Schürt diese ständige Präsenz die Angst, selber zu erkranken?
Nein, mein Vater vermittelt mir und meiner Schwester immer ein positives Gefühl. Und so lange wir uns alle regelmäßig durchchecken lassen, ist alles gut. Ich bin sowieso genau das Gegenteil von einem Hypochonder, ich gehe so oft ohne Jacke raus und merke erst nach ein paar Stunden, dass ich komplett durchgefroren bin.
Bei GNTM waren Sie jünger und mussten trotzdem viel Haut zeigen. Heute entscheiden Sie selbst, wann und wo Sie was zeigen. Hat sich Ihr Verhältnis zum eigenen Körper in den letzten Jahren verändert?
Ich war schon immer sehr entspannt, was meinen Körper angeht. Wir Menschen sind doch alle gleich, bestehen aus dem gleichen, biologischen Grundgerüst. Unser Körper ist ein Werkzeug, den unsere Seele besetzt hat. Wenn man sich so sieht, hat man vielleicht weniger Hemmungen. Meine Brüste sind einfach nur Brüste – ganz einfach. 
Und trotzdem werden Nippel auf Instagram zensiert…
Was das soll, verstehe ich beim besten Willen nicht!

Am 1. und 2. Februar jeweils um 20:15 Uhr läuft "Showtime of my Life" auf VOX. Insgesamt 16 prominente Frauen und Männer strippen, um die Botschaft zu vermitteln: "Wenn wir uns vor einem Millionenpublikum ausziehen können, dann könnt ihr das bei der Krebsvorsorge vor eurem Arzt erst recht!"

Verwendete Quellen: eigenes Interview
Gala


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