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Dr. Conrad Murray Er will nicht aussagen

Nachdem Michael Jacksons angeklagter Leibarzt Dr. Conrad Murray seine Zeugenaussage verweigerte, wird das Gericht noch in dieser Woche die Abschlussplädoyers beider Seiten hören

Die Wochen des Hoffen und Bangens haben für den Angeklagten Dr. Conrad Murray schon bald ein Ende. Nachdem etliche Zeugen der Staatsanwalt den Mediziner schwer belasteten, gab dieser am Dienstag (1. November) gegenüber des anwesenden Richters zu Protokoll, selbst nicht aussagen zu wollen. Wie die "Time" auf ihrer Homepage berichtet, wird der Prozess nach den Abschlussplädoyers beider Seiten und einer Beratungszeit der Geschworenen daher schon bald zu einem Ergebnis kommen. Murray wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt, den Tod des verstorbenen Michael Jackson verschuldet zu haben.

Ob die Verweigerug der Aussage ein strategischer Schachzug oder ein Zeichen der Resignation ist, kann nicht mit Gewissheit bestimmt werden. Fest steht jedoch, dass die Glaubwürdigkeit des Zeugen der Verteidigung, Dr. Paul White, zuvor von der Staatsanwaltschaft stark angezweifelt wurde. White bestätigte die Aussage von Murrays Verteidigern, nach der Michael Jackson sich die tödlche Dosis Propofol selbst verabreicht habe. Werden seine Zeugenaussagen als unglaubwürdig aufgefasst, würde dies auch die Lage des angeklaten Dr. Murray erheblich erschweren.

Das Gericht setzte den nächsten Verhandlungstag für Donnerstag (3. November) an. Dr. Conrad Murray plädiert auf "nicht schuldig", könnte im Falle einer Verurteilung jedoch zu vier Jahren Gefängnis verurteilt werden.

kst

gala.de

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